(openPR) Im Sommer 2009 reifte am Lehrstuhl für Stochastik der Ruhr-Universität Bochum die Idee der Entwicklung eines innovativen Portfoliooptimierers zu einem festen Entschluss. Mittlerweile ist aus der Idee ein erfolgreiches Spin-off geworden: die quasol GmbH.
Ansatz war, dass wissenschaftliche Untersuchungen zum Einsatz neuer Risikomaße und der Verwendung höherer Momente eine signifikante Performancesteigerung gegenüber klassischen Verfahren zur Portfoliooptimierung zeigen. Von einer Software, die diese Grundlagen umsetzt, würden Kunden doppelt profitieren können. Einerseits durch eine Verringerung der Marktpreisrisiken und andererseits durch die Stabilisierung der Erträge. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten auch der Wirtschaft zugänglich gemacht werden.
Alsbald wurden daher Positionen besetzt, die Firmengründung angestrebt und mit der Produktentwicklung begonnen. Hierzu musste zunächst ein Businessplan erstellt werden, der im August 2009 bei dem Stipendienprogramm EXIST eingereicht wurde. Das EXIST-Gründerstipendium ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für technologisch-innovative Gründungsvorhaben. Das Stipendium wurde dem Projekt „VMD-Vermögen Modern Diversifizieren“ für die Zeit von Januar bis Dezember 2010 gewährt.
Geschäftsführende Gesellschafter sind der ehemalige Lehrstuhlmitarbeiter Dr. Daniel Ziggel und die Rechtsanwältin Vanessa Peters, ebenfalls Absolventin der Ruhr-Universität Bochum. Gemeinsam werden sie nun auch über die Förderlaufzeit hinaus das Unternehmen quasol in enger Kooperation mit dem Lehrstuhl weiterführen. „Wir freuen uns, dass ein neues Projekt so schnell angenommen wurde. Die Finanzbranche hat nach der Krise ein offenes Ohr für innovative Entwicklungen im Bereich Portfoliooptimierung und Risikomanagement“, freut sich Dr. Ziggel.
Dabei ist die grundlegende Idee, ein Portfolio von verschiedenen Wertpapierklassen mit Hilfe von mathematischen Modellen zu optimieren bzw. dessen Risiken adäquat zu messen, bereits älter. Ursprung ist die Markowitz-Theorie der optimalen Portfolioauswahl, die im Wesentlichen auf der Annahme der Normalverteilung für die Renditen von Wertpapieren beruht. So kann in diesem Modell durch Vorgabe des maximalen vertretbaren Risikos oder der minimal benötigten Rendite ein optimales Portfolio berechnet werden.
Heutzutage ist allerdings wissenschaftlich erwiesen, dass die Annahme der Normalverteilung für die Renditen von Wertpapieren nicht zutrifft und sich Korrelationen und Volatilitäten über die Zeit ändern. Somit werden neue Verfahren benötigt, um diese Größen verlässlich schätzen zu können. Außerdem werden neue Algorithmen zur Optimierung der Asset Allocation benötigt, die nicht auf der Annahme der Normalverteilung beruhen. Die Dringlichkeit dieser Innovationen wurde im Zuge der Finanzkrise auf dramatische Art deutlich.
Diese Erkenntnisse hat quasol über das Jahr 2010 in eine moderne Asset Allocation-Software umgesetzt, die q-Serie. Diese bildet heute das Flagschiff der Produktpalette. Unter
So kann quasol auch in Zukunft- nun auf sich allein gestellt – als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fungieren.














