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Kunstverein Hildesheim gibt Kehrwiederturm zur Umgestaltung frei

03.01.201108:46 UhrKunst & Kultur
Bild: Kunstverein Hildesheim gibt Kehrwiederturm zur Umgestaltung frei
Kunstverein Hildesheim
Kunstverein Hildesheim

(openPR) Der Kunstverein beschäftigt sich im Projekt »Work in Progress_Working Process« mit Prozessen und Strategien kultureller Arbeit und wagt dabei selbst ungewöhnliche Arbeitsmethoden

Hildesheim, 2. Januar 2011. Im Februar 2011 wird der Kunstverein Hildesheim im Kehrwiederturm eine Situation schaffen, die dazu einlädt, über Bedingungen, Prozesse, Strategien und Möglichkeiten von kultureller Arbeit und Produktion nachzudenken und dazu zu arbeiten. Das Projekt mit dem Titel »work in progress_working process« wird keine klassische Ausstellung sein, sondern eine Werkstattsituation, in der Kultur-Produzenten aus unterschiedlichen Sparten sowie Gäste aus verwandten Disziplinen mögliche Formen und Methoden zeitgemäßer Arbeit, ihre Vorteile und Einschränkungen sowie potenzielle Alternativen zu zeitgenössischen Konzeptionen von Arbeit diskutieren können.



Während der drei Tage soll das Thema kulturelle Arbeit nicht nur theoretisch reflektiert werden, sondern sich vor allem mit den Beteiligten vor Ort als kulturelle Praxis entwickeln. Auf den vier Ebenen des Kehrwiederturms wird das Nebeneinander, die Gleichzeitigkeit und die Wechselwirkungen zwischen Aspekten kultureller Arbeit wie Recherche, Archiv und Vision, Umbau, Kontext und Improvisation, Essen, Diskurs, Kommunikation und Innovation produktiv untersucht.

Lisa Schmidt (künstlerische Leiterin, Kunstverein Hildesheim), die das Arbeits-Projekt zusammen mit Nadine Zeidler (assistant curator, Nottingham Contemporary) entwickelte, führt ihr Interesse nicht nur darauf zurück, dass die Diskussion über Arbeitsformen und -bedingungen hoch im Kurs steht (Stichwort Prekariat), sondern greift auf ihre Erfahrung als Kuratorin und ‚Kulturarbeiterin‘ zurück. Kulturelle Produkte, also im Kunstverein Hildesheim meist Ausstellungen, entwickelten sich immer in Relation zum normalen day-to-day-business, so Schmidt: „Zu einer Ausstellung gehört auch die Realität ihrer Entstehung, verschiedene Verpflichtungen, mit denen man umgehen muss, aber auch Gewohnheiten und Routinen und natürlich die Zusammenarbeit mit anderen.“ Das Projekt wolle diese Prozesse offenlegen und zum Austausch zwischen den Kultur-Akteuren anregen.

Damit stehen bei »work in progress_working process« nicht die Kulturprodukte im Vordergrund, nicht das Kunstwerk, die Theateraufführung, Performance oder das Musikstück, sondern das ‚Wie‘ ihrer Entstehung und Umsetzung. Das zentrale Interesse gilt den Prozessen, Aspekten, Bedingungen und Konsequenzen ihrer Konzeption und Organisation sowie damit verbundenen Rollenzuschreibungen und Selbst-Management-Strategien.

Dass Schmidt und Zeidler gewillt sind, selbst diese Prozesse offenzulegen, beweisen sie schon vor der eigentlichen Veranstaltung im Februar. Um den Sitz des Kunstvereins, einen alten Wachturm aus dem 15. Jahrhundert, für »work in progress_working process« vorzubereiten, starteten sie einen Aufruf an Einzelpersonen und Teams, Konzepte zu entwickeln: „Der Turm stellt für jede ‚normale‘ Ausstellung schon eine Herausforderung dar“, erläutert Lisa Schmidt, „aber im Februar soll hier ja nicht Kunst angeschaut, sondern diskutiert, gegessen, geschrieben, reflektiert, gehört, gebaut und gelebt werden. Dazu brauchen wir eine andere Raumgestaltung. Dass wir Außenstehende aufrufen, Gestaltungsvorschläge zu machen, ist auch für uns ein Experiment und der erste Schritt in der Umsetzung des Projekts. Wir sind selbst gespannt was passiert.“ Man müsse sich mit der Frage auseinandersetzen, wie ein Raum beschaffen sein muss, in dem unterschiedliche Austausch-, Präsentations- und Forschungsformate stattfinden können und sich fragen wie ein Ausstellungsraum Aufenthaltsort und Produktionsraum gleichzeitig sein kann. Für die Realisierung eines Gestaltungskonzepts stellt der Kunstverein ein Produktionskostenbudget von 1.000 € bereit. Die Umsetzung im Kehrwiederturm ist für Freitag, den 28. Januar bis Samstag, den 29. Januar geplant. Ideen, Modelle aber auch utopische Entwürfe können noch bis zum 18. Januar eingereicht werden. Wer sich vorher schon einmal im Turm umsehen möchte, kann dies an zwei Besichtigungsterminen: Sonntag, den 9. Januar von 14.00 – 16.00 sowie am Mittwoch, den 12. Januar von 16.00 – 18.00 stehen Turm und die Projektorganisatoren zur Verfügung.

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