(openPR) Sozialer Dienst organisiert Sozialhilfe, Jugendhilfe und Arbeitslosengeld II einheitlich mit LÄMMkom ++ medienbruchfreie, fachübergreifende Zusammenarbeit ++ alle Mitarbeiter auf gleichem Wissensstand ++ Bearbeitung mit gleichen Strukturen und einheitlichen Funktionen
Der Kreis Rottweil arbeitet seit Anfang des Jahres im Sozialen Dienst übergreifend für die Jugendhilfe, Sozialhilfe und das Arbeitslosengeld II mit der Software LÄMMkom. Die Anwendung der Dortmunder Lämmerzahl GmbH, einer der führenden Unternehmen für Software der kommunalen Sozialverwaltung, wird dort bereits seit 2007 in den passiven Leistungsbereichen der entsprechenden Abteilungen eingesetzt. Der Landkreis zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alp hatte sich Anfang 2010 mit LÄMMkom für eine professionelle IT-technologische Abwicklung der handlungsorientierten Abläufe im ASD und Fallmanagement stark gemacht. Die Besonderheit: Der Softwareeinsatz für die aktiven Leistungen gilt in Rottweil übergeordnet für alle sozialen Hilfebereiche. Der Vorteil: Gleiche Bearbeitungsstrukturen und Funktionen ermöglichen eine besonders reibungslose Zusammenenarbeit aller Mitarbeiter ohne Kommunikations- und Medienbrüche.
Im Rahmen der allgemeinen Einführung und Konfiguration wurden zahlreiche Sachgebiete in der Sozialhilfe und der Jugendhilfe neu strukturiert. In der Sozialhilfe betrifft das vor allem die Eingliederungshilfe und den Bereich „Menschen in besonderen Lebenslagen“. In der Jugendhilfe kommen im allgemeinen SD die sozialpädagogische Intensivgruppe, die (Familien-) Beratung, der Bereich Trennung, Scheidung, Umgang, die Familiengerichtshilfe und die Sozialpädagogische Familienhilfe zum Tragen. Eigene Sachgebiete bilden dort der ASD Hilfen, der Pflegekinderdienst (PKD und PKD Hilfen), die Jugendgerichtshilfe, die Tagespflege und die Adoption. Im Arbeitslosengeld II kümmern sich die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes mit LÄMMkom um die Gruppe der jungen Erwachsenen unter 25 Jahren. Insbesondere stellt die Software hier die nötigen Voraussetzungen für Berichte zur Wohnsituation zur Verfügung, die Rottweil als getrennter Träger für das Sozialamt erstellt. Vergangene Fälle werden in zugehörigen Archiven geführt. Auch der Bereitschaftsdienst, der nachts und am Wochenende im Kreis Rottweil aktiv ist, wird in der Software eigenständig behandelt.
Zentral war die Festlegung eines effektiven Workflows in jedem Arbeitsbereich, der sich in den „Profilen“ der Software widerspiegelt und einen schnellen Überblick über einzelne Arbeitsschritte ermöglicht. Dazu wurden Vorlagen, Bescheide und andere Dokumente gesichtet und jedem Bereich für eine zügige Nutzung zugeordnet. So kann z.B. jeder Mitarbeiter, der dem Bereitschaftsdienst angehört, sofort auf die zugehörige Protokollvorlage in den LÄMMkom- eigenen „Aktivitäten“ zugreifen, um seinen Einsatz zu dokumentieren.
Individuelle Auswertungswünsche für den Bereitschaftsdienst konnten in der Software genauso berücksichtigt werden wie die KVJS - Statistik und die Bundesstatistik. Vertretungsregeln stellen eine bereichsunabhängige, kontinuierliche Fall-Bearbeitung im SGB II; SGB XII und SGB VIII sicher, z. B. auch im Pflegekinderdienst sicher. Dort stehen ASD - Mitarbeiter zur Vertretung bereit, die im Normalfall nicht zur Bearbeitung von PKD – Angelegenheiten herangezogen werden.
In Kleingruppen wurden Mitarbeiter, Leiter und Systembetreuer für den zukünftigen Umgang mit LÄMMkom fachübergreifend geschult. Von der Neuanlage eines Falls über die Einstellung von Profilen und Aktivitäten für einzelne Sachgebiete bis hin zur Fallabgabe an andere Bereiche sind alle Mitarbeiter nun in der Lage, allgemeine und vertiefende Funktionen der Software einzusetzen und sich zu vertreten. Terminverwaltung, Wiedervorlagen und interne Post erleichtern dabei die Alltagspraxis und Kommunikation untereinander. Nach einer intensiven Testphase mit Kontrollfällen konnten die Kreismitarbeiter im Dezember 2010 letzte Anpassungen vornehmen und in allen Bereichen mit der Arbeit im produktiven Betrieb beginnen.



