(openPR) Die positiven Nachrichten aus der Handelsschifffahrt häufen sich. Wer von den wieder anziehenden Wachstumsraten der Volkswirtschaften und des internationalen Seehandels antizyklisch profitieren will, sollte jetzt nach einer neu emittierten Schiffsbeteiligung gucken.
"Hamburger Hafen hakt Krise ab!" "Der Welthandel wächst kräftiger als erwartet!" "Hafen Rotterdam wieder auf Vorkrisenniveau!" "Asiens Aufschwung setzt die deutsche Wirtschaft unter Dampf!" So oder ähnlich lauteten in den vergangenen Wochen und Monaten die Schlagzeilen in der Wirtschaftspresse. In der Tat läuft es derzeit wieder prächtig in der Weltwirtschaft und im internationalen Handel - mit den großen Volkswirtschaften Asiens als Lokomotive. Dies zeigen zahlreiche Indikatoren, wie Zunahmen von Bruttoinlandsprodukten, Bilanzen von Logistikunternehmen, Airlines sowie Reedereien, die ansteigenden Umschlagzahlen von Seehäfen und - last but not least - die Entwicklung in der internationalen Handelsschifffahrt.
"Die Wirtschaft brummt, die Containerschiffe sind wieder voll. Das wird sich so schnell nicht ändern."
So ist beispielsweise die Zahl der so genannten "Auflieger", der beschäftigungslos auf dem Meer oder an Kaimauern dümpelnden Frachter, bis Oktober weiter gesunken auf nur noch rund 130 Schiffe; im 1. Quartal 2009 hatte deren Zahl noch bei rund 580 gelegen. Entsprechend gestiegen sind mit der Beschäftigung auch die Charterraten: Sie haben sich seit dem Höhepunkt der globalen Wirtschaftskrise, als bspw. Containerschiffe der Panamax-Klasse nur noch zwischen 4.000 und 6.000 USDollar pro Tag verdienten, teilweise fast vervierfacht. Zwar schließen die Branchenexperten für die kommenden Monate auch erneute Rückgänge nicht aus, doch im Laufe des nächsten Jahres sollte das Vorkrisenniveau dann wieder erreicht werden.
Eine so schnelle Aufwärtsentwicklung hat die Hafenwirtschaft nicht erwartet.
ContainerHintergrund dieser Entwicklung ist der überraschend starke Anstieg des Welthandels, der nach aktuellen Prognosen der Welthandelsorganisation WTO in diesem Jahr um 13,5% zulegen wird, nachdem er im vergangenen Jahr noch 12,5% eingebüßt hatte. Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik ISL in Bremen geht denn auch davon aus, dass der Containerumschlag im laufenden Jahr über 12 Prozent steigen wird. Die großen Seehäfen in Europa jedenfalls überbieten sich derzeit mit Erfolgsmeldungen. So stieg der Güterumschlag im Hamburger Hafen im ersten Halbjahr 2010 um 8 Prozent auf 58,6 Millionen Tonnen, "eine so schnelle Aufwärtsentwicklung hat die Hafenwirtschaft nicht erwartet.", teilte der Zusammenschluss maritimer Unternehmen der Hansestadt dazu mit.
Noch besser sehen die Zahlen in Europas größtem Hafen Rotterdam aus. Bei den Niederländern legte der Umschlag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 14,8 Prozent auf 213 Millionen Tonnen zu, und Generaldirektor Hans Smits von der Rotterdamer Hafengesellschaft verweist als Begründung auf den expandierenden Welthandel von Ländern wie China und Deutschland. Der wiederum dürfte künftig noch weiter zunehmen.
Schon heute ist die Volksrepublik für Deutschland der größte Warenimporteur. Und nach Informationen der "Financial Times Deutschland" steigt China bereits im kommenden Jahr zum zweitgrößten Absatzmarkt der deutschen Warenwirtschaft auf. Der Wert von Produkten "Made in Germany" für das Reich der Mitte wird dann rund 66 Milliarden Euro betragen, mithin fast doppelt so viel wie noch im vergangenen Jahr, als die Ausfuhren dorthin bei 36,5 Milliarden Euro lagen. Damit überholen die Chinesen als Handelspartner Deutschlands erstmals die USA, Großbrittannien und die Niederlande. Und dieselbe Tendenz gilt auch für die Wirtschaftsbeziehungen der Volksrepublik mit anderen Volkswirtschaften. In der Folge haben die chinesischen Häfen im 1. Quartal 2010 so viele Container wie nie zuvor umgeschlagen, und zwar knapp 32 Mio. TEU. Das entspricht einer Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 25 Prozent. Den ersten Platz als Exportmarkt halten im übrigen die Franzosen - zumindestens vorläufig noch.
SchiffReedereien, See- und Luftfrachtunternehmen sowie die Häfen bleiben somit mittel- und langfristig die großen Gewinner der Globalisierung. Denn mit jedem Prozent Zuwachs an Wirtschaftsleistung, so eine über Jahrzehnte bewährte Faustformel der Experten, steigt das internationale Frachtaufkommen um 2 bis 3 Prozent. Und ebenso erfreulich für die Handelsschifffahrt sind die kontinuierlichen Bemühungen der international agierenden Unternehmen um höhere Kosteneffizienz: In deren Rahmen ersetzen sie auf bestimmten Routen zunehmend die teure Luftfracht durch günstige Seetransporte.
Laut Studie des ISL stellt sich die Situation aufgrund der erwarteten Flottenentwicklung (mit Neubauten und Verschrottungen) insbesondere für Containerschiffe der Feedergröße zwischen 1.000 und 2.000 TEU vergleichsweise positiv dar: Im optimistischen Fall wären quasi alle Schiffe - also selbst ältere, weniger effiziente - Ende nächsten Jahres in Vollbeschäftigung, im schlechtesten Szenario dagegen spätestens Mitte 2013.
Für vorausschauend denkende und agierende Anleger ist jetz also ein optimaler Einstieg geschaffen.
(Quellen: Dr. Peters, eigene Recherchen)











