(openPR) Industriekletterer erobern mit Seiltechnik neue Arbeitsfelder
Bochum, September 2009: Sie putzen Fenster an Fernsehtürmen, hängen riesige Werbeplakate an Kaufhäuser, installieren Blitzableiter an Kirchen und sind an Funktürmen zur Stelle, wenn das Handynetz ausfällt – Industriekletterer arbeiten in Schwindel erregender Höhe, nur gesichert durch Seile. Überall dort, wo Gerüste, Kräne oder Gondeln an Grenzen stoßen oder ihr Einsatz einfach zu teuer ist, erledigen schwindelfreie Hochseiltechniker ihren Job. Sie machen die junge Branche nicht nur interessant für Schaulustige, sondern gerade für Absolventen oder Quereinsteiger, die in ihrem Handwerk den gewissen Kick suchen.
Ruhige Hände trotz Adrenalin
Aus der Notwendigkeit, an schwer erreichbaren Arbeitsplätzen Facharbeiten ausführen zu müssen, entstand das seilgestützte Verfahren, und mit dem Industrieklettern ein spezieller Berufszweig. Ob Facility Management, Industriereinigung, technische Wartung, Montage und Demontage oder Baumpflege – „Schwindelfreiheit, ruhige Hände und fachliches Know-how sind bei frei schwebenden Tätigkeiten das A und O“, unterstreicht Spezialist Oli Spilker. Der ausgebildete Seilzugangstechniker und Höhenretter machte sein Hobby zum Beruf: Er setzt mit seiner Bochumer Firma ClimX bereits seit 13 Jahren auf Sicherheit und Qualifizierung beim Klettern. Für diese Ausrichtung steht exemplarisch, „dass sich noch nie ein Mitarbeiter verletzt hat“, berichtet Spilker.
Aug in Aug mit den Vögeln
Dass der neue Duden den Begriff „Industrieklettern“ aufgenommen hat, illustriert die wachsende Bedeutung, die der Beruf genießt. Es gilt, immer neue Herausforderungen zu meistern. Oli Spilker kommentiert seinen Schritt in die Selbstständigkeit: „Immer an der frischen Luft, auf Augenhöhe mit den Vögeln, verschiedene Bereiche und spannende Aufgaben, die den Kopf fordern – das bringt Spaß und hält fit.“











