openPR Recherche & Suche
Presseinformation

De-Mail: Volkstaugliches Massenmedium oder staatlicher IT-Flop?

Bild: De-Mail: Volkstaugliches Massenmedium oder staatlicher IT-Flop?
Arbeiskreis EDV & Recht e.V.
Arbeiskreis EDV & Recht e.V.

(openPR) Bislang sind sämtliche Versuche des Staates, die qualifizierte elektronische Signatur als das Mittel rechtsverbindlicher Kommunikation zu einem steten Begleiter im (Online-)Alltag zu machen, gescheitert. Da der Verbreitungsgrad entsprechender Signaturkarten bei Privatpersonen weiterhin gegen Null geht, wird nun mit De-Mail ein neuer Versuch unternommen, der verschlüsselten und verbindlichen elektronischen Kommunikation zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei tritt der Staat mit De-Mail in Konkurrenz zu privaten Anbietern wie der Deutschen Post AG mit ihrem E-Postbrief.



De-Mail soll über akkreditierte Anbieter eine „rechtsverbindliche“ Kommunikation zwischen Privatpersonen, Unternehmen (einschließlich einer Kennung für juristische Personen) und Behörden ermöglichen. Neben der technischen Infrastruktur, die bei den Anbietern geschaffen werden muss, rückt aber zugleich die IT-Ausstattung der Privatpersonen in den Mittelpunkt: Da De-Mail nach dem derzeitigen Stand etwa bei der Zustellung elektronischer Verwaltungsakte auf Zugangsfiktionen setzt, stellt sich die Frage, ob sämtliche Nutzer gewährleisten müssen, dass Sie regelmäßig einen Zugang zu Ihrem Postfach haben und wie ein solcher Zugang für den Nutzer „sicher“ gestaltet werden kann.

Wann und in welcher Form De-Mail tatsächlich kommen wird, ist derzeit offen. Der von der Bundesregierung im Oktober 2010 verabschiedeten Gesetzesentwurf liegt nach der ersten Lesung derzeit zur weiteren Beratung in den Ausschüssen. Zu klären ist dabei unter anderem, wie sich De-Mail in die vorhandene Verfahrensstruktur mit qualifizierter elektronischer Signatur, elektronischem Personalausweis, elektronischem Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) und den vorhandenen materiell- und prozessrechtlichen Regelungen (Signaturgesetz, ZPO, VwGO, VwVfG, elektronische Form in § 126a BGB) einfügen bzw. diese ergänzen soll.

In der Veranstaltung wird im technischen Teil erörtert, was De-Mail ist, welche Abläufe für De-Mail zu realisieren sind und welche Funktionen über De-Mail angeboten werden. Dabei werden sowohl die Anforderungen an die akkreditierten Anbieter als auch an die Nutzer von De-Mail dargestellt. Ergänzt wird dies durch Ausführungen über die an De-Mail zu stellenden Sicherheitsanforderungen, insbesondere mit Blick auf die Zugangssicherung und den Datenschutz. Im rechtlichen Teil wird zunächst die vom Gesetzgeber derzeit vorgesehene Ausgestaltung von De-Mail nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung dargestellt. Sodann wird erläutert, wie sich De-Mail zu den bisherigen Versuchen einer verbindlichen elektronischen Kommunikation (über EGVP und qualifizierte elektronische Signaturen) verhält und welche Rechtswirkungen die Kommunikation über De-Mail für die Nutzer hat.

Die Veranstaltung richtet sich an Juristen, IT-Sicherheitsspezialisten und IT-Verantwortliche in Unternehmen. Begleitend ist Raum für Fragen und Diskussion vorgesehen. Persönliche Erfahrungen können während der Veranstaltung ausgetauscht und typische Probleme im Einzelnen besprochen werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung können bei einem Glas Kölsch und einen kleinem Imbiss persönliche und fachliche Kontakte gepflegt werden - ein wesentliches Kennzeichen des Arbeitskreises.

Referenten:
Alexander Umbreit erwarb den Abschluss „Master“ im Studiengang „Sicherheit in der Informationstechnik“ an der Ruhr-Universität Bochum. Zur Zeit arbeitet er im Projekt „De-Mail“ des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in der technischen Ausgestaltung.

Akademischer Rat Dr. Michael Beurskens, LL.M. (Gewerblicher Rechtsschutz), LL.M. (Chicago) ist Information Officer der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und dort zugleich Lehrbeauftragter im LL.M. Studiengang „Informationsrecht“. Er befasst sich regelmäßig wissenschaftlich und praktisch mit den durch die elektronische Kommunikation aufgeworfenen Rechtsfragen und war u.a. an den Vorarbeiten für das „Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister“ (EHUG) beteiligt.

Datum:
Mittwoch, 08.12.2010, 18.00 Uhr – 20.00 Uhr.

Ort:
Kolpinghaus International, St.-Apern-Str. 32, 50667 Köln


Entgelt:
30,- € für Mitglieder 40,- € für Nicht-Mitglieder

Anmeldung:
Die Anmeldung zu der Veranstaltung kann formlos per Fax an die
Fax-Nr.: 02236 / 33 66 49 oder online unter www.edv-und-recht.de erfolgen.

Der Beitrag ist vor der Veranstaltung auf das Konto des Arbeitskreises EDV und Recht Köln e.V., Kontonr. 378 821 07 bei der Sparkasse KölnBonn, Bankleitzahl 370 501 98, zu überweisen.

Auf Wunsch werden Fortbildungsbescheinigungen nach §15 FAO ausgestellt.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 489660
 983

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „De-Mail: Volkstaugliches Massenmedium oder staatlicher IT-Flop?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Arbeitskreis EDV & Recht e.V.

Bild: IT-Sicherheitsstandards im Vergleich - Ein PraxisberichtBild: IT-Sicherheitsstandards im Vergleich - Ein Praxisbericht
IT-Sicherheitsstandards im Vergleich - Ein Praxisbericht
Das Thema IT-Sicherheit hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt durch die zahlreichen in den Medien bekannt gewordenen erfolgreiche Hackerangriffe auf geschäfts- und versorgungskritische Infrastrukturen. Durch den rasanten technologischen Fortschritt und umfassende Vernetzung von IT-Systemen, industriellen Steueranlagen und Geräten des täglichen Bedarfs sind Bedrohungsszenarien für den durchschnittlichen Anwender und Betreiber kaum noch zu durchschauen. Ähnlich komplex ist das Angebot der Hersteller für Sicher…
Bild: IoT, Industrie 4.0, Bugs, Stand der Technik heuteBild: IoT, Industrie 4.0, Bugs, Stand der Technik heute
IoT, Industrie 4.0, Bugs, Stand der Technik heute
Die Welt, in der wir unsere Uhren, Fahrzeuge, Wohnhäuser, Fertigungsmaschinen und Straßeninfrastruktur vernetzen, ist eine Welt voll spannender neuer Dienstleistungen. Es ist aber auch eine Welt, in der sich technische, rechtliche und moralische Fragen neu stellen. Denn vernetzte Gegenstände "gehören" eben nicht nur einer einzigen Person. Solche Geräte dienen gleichzeitig den Interessen mehrerer Personen. Und in moralischer, technischer und rechtlicher Hinsicht sind auch mehrere Personen bzw. Organisationen gleichzeitig für diese Geräte veran…

Das könnte Sie auch interessieren:

Geschenke-Flops: Hände weg von Socken, Wäsche, Diätschokolade
Geschenke-Flops: Hände weg von Socken, Wäsche, Diätschokolade
Umfrage auf spin.de bringt die Flop-Ten auf dem Gabentisch ans Licht Regensburg, 13.11.2007 - Socken, Unterwäsche und Krawatten: Wer Wert auf den Weihnachtsfrieden legt, sollte von Textilien die Finger lassen. Das ist das Zwischenergebnis einer Umfrage mit bis jetzt 7.500 Teilnehmern, die noch bis Anfang Dezember in der Community spin.de läuft. Bei 63 Prozent der Männer und 38 Prozent der Frauen liegen Socken als Geschenk ganz unten in der Gunst, gefolgt von Unterwäsche. Bei den Frauen kommen Haushaltsgeräte auf den dritten Platz, bei den Mä…
Bild: Die deutsche IT stimmt ab: Das wird der Fußball Weltmeister 2014Bild: Die deutsche IT stimmt ab: Das wird der Fußball Weltmeister 2014
Die deutsche IT stimmt ab: Das wird der Fußball Weltmeister 2014
Dresden, 17.06.2014 – Wie tippt die deutsche IT-Branche bei der Fußball Weltmeisterschaft? SoftEd Systems hat ein Experiment gestartet. Auf Basis eines selbst entwickelten WM Prognose Calculators (WMPC) haben wir 20.000 IT-Mitarbeiter gefragt, wer ihrer Meinung nach ins Achtel-, Viertel-, Halb- und Finale kommt. Die Teilnehmer wurden per E-Mail und soziale Netzwerke eingeladen. Der WMPC basiert auf einer kurzen Onlineumfrage, die die Teilnehmer innerhalb weniger Minuten ausfüllen können. Dabei wird aus Einzelmeinungen eine tagaktuelle kollek…
IBS Intelligent Business Solutions GmbH zum Thema Markenmanagement in der Dienstleistung
IBS Intelligent Business Solutions GmbH zum Thema Markenmanagement in der Dienstleistung
Auf einer Pressekonferenz am 22. Oktober in Zürich haben Rieta de Soet, Geschäftsführerin der IBS Intelligent Business Solutions GmbH, Zug und Dr. Fabian de Soet, Verwaltungsrat der GMC AG, zum Thema Markenmanagement für Dienstleister Center geäußert. Welche Bedeutung wird der Platzierung einer Marken beigemessen fragen wir Rieta de Soet? Die Platzierung einer Marke bedeutet: Langfristiger Aufbau von Markenguthaben und keinesfalls kurzfristige Erfolge zu feiern! Markenguthaben ist gleichzusetzen mit Begriffen wie Markensympathie, -vertraue…
IBS GmbH Markenmanagement in der Dienstleistung
IBS GmbH Markenmanagement in der Dienstleistung
In einem Interview mit Rieta de Soet, Geschäftsführer der IBS GmbH in Zug wurde gefragt, welche Bedeutung wird der Platzierung einer Marken beigemessen fragen? Die Platzierung einer Marke bedeutet: Langfristiger Aufbau von Markenguthaben und keinesfalls kurzfristige Erfolge zu feiern! Markenguthaben ist gleichzusetzen mit Begriffen wie Markensympathie, -vertrauen und -loyalität. Im Markenmanagement ist die Strategie wichtig, wie die Markenentwicklung zu definieren ist, so Rieta de Soet. In diesem Zusammenhang wird die Dynamik der Marke fe…
Bild: Video-Marketing für IT-UnternehmenBild: Video-Marketing für IT-Unternehmen
Video-Marketing für IT-Unternehmen
… und Inhaber des Web-TV-Senders SYLTER FERNSEHEN begleitet Axel Link schon seit über zwei Jahrzehnten die Entwicklung des Fernsehens vom klassischen Massenmedium bis hin zum interaktiven Vertriebskanal für Unternehmensbotschaften. Veranstaltungsort: 10. Mai 2011 von 14.00 - 18.00 Uhr TV LINK GmbH Renè-Magritte-Promenade 7 50858 Köln Teilnehmergebühr: 69 …
Bild: Die Schwarzen Tage sind endlich vorbei - Andy Black ist der Gewinner der PartyPoker Premier LeagueBild: Die Schwarzen Tage sind endlich vorbei - Andy Black ist der Gewinner der PartyPoker Premier League
Die Schwarzen Tage sind endlich vorbei - Andy Black ist der Gewinner der PartyPoker Premier League
London. Es hat 20 Jahre gedauert bis Andy Black mit dem PartyPoker Premier League Sieg seinen ersten Major Titel gewinnen konnte. Der 42-jährige Ire, oft „Mad Monk“ genannt, brach in Tränen aus, nachdem er den Engländer Roland de Wolfe im Finale besiegt hat. Bei der PartyPoker Premier League traten zwölf der weltbesten Pokerspieler an. „Es hat 20 Jahre gedauert endlich einen Major Titel zu gewinnen,“ freute sich Andy Black. „Es ist ein großartiges Gefühl. Ich war schon so oft in starken Positionen ohne zu gewinnen, dass ich manchmal daran zw…
Yannic Vollmer & Christian Binder - Die neuen Gurus des Internets
Yannic Vollmer & Christian Binder - Die neuen Gurus des Internets
Das Internet ist zum Massenmedium schlecht hin geworden. Wir Menschen können heute wirklich so gut wie alles im Internet finden und fast alles online abwickeln. Doch ist es auch möglich im Internet viel Geld zu verdienen? Die Antwort der beiden Internet Jungunternehmer Yannic Vollmer und Christian Binder ist eindeutig JA. Denn Sie haben beide das Internet …
Bild: Erfolgreicher Relaunch des TV-Portals TV-Info-247.deBild: Erfolgreicher Relaunch des TV-Portals TV-Info-247.de
Erfolgreicher Relaunch des TV-Portals TV-Info-247.de
Als TV (auch Fernsehen) bezeichnet man ein Massenmedium, das zentral konzipierte und produzierte audiovisuelle Sendungen unidirektional und synchron an ein disperses Massenpublikum vermittelt. Unter TV (Fernsehen) wird weiterhin ein soziotechnischer Komplex von Organisationen (öffentlich-rechtlichen oder privatwirtschaftlichen Sendern) und Techniken …
Bild: Das Panorama - eine 200jährige ErfolgsgeschichteBild: Das Panorama - eine 200jährige Erfolgsgeschichte
Das Panorama - eine 200jährige Erfolgsgeschichte
… historischen Panorama-Haus in der Prager Straße unweit des Hauptbahnhofs hat auch die Stadt Dresden Anteil an dieser Mediengeschichte. In seinem reich bebilderten Vortrag »Das Panorama. Geschichte eines Massenmediums« am 28. Mai im Asisi Panometer Dresden wird der Panorama-Spezialist Dr. Stephan Oettermann in der Zeit von 19 bis 21 Uhr die Historie des Mediums …
Bild: Die Tageszeitung des 18. Jahrhunderts auf dem Weg zum Massenmedium - Eine textlinguistische UntersuchungBild: Die Tageszeitung des 18. Jahrhunderts auf dem Weg zum Massenmedium - Eine textlinguistische Untersuchung
Die Tageszeitung des 18. Jahrhunderts auf dem Weg zum Massenmedium - Eine textlinguistische Untersuchung
"Die Tageszeitung des 18. Jahrhunderts auf dem Weg zum Massenmedium" ist der Titel des neuen Fachbuches von Manuel Wille. Sein Forschungsgebiet ist die historische Medienlinguistik. Der Autor untersucht im Rahmen seiner Forschungsarbeit die Zeitungskommunikation des 18. Jahrhunderts aus sprachwissenschaftlicher Perspektive. In seinem Buch zeigt der Wissenschaftler, …
Sie lesen gerade: De-Mail: Volkstaugliches Massenmedium oder staatlicher IT-Flop?