(openPR) Am 1. Januar 2000 beim Sonnenaufgang fiel in Hamilton Neuseeland der Startschuß zum ersten Marathon im dritten Jahrtausend. Mehr als 2000 Läuferinnen und Läufer aus 47 Nationen nahmen die Gelegenheit wahr, ihrer Laufsportkarriere diesen historisch einmalige Event hinzuzufügen. Mit über 554 Athleten stellte Deutschland hinter den USA die zweitstärkste Delegation.
Zum 10-jährigen Jubiläum Ihres läuferischen Jahrtausendwechsels trafen sich am Bodensee 15 der bekanntesten Athleten der höheren Altersklassen aus Baden-Würtemberg, Bayern und der Schweiz Es gab viel zu erzählen von zwischenzeitlich erzielten sportlichen Erfolgen, von den Höhen und Tiefen der zurückliegenden Sportjahre.
Günther Martin aus Bayern gewann damals in Neuseeland die Altersklasse M60 und fügte damit seinen zahlreichen Titeln bei deutschen- und Weltmeisterschaften einen weiteren einzigartigen Erfolg hinzu. Seine Zeit von 2:58, trotz Jetlag und nach einer rauschenden Milliennium-Silvesterparty war sensationell aber nicht verwunderlich. Denn zusammen mit seinem Vereinskameraden Reinhard Bussmann, ebenfalls beim Millenniummarathon mit am Start, war Günter mit dem Titel des Vizeweltmeisters im Manschaftsmarathon M55 nach Neuseeland gereist. Zwischenzeitlich konnten die beiden Bajuwaren in den Altersklassen M65 und M70 zahlreiche Titel bei Deutschen Seniorenmeisterschaften und weltweit bei großen Marathonveranstaltungen einheimsen.
Das Schweitzer Bergsteiger-Quartet Marius Zbinden, Marius Audeset, Oßwald Cotting und Matthias Hölzl, die im Verlaufe ihrer Karriere in den Alpen kaum einen Viertausender ausgelassen hatten, wußten viel Interessantes über ihre sportlichen Glanztaten im Hochgebirge zu erzählen. Inzwischen in den Altersklassen M65 und M70 angekommen, kann man sie immer noch bei Bergläufen oder beim Mountainbiken in der Schweiz antreffen.
Pforzheims Triathlonsenior Manfred Klittich schloß sich damals als Laufanfänger der illustren Reisegesellschaft an, um zur Feier des Jahrtausendwechsels seinen ersten Marathon zu bestreiten. Früher auch im Alpinsport unterwegs, hängte er Steigeisen und Eispickel an den Nagel um sich fortan einem altersgemäßen Extremsport, dem IRONMAN-Triathlon zu widmen. Da kam der Millenniummarathon als symbolhafte Auftaktveranstaltung gerade recht. Erst im Sommer 1999 begann der damals 63-jährige mit dem Training für das läuferische Jahrtausendereignis in „down under“. Mit einer Zeit von 3:54 Stunden war er als Laufneuling zufrieden, wenngleich er damit die Marathonspezialisten der hochkarätigen Reisegruppe nicht beeindrucken konnte. Heute, 10 Jahre nach seinem Marathon-Debüt kann der Oldie aus Pforzheim auf mehr als 100 Triathlon-, Lauf- und Radwettkämpfe mit mehreren nationalen und internationalen Titeln zurückblicken.
Laufkamerad Willi Plückelmann, ein in der Laufszene wohlbekannter Marathonsammler, konnte über zahlreiche Neuzugänge in seiner Sammlung berichten. Mit 6 bis 8 Marathonen pro Jahr hat der heute 63-jährige inzwischen weltweit fast alle bedeutenden Marathone geschafft. Allein die 100 km von Biel bewältigte der laufverückte Willi schon 10 mal und hat dafür dieses Jahr eine Sonderauszeichnung erhalten.
Das Foto zeigt die deutsch/schweizerische Marathondelegation vor der Kulisse des weltberühmten Hundertwasser-Klosetts in dem kleinen Örtchen Kawakawa nahe der Neuseeländischen Wahlheimat des Wiener Architekten und Malers.











