(openPR) Erster Düsseldorfer Coworking Space “GarageBilk” eröffnet – Wirtschaftsförderung übergibt Schlüssel aus über 1.000 Legosteinen an Kreative
Düsseldorf. 26. November 2010
Zusammen arbeiten, ohne in einer gemeinsamen Firma sein zu müssen, das ist die Idee hinter Coworking. Kreative, Freiberufler, Startups und “digitale Nomaden” können diese neue Form des Arbeitens jetzt auch in Düsseldorf für sich entdecken.
Am Donnerstag (25.11.2010) wurde der Coworking Space “GarageBilk” in Düsseldorf eröffnet. Auf mehr als 200 Quadratmetern stehen ab sofort für Interessenten flexibel anmietbare Büroflächen zur Verfügung.
Ferdinand Nett, Leiter der Abteilung Mittelstandsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf, übergab der Gründerin Yvonne Firdaus symbolisch den Schlüssel für das Projekt, gebaut aus mehreren tausend Teilen Lego: Dazu sagte Ferdinand Nett: „Düsseldorf ist mit über 4.000 Unternehmen aus der Kreativbranche eine Stadt voller Ideen. Mit dem Coworking Space „GarageBilk“ fördern wir gezielt die 1.000 Kleinstunternehmen in diesem Bereich, die immer wieder wichtige Impulse setzen“.
Ein Arbeitsraum für Kreative aller Fachrichtungen
Die Gründerin des Unternehmens, Yvonne Firdaus, 45 Jahre, freute sich über achtzig geladene Gäste, die zur Eröffnung kamen: „Es gibt im Großraum Düsseldorf mehr als tausend freiberufliche Designer, Texter, Konzeptioner, Journalisten, Programmierer und Projektmanager. Diesen Kreativen bieten wir modern ausgestattete und flexibel anmietbare Arbeitsplätze und einen Raum für Kommunikation und den Austausch von Ideen.“ Zu einem Einführungspreis von 15,00 Euro pro Tag kann wochentags von 9:00 – 18:00 Uhr ein Arbeitsplatz inklusive Infrastruktur wie Netzwerk, Drucker, Kopierer, Scanner usw. angemietet werden. Wochen- und Monatstickets sind ebenfalls erhältlich, ein Konferenzraum und weitere Angebote können bei Bedarf hinzugebucht werden.
Rekordverdächtig: 98 Tage vom ersten Treffen bis zur Eröffnung
Am 26. August 2010 traf sich das achtköpfige Gründungsteam um Yvonne Firdaus zum ersten Mal in Düsseldorf. Dazu Michael Zirlewagen, 35, Inhaber der Düsseldorfer Agentur °visualcosmos: „Wir hatten gerade in Köln mit der „Gasmotorenfabrik“ einen weiteren Coworking Space eröffnet, als ich feststellten musste, dass es in unserer Landeshauptstadt noch keinen einzigen gab. “ Zirlewagen setzte deshalb kurzentschlossen eine Website auf und warb für die Idee. Zu einem Treffen kamen laut Zirlewagen „mehr als 30 Interessenten, die sich überhaupt nicht kannten. Irgendwie ist aus diesem ersten Treffen eine richtige Firma geworden, die in der Rekordzeit von 98 Tagen einen Businessplan geschrieben, eine Immobilie gefunden, angemietet und renoviert hat und nicht zuletzt auch schon die ersten zahlenden Kunden hat.“ Ein Erfolgsrezept gäbe es nicht, sagt Zirlewagen. Er sieht die Zusammenarbeit in der dreimonatigen Gründungsphase des Düsseldorfer „Spaces“ als prototypisch für die Grundidee des „Coworkings“: Es sei doch langweilig, sagt Zirlewagen, wenn jeder alleine in seinem Homeoffice herumsitzen würde. „Viel spannender ist es, wenn sich Kreative aus unterschiedlichen Bereichen treffen und sich austauschen.“
Co-Working: Ein weltweiter Trend im Bereich „Neue Arbeitsformen“
Die Geschäftsführerin des ersten Düsseldorfer Coworking Spaces, Yvonne Firdaus, sieht als Dipl. Sozialwissenschaftlerin Coworking als eine logische Folge des Internets auf die Arbeitswelt von heute. Ihrer Ansicht nach werden durch die Verknüpfung von neuen Computer-Technologien und dem Wissen der in diesem Bereich beschäftigten Menschen immense Ressourcen geschaffen. Die dafür notwendige interdisziplinäre Zusammenarbeit berge viel Potential. Coworking initiert aus Sicht von Firdaus Innovationen und bringt ein hohes Potential für die Wirtschaft mit sich, denn das Prinzip beruhe auf dem produktiven Austausch aller Beteiligten. Denn „Kommunikation ist der Schlüssel zur Innovation,“ sagt Firdaus, „zwar leben wir in einer Welt, die sich technisch immer mehr vernetzt – sie führt aber dazu, daß immer mehr Menschen alleine vor dem Computer sitzen.“
Düsseldorfer Bloggerin: „Wir sind hier keine Wärmehalle.“
Silke Lu Nolden, 42, hat eine Ausbildung im Gesundheitssektor gemacht – arbeitet aber inzwischen als freie Trainerin im Ernährungsbereich und auch als Autorin und freie Redakteurin für erfolgreiche TV-Formate. Nebenher berichtet sie seit mehr als acht Jahren in Form eines modernen Tagesbuchs im Internet, in Ihrem „Blog“ und den Nachrichtenkanal „Twitter“ über alles, was sie interessant und bemerkenswert findet – und zählt damit zur sogenannten „Digitalen Avantgarde“ in Düsseldorf.
Nolden hat den Coworking Space in Düsseldorf mitgegründet, weil ihrer Ansicht nach Düsseldorf einen Raum für Kreative brauche, der zu den neu entstehenden Berufen und Arbeitsfeldern passen würde. Ganz unkritisch sieht sie ihr Engagement jedoch nicht: „Sicher geht es uns auch um den Spaß an der Arbeit, deswegen habe ich diese Firma mitgegründet. Andererseits ist es fatal, dass viele meiner Freunde und Kollegen, die genau wie ich als „Freie Mitarbeiter“ beschäftigt sind, nicht genau wissen, wo die eigene Rente später herkommen soll.“ Nolden grenzt Coworking von prekären Beschäftigungsverhältnissen ab: „Ich bin in jedem Fall für den Wandel in der Arbeitswelt und für flexible Gestaltungsmöglichkeiten – sonst kann ich meine durchgearbeiteten Wochenenden echt keinem mehr erklären. Aber ich betrachte das alles auch sehr nüchtern: Wir verdienen Geld hier – und zwar jeder. Wir sind keine Wärmehalle. Wir arbeiten als Kreative und leben unter anderem davon, dass wir Gelegenheiten haben, uns auszutauschen und geistig zu befruchten. Aber am Ende des Monats denken alle für sich selber kaufmännisch und müssen für sich selbst entscheiden, ob das Coworking in den letzten 30 Tagen für sie genug gebracht hat.“
Silke Lu Nolden ist der Ansicht, das einzig „moderne“ an dem Geschäftsmodell wäre vielleicht die Tatsache, dass man auch schnell wieder gehen könne, wenn sich etwas ändere. Sie sagt: „Viele Makler und Vermieter in Düsseldorf sind langweilig und setzen auf Konituität und Bestand. Wir sind anders und machen genau das Gegenteil: Wir wollen Fluktuation, Bewegung, Energie. Denn Kreativität wohnt nirgendwo, sie kommt einfach mit.“
Standort Düsseldorf Bilk: Der neue Hafen?
Die Garagenanlage in Bilk, auf welcher der erste Düsseldorfer „Coworking Space“ gestartet ist, verzeichnete vor einigen Jahren noch einen beachtlichen Leerstand. In der Zwischenzeit hat sich dort ein Mirkokosmos von Firmen aus den sogenannten „Neuen Medien“ eingemietet, den man eigentlich eher im Düsseldorfer Medienhafen vermuten würde. Dazu sagt Mario Sixtus, Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma Blinkenlichten Produktionen GmbH & Co. KG: „Ich mag Bilk, hier ist alles so schön authentisch – das gefällt mir.“
Fakten:
ca. 200 qm mit derzeit 16 Arbeitsplätzen
Ausstattung: WLAN, Drucker, Fax, Scanner, Konferenzraum, Beamer, Schliessfächer, Kaffeemaschine, Mikrowelle etc.
Preise: ab 15,00 Euro pro Tag, Wochenticket ab 59,00 Euro, Monatsticket ab 169,00 Euro, alle Preise inkl. Mehwersteuer.
Öffnungszeiten: Montags – freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr
Website: www.garagebilk.de
Mail:
Weitere Informationen für die Presse:
Yvonne Firdaus, Tel. 0170/1865798,
Mail:
Hochauflösendes Bildmaterial (Gründerteam, Bilder von der Eröffnung) liegt als jpg bei. Weiteres Bildmaterial kann telefonisch angefordert werden.











