(openPR) Industriedenkmäler. Im Zuge der Industrialisierung entstanden, waren die Fabriken, Hochöfen und Fördertürme schlicht und einfach Orte, wo malocht wurde. Heute dienen einige wenn nicht gänzlich platt gemacht und oft nur noch rudimentär erhalten, vielfach einem anderen Zweck. Für Hermann Sperl haben diese Zeugnisse des 20. Jahrhunderts eine ganz eigene Anziehungskraft, wie der 55-jährige Gladbecker in seiner Bilderreihe »Industriekultur: Von Dinosauriern und (einst) verbotenen Orten« verdeutlicht.
Die Aquarelle und Zeichnungen sind ab Sonntag, dem 20. Februar 2011 in der Reihe »46D – Kunst und Kultur bei Fraunhofer UMSICHT« in Oberhausen zu sehen.
Von dem leuchtenden Glutrot der Stahlindustrie und dem tiefen Pechschwarz des Bergbaus ist wenig geblieben. Was nachwirkt ist das typische Grün der Fördertürme, das Rot der Lagerhallen und die jeweils zeittypische Architektur. Auf Hermann Sperl wirken diese Zeugnisse der Industrialisierung einerseits wie ausgestorbene Dinosaurier, andererseits wie moderne Industriekathedralen. Zwiespältig und doch ragen sie gemeinsam unübersehbar in den Himmel.
Am liebsten verewigt der Zeichner diese Riesen mit Tusche oder Kreide auf Aquarellpapier, Zeichenkarton oder einfachem braunen Packpapier. Schnickschnack muss nicht sein. Gibt es in der Industrie auch nicht. Seine Inspiration holt sich Sperl, als »Kind« und Bürger des Ruhrgebiets auf Touren durch seine Heimat. Ausgestattet mit einer Kamera fährt er dorthin, wo es früher ordentlich geraucht hat. Doch der reine Anblick und das künstlerische Festhalten reichen ihm nicht. Zusätzlich beschäftigt er sich intensiv mit der reichhaltigen Historie, Kulturgeschichte und dem immer weiter fortschreitenden Strukturwandel im Revier.
Mit seinen Bildern veröffentlicht Hermann Sperl gleichzeitig eine Hommage an seine Region. Fraunhofer UMSICHT stellt die Fördertürme, Gerüste, Maschinenhallen und Hochöfen, aber auch die weitläufigen Industrie-Ensembles und Industrielandschaften des kaufmännischen Angestellten im Bereich Reha-Assessment vom 20. Februar bis zum 27. Mai 2011 aus.
ANMELDUNG ERFORDERLICH
Die Ausstellung ist wochentags von 9:00-16:00 Uhr geöffnet (letzter Einlass 15:00 Uhr). Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung bis spätestens einen Tag vorher wird gebeten.
Die Vernissage findet am Sonntag, den 20. Februar 2011 ab 11 Uhr in Gebäude D bei Fraunhofer UMSICHT an der Osterfelder Str. 3 in 46047 Oberhausen statt. Eine Anmeldung zur Vernissage ist bis zum 11.02.2011 erforderlich.
Ihre Anmeldung senden Sie bitte an:











