(openPR) 10. Oktober 2003 - Zur Praesentation des ersten nationalen Bildungsberichts durch die Kultusministerkonferenz (KMK) am heutigen Freitag erklaert der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Joerg Tauss:
Brauchen wir - nach TIMSS, PISA, PISA-E und OECD-Studie noch einen weiteren Bericht ueber den Zustand unseres Bildungssystems? Die Antwort ist eindeutig ja. Denn es kann nicht sein, dass wir immer nur aus den Erkenntnissen internationaler Studien lernen, wie es um unser Bildungssystem steht. Eine uebergreifende und kontinuierliche Berichterstattung zur Entwicklung des Bildungswesens in Deutschland ist ueberfaellig.
Die Bundesregierung hat den Laendern deshalb schon seit laengerem vorgeschlagen, gemeinsam ein solches Berichtswesen aufzubauen und mit der Erarbeitung des Berichts einen fest installierten, unabhaengigen Sachverstaendigenrat Bildung zu betrauen. Wir fordern die Laender auf, sich diesem Angebot des Bundes nicht laenger zu widersetzen und gemeinschaftlich einen wichtigen Baustein fuer den notwendigen Reformprozess im Bildungswesen voranzubringen.
Das von der Bundesregierung initiierte Forum Bildung, in dem Bund und Laender gemeinsam Empfehlungen zur Reform des Bildungswesens entwickelt haben, hat einen solchen Bericht noch vor Erscheinen der PISA-Studie fuer dringend erforderlich gehalten. Auf Initative der Koalitionsfraktionen hat der Bundestag bereits im Sommer 2002 einen entsprechenden Beschluss gefasst.
So begruessenswert es ist, dass die KMK sich dies jetzt zu eigen gemacht hat, so interessant auch die in kurzer Zeit zusammengetragenen Ergebnisse des wissenschaftlichen Konsortiums sind, der vorliegende Bericht greift leider ganz eindeutig zu kurz. Es ist nicht den Autoren des Berichts, sondern der unbegruendeten Hektik der KMK anzulasten, dass wichtige Teile des Bildungswesens nahezu voellig ausgeblendet bleiben und der Bericht allenfalls einen kleinen Ausschnitt des Zustands unseres Bildungssystem liefert.








