(openPR) Barriere für körperfremde Zellen: das Immunsystem ist das biologische Abwehrsystem des Körpers. Es ist ein komplexes Netzwerk aus Organen und einem Heer verschiedener Zellen. Bei allen höheren Lebewesen, also auch bei den Pferden, ist das Immunsystem verantwortlich für die Schadstoffabwehr und die Gesunderhaltung des Organismus.
Immunzellen werden im Darm, im Blut und im Knochenmark gebildet. Sie befinden sich im Gewebe und zirkulieren in den Blutgefäßen und Lymphbahnen des Körpers. Die Immunzellen haben eine wichtige Eigenschaft: Sie können körpereigene Zellen von Fremden unterscheiden. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so schlägt das Immunsystem Alarm und die "Gesundheitsfeuerwehr" des Körpers rückt aus, um den Eindringling zu bekämpfen.
Dies ist zuallererst Aufgabe der Makrophagen, der sogenannten Fresszellen. Sie identifizieren einen Erreger, auch wenn er noch nie mit dem Körper in Kontakt gekommen ist, anhand typischer Merkmale, die alle Krankheitserreger gemeinsam haben. Der Eindringling wird erkannt und von den Makrophagen "gefressen". Diese Zellen nehmen aber nicht nur den fremden Krankheitserreger in sich auf, sondern entwerfen auch seinen "Steckbrief", um ihn bei weiteren Attacken noch besser bekämpfen zu können. Dazu bilden sie an ihrer Oberfläche Bruchstücke des aufgenommenen Erregers ab. Auf diese Weise erhalten andere Immunzellen die Information, auf welchen Erreger sie sich in Zukunft spezialisieren müssen. Dringt der gleiche Erreger zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in den Körper ein, können sich die Spezialisten nun um seine Beseitigung kümmern. Solche spezialisierten Zellen entstehen auch nach einer Impfung und können im Falle einer Infektion sofort reagieren und den Körper schützen.
Die Immunzellen kümmern sich auch um die Beseitigung abgestorbener Zellen oder besorgen die Eliminierung veränderter Körperzellen. So werden z. B. in den Lymphknoten, die man sich als kleine Filterstationen im Körper vorstellen kann, Krankheitserreger, tote Zellen oder Tumorzellen erkannt und gefiltert. So geht eine Infektion oftmals mit einer Vergrößerung der Lymphknoten einher - ein Zeichen dafür, dass die kleinen Filter auf Hochtouren arbeiten.
Die Leistungsfähigkeit des Immunsystems entscheidet, ob das Pferd krank oder gesund ist. Faktoren, die entscheidenden Einfluss auf den Zustand des Immunsystems haben, können wir als Pferdebesitzer beeinflussen. Eine artgerechte Haltung, mit ausreichender Bewegungsmöglichkeit und optimaler Ernährung schafft die besten Voraussetzungen für ein gesundes und leistungsfähiges Pferd. Kurz: Je eher es uns gelingt, unser Pferd so zu halten, wie in seinem ursprünglichen natürlichen Lebensraum in Steppe oder Tundra, desto gesünder wird unser Pferd sein.
Das Pferd als Fluchttier hat einen enormen Bewegungsbedarf. In freier Wildbahn legte es je nach Lage der Wasserstellen täglich bis zu 25 km zurück. Wissenschaftler stellten fest, dass Pferde, die konzentriertes Futter - also Kraftfutter - bekommen, einen noch größeren Bewegungsdrang haben, als ihre freilebenden Vorfahren. Diesem erhöhten Bewegungsdrang müssen wir als Pferdehalter Rechnung tragen. Das heißt, man sollte den Tieren auch außerhalb des täglichen Trainings ausreichend Bewegungsmöglichkeiten verschaffen, damit sie sich rundum wohlfühlen können. Bewegung im Freien an der frischen Luft ist auch für den empfindlichen Atmungsapparat unerlässlich und ausreichend Licht ist ein Muss für die Psyche des Pferdes.
Absolute "Wohlfühlfaktoren" sind neben ausreichender Bewegung insbesondere auch der Kontakt zu Artgenossen. Ideal ist eine feste Herdensituation zur Pflege sozialer Kontakte, zur gemeinsamen Futterausnahme oder der gegenseitigen Fellpflege.
Auch die Stallhygiene spielt eine wichtige Rolle. Eine Matratzenstreu ist unbedingt zu vermeiden. Die Kotplätze bzw. die Box sollten mindestens täglich gereinigt werden. Das Pferd ist ein sauberes Tier, dessen Instinkt ihm sagt, sich von den eigenen Kotplätzen fernzuhalten, denn dies ist der Ort, an dem sich Bakterien, Parasiten und Pilze mit Vorliebe aufhalten.
Niemals wird man den Pferdestall klinisch rein halten können, doch können Stämme guter Mikroorganismen dafür sorgen, die krankmachenden Keime zu unterdrücken und zu minimieren. So kommt das Pferd mit deutlich weniger potenziellen Krankheitserregern in Kontakt, die die Abwehr des Immunsystems fordern. Solch eine "biologische Desinfektion" empfiehlt sich täglich nach dem Misten mit einer Lösung aus Wasser und effektiven Mikroorganismen. Die effektiven Mikroorganismen mindern die Anzahl potenzieller Krankheitserreger im Stall und unterdrücken Fäulnisbakterien. Dies sorgt für bessere Luft im Stall, die auch den empfindlichen Atemwegen zugute kommt.
Viele Schadstoffe und Keime gelangen über den Verdauungstrakt in den Körper des Pferdes. Der Darm ist deshalb die wichtigste Barriere gegen Eindringlinge. Über 80 Prozent der Immunzellen sind im Darm angesiedelt. Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate sowie Vitamine und Mineralstoffe werden hier von schädlichen Stoffen getrennt. Die guten Stoffe gelangen in den Körper, Schadstoffe und unerwünschte Keime werden gebunden und ausgeschieden. Neben der Abwehrarbeit im Darm selbst werden in der Darmschleimhaut Immunzellen produziert, die über die Lymphbahnen im Körper verteilt werden. Solange der Darm gesund ist, und sich die Mikroorgansimen im gewünschten Gleichgewicht befinden, haben es Krankheitserreger schwer, in den Organismus zu gelangen. Doch die Darmgesundheit ist entscheidend von der aufgenommenen Nahrung abhängig.
Das Verdauungssystem des Pferdes ist eine komplizierte Gruppierung von Organen, abgestimmt auf die Lebensweise frei weidender Tiere, die sich in Steppe und Tundra von Rinden, Blättern, Knospen, Blüten, Kräutern, Früchten, Gras, Knollen und Samen ernährten. Heute erhalten Pferde eine Ration aus Heu oder Silage und 2-3 Mal täglich Kraftfutter. Konzentriertes Getreide gehörte nicht zur Nahrung, an die sich der Verdauungstrakt des Pferdes über Hunderte von Jahren angepasst hat.
Auch einseitig zusammengesetztes Raufutter entspricht nicht dem ursprünglichen Nahrungsangebot des Pferdes, aber es wird den natürlichen Nahrungsansprüchen noch am ehesten gerecht. Raufutter bildet die wichtigste Komponente einer Futterration nicht frei lebender Pferde und ist die gesündeste Nahrungsquelle, die wir unserem Pferd zur Verfügung stellen können.
Eine wichtige Rolle bei der Verdauung spielt der sogenannte ph-Wert. Er gibt an, wie "sauer" das Milieu ist, in dem die Futterverwertung stattfindet. An verschiedenen "Stationen" des Verdauungsprozesses hat der Nahrungsbrei einen unterschiedlichen ph-Wert, um optimal verwertet zu werden.
Gelingt es, über das Futter die Darmflora so zu beeinflussen, dass eine Situation entsteht, die dem natürlichen Zustand in Steppe und Tundra nahe kommt, wird der Darm nicht durch einen falschen pH-Wert geschädigt. Entsprechend leistungsfähig arbeitet das Immunsystem und der allgemeine Gesundheitsstatus des Pferdes verbessert sich.
Die Gabe effektiver Mikroorganismen kann hier einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit des Pferdes leisten, egal welcher Rasse, welcher Leistungsstufe oder welchen Alters. Effektive Mikroorganismen sind verschiedene positive Stämme von Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien, die sich bereits in unterschiedlicher Zahl im Organismus des Pferdes befinden. Durch die Fütterung mit effektiven Mikroorganismen versetzter Futtermittel erhalten die körpereigenen Mikroorganismen gezielt Verstärkung. Mit effektiven Mikroorganismen aufgewertetes Futter verbessert die Bioverfügbarkeit der zugeführten Nähr- und Wirkstoffe. Auch das Darmmilieu und die Bakterienbesiedlung in der Darmschleimhaut werden gefördert.
Eine solchermaßen aktivierte und ausgeglichene Darmflora ist besser in der Lage, den optimalen pH-Wert sicherzustellen. Schädliche Stoffe werden erkannt und eliminiert und es können zum Schutz des Organismus genügend Immunzellen in der Darmschleimhaut gebildet werden. "Nebenbei" gewährleisten die effektiven Mikroorgansimen die Synthese verschiedener Vitamine, Aminosäuren und Enzyme verhindern ein Ansiedeln von aufgenommen, krankmachenden Keimen in der Darmschleimhaut.
Bei einem gesunden Verdauungstrakt arbeitet auch das Immunsystem des Pferdes optimal. Das Tier hat so beste Voraussetzungen, Krankheitserreger bis zu einem gewissen Grad selbständig und erfolgreich zu bekämpfen. Um den Verdauungstrakt weitestgehend gesund zu halten, ist eine vielseitige, leistungsangepasste Ernährung in Verbindung mit effektiven Mikroorganismen bestens geeignet und eine effiziente Möglichkeit der Gesundheitsvorsorge.
Neben der Ernährung hält eine keimarme Umgebung, ausreichend Weidegang, angemessene Bewegung und wenn möglich eine stressfreie Umgebung Ihr Pferd fit und gesund.











