(openPR) Zwei Auszeichnungen für Ueberholz-Projekte auf der Light & Building
Die Lichttechnik-Spezialisten BOCOM und Kreon gingen auf der diesjährigen Fachmesse Light & Building 2010 mit besonders augenfälligen Auftritten an den Start. Maßgeblich daran beteiligt war jeweils das Büro für temporäre Architektur von Nico Ueberholz, das sich deshalb kurz vor Weihnachten gleich doppelt freuen durfte. Denn: Beide Stände wurden jetzt hochkarätig prämiert - Kreon mit dem begehrten "red dot", BOCOM mit einem Preis beim Wettbewerb "Gute Gestaltung" des Deutschen Designer Clubs (DDC). Der Exhibition-Designer aus Wuppertal setzt damit die lange Reihe seiner nationalen und internationalen Auszeichnungen fort, zu denen jüngst auch der "Faces of Design Award 2010 gehörte.
Individuelle Gestaltung zum Preis eines Systemstandes
Besondere Zufriedenheit löste beim Ueberholz-Team die Wertschätzung der Experten-Jury des DDC für den BOCOM-Auftritt aus. Schließlich steht der nur 60 Quadratmeter große Stand in der Wettbewerbskategorie "Raum/Architektur" damit auf einer Stufe mit Prestigeobjekten wie dem Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Shanghai. "Es war immer unser Anspruch, auch mit kleinen Budgets individuelle Designlösungen in der teporäten Architektur zu schaffen", so Ueberholz. Und genau darum ging es auch im Falle BOCOM: Das Unternehmen, dessen Farblichtsteuerungen unter anderem im ISS-Dome in Düsseldorf oder beim Bühnenbild von "Deutschland sucht den Superstar" eingesetzt werden, wünschte sich eine gegenüber vorherigen Auftritten reduzierte Präsentation seiner Produkte, ohne an Publikumsaufmerksamkeit zu verlieren.
Ueberholz löste diesen Widerspruch auf, indem er alle Exponate in Funktion auch gleichzeitig als Bestandteil der Standinszenierung einsetzte. So wurden beispielsweise BOCOM-LED-Planes in die Rückwand eingelassen und LED-Bühnenstrahler zur indirekten Ausleuchtunng der weißen Stoffdecke genutzt. Innovative Leuchtmittel wiederum werden auf Plexiglassäulen in fünf Produktthemen-Farben wie Juwelen präsentiert und prägen damit die Atmosphäre. Im Ergebnis bleibt damit trotz der begrenzten Grundfläche Platz für einen fünf Meter langen Tisch mit Vitrinenschacht als großzügigem Kommunikations- und Bewirtungspunkt. Im Ergebnis ein effektvoller, individueller Messestand, den Ueberholz zum Preis einer Systzemlösung von der Stange realisierte: Im Ergebnis kam man mit einem Budget von nur 14.000 Euro aus!
Architektonische Beleuchtung als Herausforderung
Mit einer ganz anderen Aufgabenstellung und Größenordnung hatte es Ueberholz in der Zusammenarbeit mit Kreon zu tun: Der belgische Hersteller architektonischer Beleuchtungselemente legt größten Wert auf ein konsequentes Corporate Design und entwickelt auf dieser Basis in Eigenregie seine Messestände, in denen Kreon-Beleuchtungssysteme mit dem Raum in Dialog treten. "Mit Ueberholz haben wir einen Partner gefunden, der der Projektplanung und den Konstruktionsdetails die gleiche Beachtung schenkt wie wir", so Kreons Art Director Kristof Pycke über die Entscheidung für die Wuppertaler, als es um die Umsetzung seines Standentwurfs ging.
Dessen Ziel war es, Kunden in eine Kulisse aus Raum, Licht und Details eintauchen zu lassen, die Kreons Vision von architektonischer Beleuchtung spürbar macht: Leuchten, die im Raum nicht dominant sind, sondern im Dialog mit ihrer Umgebung für Licht, Atmosphäre und Komfort sorgen. Auf 306 Quadratmetern entfalten sich dazu in schwarz und weiß gestrichene Wand- und Deckenscheiben, die einander überschneidende Bereiche bilden. In den so entstehenden Nischen kommen Kreon-Produkte zur Ausleuchtung der Konstruktion zum Einsatz. Der in alle Richtungen begrenzte und doch spannende Raum schließt dabei messetypische Störfaktoren wie die Hallendecke und Nachbarstände aus.
Absolut glatte Flächen ein Muss
Ein ausgeklügeltes Konzept, dessen Realisierung besondere konstruktive Herausforderungen stellte - vor allem beim Bau von Wänden und Decken. "Belastbare Unterkonstruktionen bei frei tragenden Decken in so großer Spannweite zu schaffen, war schwierig", schildert Ueberholz das Hauptproblem. Gelöst wurde es, indem man die Decken komplett abständerte und auf Abhängungen verzichtete. Ähnlich knifflig war die Herstellung der Oberflächen. Ueberholz: "Sie mussten wirklich zu hundert Prozent glatt sein. Jede Unebenheit hätte sich als Schattenwurf gezeigt." Und das wäre fatal gewesen, da Kreon gemäß seines Selbstverständisses die komplexen Lichteffekte naturgemäß störungsfrei präsentieren wollte.
Mit dem Ergebnis waren am Ende beide Partner zufrieden: ein opulenter Stand, der mit seinen Details Lichtplaner und Architekten gelichermaßen inspirierte! Und nicht zuletzt auch die Jury des "red dot", die den Auftritt in der Kategorie "Kommunikationsdesign" prämierte.













