(openPR) „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche sondern das Weitergeben der Flamme.“ Deshalb eröffneten die Geschäftsführer der GustoDeluxe GmbH Olaf Feuerstein und Jörg Trilling den ehemaligen Göttinger Ratskeller nun als „Speise- und Schankwirtschaft Bullerjahn im alten Rathaus“. Derzeit herrscht ein massives Ratskellersterben in Deutschland, so die Meinung der beiden neuen Pächter. Deshalb musste ein neues, frisches Konzept her. Gemeinsam mit dem Stadtarchiv und dem städtischen Museum wurde nach einem passenden Namen gesucht – der Bullerjahn und die Geschichte dazu bot sich nahezu an: Rudolf Bullerjahn, städtischer Musikdirektor von 1886 bis 1890 und der Leiter der Musikkapelle des 82. kurhessischen Infanterieregiments, der „schöne Meyer“ lieferten sich einen Kapellwettstreit. Daraus entstand die Tradition des „Bullerjahn“ im Ratskeller - hierzu trafen sich noch bis 1970 Studenten zu Gesangswettbewerben. In nur 8 Monaten Bauzeit wurde das gesamte Restaurant von Grund auf saniert, neue Lüftungstechnik, eine neue Küche und neue sanitäre Anlagen eingebaut. Bis auf die Grundmauern wurde entkernt und dann Stück für Stück wieder mit Leben erfüllt, wobei viele historische Teile erhalten werden konnten. Über insgesamt 235 Plätze verfügt der Bullerjahn nun, aufgeteilt in verschiedene Bereiche wie z.B. die Theke, 2 Emporen rechts und links und die Scharwache. Dem Innenarchitekten Thomas Hinsche von Gastroprojekt in Oldenburg war es wichtig, einen hellen, freundlichen Raum zu gestalten, in dem sich alle wohlfühlen. Das ist ihm gelungen. Helle Eichendielen, massive Eichentische, helle Wände und Säulen geben dem ehemals eher düsteren Raum eine großzügige Atmosphäre. An den Wänden hängen Gemälde berühmter Göttinger wie Götz George, Heinz Erhardt, Carl Friedrich Gauss, Barbara. Alle Kreidezeichnungen wurden vom Künstler Wolfgang Loewe, Lohfelden für den Bullerjahn angefertigt. Nach dem Abriss der Göttinger Brauerei im Brauweg hat nun der historische Brauereistein in der Speise- und Schankwirtschaft Bullerjahn nach der Restaurierung durch einen Steinmetz seinen neuen Platz gefunden. Und das mit gutem Grund: Denn mit dem neuen Bullerjahn ist das neue Göttinger Bier nach Göttingen gekommen. Die Einbecker Brauhaus AG hat für den Bullerjahn einen Relaunch des „Göttinger“ auf den Markt gebracht. Es wird zünftig aus Tonkrügen genossen und für die große Runde am Tisch der Freundschaft kommt dann auch ein „Freundschaftsfass“ – 10 Liter des milden aber trotzdem spritzigen und feinherben Bier auf den Tisch. Im Kontor finden die Gäste regionale Produkte, die Küchenchef Jürgen Engelhardt und Betriebsleiter Matthias Schönfeld auf der Speisekarte stehen haben, liebevoll verpackt zum mit nach Hause nehmen. Weine, Spirituosen, Salz aus der Göttinger Saline und vieles mehr. Es ist die Mischung aus Tradition und Moderne, die die Speise- und Schankwirtschaft Bullerjahn so besonders macht. Diese findet sich nicht nur im Interieur, sondern auch auf der Karte wieder. Hier gibt es gute deutsche Küche, modern interpretiert. Durchaus deftig, ohne schwer zu sein. Küchenchef Jürgen Engelhardt bringt bereits Erfahrung aus verschiedenen Ratskellern mit, hat zuletzt in Bochum und auf Sylt gekocht. Ihm ist die Bodenständigkeit und Ursprünglichkeit seiner Küche wichtig, Soßen und Dressings werden selbst hergestellt, Pommes in Gänseschmalz frittiert – das Brot und der Flammkuchen im großen Backofen hinter der Theke frisch gebacken. „Der Bullerjahn ist wieder ein bisschen die gute Stube Göttingens geworden“ freut sich Heike Thomas, die Gastgeberin, die zuständig ist für die Organisation und Absprache größerer Feiern und Tischreservierungen, eine Woche nach der Eröffnung. Geöffnet ist täglich ab 08.00 Uhr, serviert wird Frühstück, Mittagessen, Kaffeetafel und Abendessen. Die Mittagsangebote sind täglich wechselnd, am Sonntag gibt es wieder den Sonntagsbraten für die ganze Familie.






