(openPR) Die offene Deutsche Meisterschaft im Industrieklettern geht in die 6. Runde. Austragungsort ist zum zweiten Mal in Folge die Kletterhalle No Limit in Leipzig. Dort wird am 12. März 2011 die Crème de la Crème der Höhenarbeiter auflaufen, um den besten, schnellsten, und kompetentesten Seilarbeiter zu ermitteln.
Seit dem vergangenem Jahr gestaltet der Veranstalter FISAT (Fachverband fur seilunterstutzte Arbeitstechniken) den Wettkampf so arbeitsnah wie möglich. Einerseits bewertet die Jury an drei Wettkampfstationen Geschicklichkeit und Schnelligkeit im Seil. Anderereseits mussen die Kombattanten zusätzlich Aufgaben aus dem Alltag eines Industriekletterers bewältigen. Unter den etwa 1.000 Zuschauern der Meisterschaft 2010 war ein Parcours besonders beliebt. Dort mussten alle 23 Starter aus 5 Nationen eine beschmierte Fensterscheibe
mit Wasser reinigen. Dabei zählte nicht nur die Zeit sondern auch das Ergebnis. Fur verschuttetes Putzwasser oder Schlieren auf der Scheibe vergab die Jury Strafpunkte. 2010 holte sich der Ungar Ligeti Márton mit einer konstanten Leistung an allen drei Wettkampfstationen den Meistertitel. Bester Deutscher war der Berliner Knut Foppe auf Rang 5.
Der Arbeitsplatz von Industriekletterern befinden sich in großen Höhen oder Tiefen, die mit herkömmlicher Zugangstechnik wie Kränen oder Hebebuhnen nicht zu erreichen sind. Industriekletterer benutzen Kletterseile, um sich vertikal und horizontal zu ihrem Einsatzort zu bewegen. Das ist aber nur die erste Hurde. Danach kommt der eigentliche Arbeitseinsatz. Hier reicht das Spektrum von einfachen Reinigungsarbeiten an Gebäuden uber Montagen bis hin zu komplexen Wartungsarbeiten an Windkraftanlagen.
Aufgrund der vielfältigen Einsatzgebiete von Höhenarbeitern und der boomenden Branche der Windkraft on- und offshore, wächst der Markt rasant. Beim Verband schlägt sich das in einer verstärkten Nachfrage nach Ausbildungen nieder. Bis Mitte November nahmen die FISAT-Zertifizierer allein 185 Prufungen mit 1100 Teilnehmern ab, sowie 119 Wiederholungsunterweisungen mit knapp 600 Teilnehmern. Besonders die vom FISAT forcierte Standardisierung von Arbeits- und Sicheitsrichtlinien sorgt seit mehr als 10 Jahren dafur, dass das Arbeitsverfahren von Behörden, Berufsgenossenschaften und Auftraggebern als sicher anerkannt wird.
Höhenarbeiter mit FISAT-Zertifikat sind uberall auf der Welt im Einsatz. Sie benutzen erstklassige Ausrustung, und befolgen die höchsten Sicherheitsstandards. Ihre Einsätze sind spektakulär, Unfälle dagegen sehr selten.











