openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Psychologische Hürden bei der IT-Prozessautomation

20.12.201013:55 UhrIT, New Media & Software

(openPR) (Köln, 20.12.2010) Auch wenn die Automation der IT-Prozesse einen erheblichen Nutzen wie höhere Effizienz und Qualität in der IT-Organisation verspricht, setzt sie sich in der Praxis vergleichsweise mühsam durch. Nach den Erkenntnissen der Consultants der Ogitix AG tragen auch psychologische Aspekte eine Schuld daran:



1. Schwerer Abschied von Gewohnheiten: Nirgendwo wirken lange praktizierte Verhaltensmodelle widerständiger gegen Veränderungen als bei den Prozessen. Diese Erfahrung hat auch gemacht, wer sich um eine Standardisierung bemüht hat. Selbst die Einführung von ITIL änderte häufig wenig daran, dass abseits der definierten Abläufe die sogenannten Hey-Joe-Prozesse weiterhin gepflegt werden. Dies gilt auch für die Automation, weil ein Abschied von manuell gesteuerten Abläufen zwangsläufig mit einem Abschied von Gewohnheiten einhergeht.

2. Sichereres Gefühl beim manuellen Handling: Auch wenn die Firmen inzwischen in einer sehr digitalisierten Welt mit einer Vielzahl elektronischer Prozesse leben, scheint das manuelle Tun bei den Handelnden in der IT immer noch ein größeres Vertrauen als technisch automatisierte Prozesse auszulösen. Die Transparenz ist größer, die Aktionen und Reaktionen sind relativ sichtbar, mögliche Probleme scheinen einfacher erkennbar zu sein. Dadurch bleibt der Prozess und bekommt ein konkretes Gesicht, während die nach festen Regeln funktionierende Automation von Abläufen relativ abstrakt empfunden wird. Kontroverserweise zeigt die Erfahrung aus realisierten Projekten aber, dass sich die Beteiligten bei proaktiver Unterstützung durch eine Software zur IT-Prozess-Automation entlastet und sicherer in ihrem Handeln fühlen.

3. Es werden zu große Projekte befürchtet: Die Agenda der IT-Manager mit wichtigen Vorhaben ist sowieso schon umfangreich genug, deshalb treten sie früh auf die Bremse, selbst wenn sie die Prozessautomation als notwendig erachten. Ihre zurückhaltende Priorisierung gründet auf der Befürchtung, damit – abgeleitet aus den vielfach sehr umfangreichen Projekten für das Business Process Management – eine sehr komplexe Maßnahme zu initiieren. Dabei besteht keinerlei Notwendigkeit dazu und ist es im Gegenteil sogar vorteilhafter, mit überschaubaren Teilprojekten sukzessive vorzugehen und Erfahrungen in den Folgeschritten zu nutzen.

4. Angst vor starren Prozessen: Die IT-Organisation weist üblicherweise eine hohe Dynamik auf und muss sich deshalb sehr flexibel zeigen. Eine Prozessautomation steht, so eine verbreitete Meinung, im Widerspruch dazu. Aber nur auf den ersten Blick, weil sich Workflows mit den heutigen Technologien per Mausklick sehr einfach modifizieren lassen, also keine Gefahr für statische Prozesse besteht. Entsprechend notwendige Ausnahmen können so im laufenden Betrieb sukzessive aufgenommen werden und ermöglichen so nach wie vor eine Flexibilität.

5. Automation wird mit Reorganisation gleichgesetzt: Durch die Geschichte der IT zieht sich wie ein roter Faden die Automatisierung, und zwar sehr häufig von mehr oder minder umfangreichen organisatorischen Veränderungen begleitet. Daraus leitet sich vielfach die Einschätzung ab, auch bei der Prozessautomation würde dieses Schicksal zuschlagen. Dabei soll sie die Abläufe aufwandsarmer, schneller und sicherer gestalten, nicht jedoch eine Umgestaltung der organisatorischen Verhältnisse in der IT bewirken.

6. Großer Respekt vor den Auswirkungen für die Infrastruktursysteme: Die IT-Prozesse laufen nicht unabhängig von technischen Systemen, also spielen sie auch unmittelbar in Automationsabsichten hinein. Aus diesem Zusammenhang abgeleitet steht häufig die Befürchtung im Raum, dass mit der Prozessautomation Eingriffe in die IT-Landschaft erforderlich werden. Dabei bieten sich Wege an, bei denen die vorhandenen IT-Systeme unangetastet bleiben und auch keine neuen Integrationshürden entstehen.

7. Geringe Lust auf weitere Abhängigkeiten von externem Know-how: Im Rahmen ihrer Sourcing-Strategien versuchen IT-Verantwortliche gerade, ihren bislang vielfältigen Bedarf an externem Know-how überschaubar zu bündeln. Da empfindet man die Hinwendung zur toolgestützten Prozessautomation als kontraproduktiv, weil geglaubt wird, dass damit wieder neue Spezialkompetenzen eingekauft werden müssen. Dabei können Technologien zur Prozessautomation gewählt werden, die ohne externes Know-how auskommen und beim Einsatz mittels gängiger Methoden und Techniken in eigener Regie realisierbar ist.

„Diesen psychologischen Hemmschwellen steht die Einschätzung der IT-Manager gegenüber, dass die Prozessautomation erforderlich ist, um ihren Beitrag zur Erfüllung der steigenden Effizienzziele zu leisten“, urteilt Ogitix-Vorstand Ingo Buck. Und je mehr die Prozessorientierung zur Selbstverständlichkeit in der IT-Organisation werde, desto deutlicher würden auch die Handlungserfordernisse, ist er sich sicher. „Manuell gesteuerte Prozesse sind eine Ressourcenkiller, deshalb kommt auf Dauer niemand an einer Automation vorbei.“

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 496346
 723

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Psychologische Hürden bei der IT-Prozessautomation“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von OGiTiX AG

Vielfach Unzufriedenheit mit dem Benutzermanagement
Vielfach Unzufriedenheit mit dem Benutzermanagement
(Langenfeld, 19.08.2011) In den Unternehmen des deutschsprachigen Raums besteht seitens der Benutzer bzw. Fachabteilungen nur eine sehr begrenzte Zufriedenheit mit dem Ablauf und der Fehlerquote bei der Beantragung oder Änderung von Benutzerrechten. Nach einer aktuellen Auswertung des User Management Index (UMI) der Ogitix AG, über den die konkreten Bedingungen in über 200 Unternehmen analysiert wurden, registrieren die Firmen zudem einen hohen Nachbearbeitungsaufwand. Nach diesen Auswertungen des UMI besteht nur in drei von fünf Fällen ein…
Self Services für IT-Dienste bekommen Hochkonjunktur
Self Services für IT-Dienste bekommen Hochkonjunktur
(Köln, 21.03.2011) In den Unternehmen ziehen Self Service-Portale ein, über die Mitarbeiter an ihrem IT-Arbeitsplatz eigenständig über automatisierte Prozesse IT-Dienste bestellen und zum Einsatz bringen können. Nach einer Erhebung der Ogitix AG wollen bis in zwei Jahren rund zwei Drittel der Unternehmen über 50 Mio. Euro Umsatz solche Self Services anbieten. Konkret sind sie derzeit in jedem fünften Unternehmen entweder schon eingeführt oder befinden sich in der Realisierung. Zudem planen aktuell 19 Prozent den Einsatz solcher Lösungen, wei…

Das könnte Sie auch interessieren:

Workflow des Monats zu gewinnen
Workflow des Monats zu gewinnen
(Köln, 14.06.2010) Die auf Lösungen zur einfachen Prozessautomation spezialisierte Ogitix Software AG startet im Juni eine Kampagne mit der Verlosung von professionellen IT- oder Business-Workflows. Sie wird bis Mitte kommenden Jahres monatlich durchgeführt. Pro Monat wird unter den Teilnehmern ein nach individuellen Wünschen konzipierter Workflow kostenlos zur Verfügung gestellt. Er enthält jeweils vom anwenderspezifischen Design des Prozessablaufs über die notwendige technische Plattform für die automatisierte Prozesssteuerung samt der Impl…
Fallbeispiel: Domain-Migration und Mittelstand
Fallbeispiel: Domain-Migration und Mittelstand
… Mitarbeitern direkt vor Ort umgestellt. Die restlichen Standorte wurden remote migriert, was dank Einsatz der Sophos-RED-Technologie effizient und zeitsparend möglich war. Trotz aller Hürden konnte das umfangreiche Projekt erfolgreich und pünktlich abgeschlossen werden. Im Schnitt wurden lediglich zwei Tage je Standort in Anspruch genommen. „Die erfolgreiche …
Juni-Gewinner beim Workflow des Monats steht fest
Juni-Gewinner beim Workflow des Monats steht fest
(Köln, 20.07.2010) Die Deutsche Anlagen-Leasing GmbH hat die Juni-Auslosung des Workflow des Monats gewonnen. Sie erhält einen professionellen Benutzer- und Berechtigungsworkflow für das User-Lifecycle-Management einschließlich des Automations-Tools für eine dauerhafte Nutzung zur Verfügung gestellt. Durchgeführt wird diese monatliche und im Juni erstmals gestartete Aktion von der Ogitix Software AG, einem auf Lösungen zur einfachen Prozessautomation spezialisierten Softwarehaus. Die Teilnehmer müssen für die Verlosung von professionellen I…
Schnelle IT-Prozessautomation und Service Automation mit xTigo JumpStart erleben
Schnelle IT-Prozessautomation und Service Automation mit xTigo JumpStart erleben
… sich dabei weder zu einer Lizenzabnahme noch zu weiteren Dienstleistungen. „Durch die Testinstallation ‚JumpStart‘ wird anhand konkreter Prozesse erlebbar gemacht, welchen Nutzen die IT-Prozessautomation bietet und wie einfach sie sich mit unserer Lösung umsetzen lässt“, erläutert xTigo-Vorstand Ingo Buck die Vorteile. „Sie führt sofort zu einem verwertbaren …
Manuelle Handgriffe beherrschen noch die Unternehmensprozesse
Manuelle Handgriffe beherrschen noch die Unternehmensprozesse
(Köln, 05.07.2010) Die Prozesse in den Unternehmen erfolgen in hohem Maß noch manuell statt automatisiert. Dies gilt nach einer Erhebung der Ogitix AG unter mehr als 400 Unternehmen sowohl für die IT als auch für die Business-Bereiche. Ursache ist vor allem die Befürchtung, dass Automationsziele zu aufwendigen Projekten führen. Aber auch fehlende finanzielle Mittel für eine umfangreiche Prozessautomation sowie eine Konzentration auf andere Maßnahmenplanungen gehören zu den Hinderungsgründen. Tendenziell weisen die Business-Abteilungen gegen…
Ogitix mit Online-Planspiel zur Prozessautomation
Ogitix mit Online-Planspiel zur Prozessautomation
(Leverkusen, 07.09.2010) Die Prozesse in den Unternehmen erfolgen nach einer kürzlich durchgeführten Studie der Ogitix AG in hohem Maß noch manuell statt automatisiert. Dies gilt sowohl für die IT als auch für die Business-Bereiche. Zur Unterstützung der Unternehmen hat das Softwarehaus ein Online-Planspiel (http://ogitix.de/unternehmen/services/planspiel-prozessautomation) veröffentlicht, mit dem man auf spielerische Weise das eigene Anforderungsprofil für eine Lösung zur Prozessautomation entwickeln kann. Der Benutzer durchläuft dabei alle …
Mit Jump-Start die Benutzerverwaltung kinderleicht automatisieren
Mit Jump-Start die Benutzerverwaltung kinderleicht automatisieren
… in der Praxis das Handling bei der Gestaltung, Änderung und Zusammenführung von Workflows als relativ kompliziert“, beschreibt Ogitix-Vorstand Markus Förster die typischen Hürden. „Mit ‚Ogitix unimate‘ wird die Prozessautomation nun tatsächlich kinderleicht.“ Dies resultiert aus einem Konzept, bei dem die für unterschiedliche Aufgaben vorhandenen Managementtools …
Savills vermittelt neuen Standort für IT-Dienstleister in Berlin
Savills vermittelt neuen Standort für IT-Dienstleister in Berlin
Zur Optimierung ihrer Bürofläche bezieht die Gesellschaft für Informationssysteme und Prozessautomation mbH (GIPA) neue Räume in Berlin-Charlottenburg. In der Carnotstrasse 4 mietet der IT-Dienstleister ca. 400 m² Bürofläche. Die GIPA bietet seit über 25 Jahren innovative IT-Lösungen für die Entsorgungswirtschaft. Die Gesellschaft für Informationssysteme und Prozessautomation mbH (GIPA) wurde von Savills, einem der führenden, weltweit tätigen Immobiliendienstleistungs-Unternehmen, der Eigentümer von der EPM Assetis GmbH als Property Manag…
IT-Prozessautomation im IT-Management hat hohe Priorität
IT-Prozessautomation im IT-Management hat hohe Priorität
(Leverkusen, 19.01.2010) Die IT-Prozessautomation im IT-Management spielt für die Unternehmen eine immer größere Rolle. Nach den Ergebnissen einer Erhebung durch das Leverkusener Beratungshaus Centracon gehört sie bei einem Viertel der fast 200 befragten Firmen zu den drei strategisch wichtigsten Handlungsfeldern, weitere 37 Prozent zählen sie zu den …
Experten-Workshop von centracon zur IT-Prozessautomation in Köln
Experten-Workshop von centracon zur IT-Prozessautomation in Köln
(Leverkusen, 11.01.2010) Die IT-Prozessautomation im IT-Management spielt nach einer kürzlich durchgeführten Erhebung des Beratungshauses centracon für die Unternehmen eine immer größere Rolle. Sie gehört inzwischen für drei von fünf Firmen zu ihren fünf strategisch wichtigsten Handlungsfeldern. Besonders wichtig ist ihnen dabei die Rationalisierung …
Sie lesen gerade: Psychologische Hürden bei der IT-Prozessautomation