(openPR) ATR - Sondermeldung
Avsallar, 31.05.2005
Interflug - Skandal: Wie Öger Touristen in Notlage abkassieren wollte
(atr) – Bereits seit Donnerstag letzter Woche warteten Touristen des in Konkurs gegangenen Reiseveranstalters Interflug auf ihren Rücktransport. Immer wieder wurden sie vertröstet. Einen Termin für den Rückflug konnte man ihnen nicht nennen. Nachdem einige Hotels wegen neu ankommender Gäste den Interflug-Touristen die Koffer für die Tür gestellt hatten, wurde der Druck immer größer.
Zirka 50 der rund 800 betroffenen Urlauber waren am Montagmorgen zum deutschen Konsulat in Antalya gefahren und hatten dort um Unterstützung gebeten. Am Mittag gab es dann von der deutschen Vereinigung der Reiseveranstalter eine Pressemeldung, nach der die Interflug GmbH beim Amtsgericht in Hamburg Konkursantrag gestellt habe.
Gleichzeitig hieß es in der Meldung, Touristen hätten die Möglichkeit, am gleichen Abend mit zwei Maschinen von Antalya nach Deutschland zurück zu fliegen. In dieser Pressemeldung wurde auch darauf hingewiesen, dass die Flüge pro Person 200 Euro kosten sollten. Den in der Region Antalya wartenden Touristen wurde diese Information aber zunächst vorenthalten.
Vielmehr wurden sie von Reiseleitern der in Konkurs gegangenen Interflug GmbH aufgefordert, entweder unverzüglich sich mit einem Bus zum Flughafen transportieren zu lassen oder eine schriftliche Erklärung zu unterzeichnen, dass sie auf alle Ansprüche verzichten und den Rückflug allein organisieren würden.
Erst im Bus, teilweise auch erst am Flughafen, erfuhren die Touristen dann von den Kosten. Viele der Urlauber waren nicht in der Lage, das Geld aufzubringen und suchten deshalb nach einer anderen Lösung.
Was zunächst wie eine Hilfestellung des Reiseveranstalters Öger Tours aussah, entpuppte sich bei genauerer Betrachtungsweise als üble Geschäftemacherei mit in Not geratenen Touristen. Der Herausgeber der Aktuelle Türkei Rundschau hatte sich mittags bei anderen Touristikunternehmen in Antalya nach Rückflugmöglichkeiten erkundigt. Zu diesem Zeitpunkt waren alleine bei SunExpress für den Folgetag noch 40 Plätze mit Flügen nach Deutschland frei, wobei der preiswerteste Platz 54 Euro und der teuerste 179 Euro kosten sollte. Viele der Flüge kosteten zwischen 75 und 100 Euro.
Nachdem vom türkischen Leiter des operativen Geschäftes von Interflug in einem Telefongespräch dem Herausgeber der Aktuellen Türkei Rundschau die Rückflugmöglichkeiten mit Onur Air Maschinen mitgeteilt worden war, verzichteten Touristen dann aber auf die Möglichkeit, mit SunExpress zu fliegen.
Der entscheidende Punkt: in dem Telefongespräch war bewusst der Eindruck erweckt worden, die Rückflüge seien ohne Kosten für die Touristen. Auch dem deutschen Konsulat war nach eigenen Aussagen mittags noch nicht bekannt, dass erhebliche Kosten für den Rückflug anfallen würden.
Auf Grund der chaotischen Zustände am Flughafen suchte der Herausgeber der Aktuellen Türkei Rundschau am frühen Abend dann nach weiteren kostengünstigen Alternativen. Die aktuellen Angebote lagen dort am frühen Abend bei 110 bis 130 Euro! Zu diesem Zeitpunkt waren die mittags noch verfügbaren Flüge von SunExpress fast alle schon verkauft worden.
Fazit:
Bedenkt man, dass Öger Tours zunächst davon ausgehen konnte, mit zwei vollbesetzten Maschinen nach Deutschland zurückfliegen zu können, wird deutlich, welches Geschäft man mit den Not leidenden Interflug Touristen machen wollte: innerhalb von wenigen Stunden wäre mit zwei relativ alten Flugzeugen von Onur Air ein Umsatz von 100.000 Euro möglich gewesen!
Aber die Rechnung ging nicht auf. Nur wenige Touristen kauften ein überteuertes Ticket. Dass sie dabei von den Öger Tours-Verkäufern am Flughafen gezwungen wurden, ihre Sicherungsscheine abzugeben, erhöht den Skandal! Hierdurch wurde es nämlich den Touristen unmöglich gemacht, das Geld vom Versicherungsunternehmen der Rückreiseversicherung zurück zu verlangen.
Nachdem zum Zeitpunkt des geplanten ersten Rückfluges (19:00 Uhr) nur wenige Tickets verkauft worden waren, entschloss man sich gegen 19:30 Uhr völlig überraschend, allen am Flughafen noch verweilenden Touristen einen kostenlosen Flug anzubieten. Wer diese Entscheidung getroffen hat, war bisher nicht in Erfahrung zu bringen.
Unnötig darauf hinzuweisen, dass die Passagiere, die bereits ein Ticket zum überhöhten Preis gekauft hatten, ihr Geld nicht zurück bekamen! Bleibt abzuwarten, ob in Deutschland, die in der Türkei von Öger Tours abgezockten Passagiere ihr Geld zurück verlangen werden.
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