(openPR) Anfang Dezember tritt eine Delegation der dbb jugend nrw ihre Reise nach Taiwan an. In ein gastfreundliches, aber doch kulturell ganz fremdes Land. Carsten Hellinge ist zum ersten Mal mit der dbb jugend nrw auf Tour. Wir sprachen mit ihm darüber, was er erwartet und was ihn erwartet.
23 Millionen Bewohnern zählt Taiwan und gehört damit zu einer der am dichtest besiedelten Regionen der Welt. Abgesehen von den rund 380.000 Ureinwohnern stammt der größte Teil der Bevölkerung ursprünglich vom chinesischen Festland. Und auch wenn chinesische Kultureinflüsse groß sind, ist es ein eigenes Volk, geprägt durch seinen rechtlich bis heute nicht geklärten Status. Carsten Hellinge erwartet neben den sechs weiteren Mitreisenden ein Land der Kontraste - atemberaubende Natur und pulsierende Metropolen, gastfreundliche, aufgeschlossene Menschen, die jedoch in chinesischer Zurückhaltung auf einen zukommen.
Zehn Tage lang wird Carsten das ihm noch ganz fremde Land in verschiedensten Facetten kennenlernen können. Keine Touri-Reise bringt ihn dorthin, sondern eine Austauschaktion, die die dbb jugend nrw seit 1981 jährlich im Wechsel mit dem taiwanesischen Partner, dem zentralen Personalverwaltungsamt des Exekutiv-Yuan mal in Deutschland und mal in Taiwan durchführt. „Das ist die Chance für einen besonderen Blick auf Land, Kultur und Leute“, sagt Carsten Hellinge im Vorfeld der Reise. „Ich glaube, dass wir andere und tiefere Einblicke bekommen werden als ein normaler Tourist sie bekäme“, ist er sich sicher.
Sehr interessiert sich der junge Mann aus Paderborn für die andersartige Kultur, den Buddhismus und die Naturparks in Taiwan. Genau das ist es, was die dbb jugend nrw mit ihrer Beteiligung am Jahr der Jugend der Vereinten Nationen erreichen möchte: Die Augen zu öffnen für andere Kulturen, Religionen und Gebräuche. Es wird nach der Austauschmaßnahme mit Israel die zweite Reise sein, die unter dem UN-Motto stattfindet.
Nach dem Vorbereitungstreffen bei der dbb jugend nrw in Düsseldorf fühlt er sich gut fit gemacht für das, was ihn erwarten wird. „Ich muss mir noch dringend Visitenkarten besorgen“, erzählt er danach. Denn nicht bekannt war ihm die taiwanesische Höflichkeitsfloskel, untereinander Visitenkarten auszutauschen. Wie er mit den Stäbchen beim Essen klar kommen wird, da ist er sich noch nicht so ganz sicher. Aber auf jeden Fall will er es versuchen. „Und im Reis sollte man die nicht stecken lassen, weiß er nach der Vorbereitung, das ist für die Taiwanesen ein schlechtes Omen."
Und was wird in Carstens Koffer mit nach Taiwan reisen? „Na, ein bisschen was Legeres, vielleicht eine kurze Hose, auf jeden Fall ein Anzug für die offiziellen Anlässe“, hat der junge Finanzbeamte aus Paderborn auf dem Plan. Denn zu den offiziellen Terminen, rund um das Thema „Demografischer Wandel“ ist er sich sicher, mit Anzug den richtigen Dresscode zu erwischen.
Taiwan hat die niedrigste Geburtenrate auf der ganzen Welt. Und die ging in diesem Jahr sogar noch weiter zurück, da das chinesische Horoskop das Jahr des Tigers anzeigt und „Tigerkinder“ als renitent und aufsässig gelten. Ihre Karrierechancen sind damit schlecht, denn besonders die Personalchefs schauen weniger auf Zeugnisse als auf die Astrologie. Um der schlechten Entwicklung der Geburtenrate entgegen zu treten will die Regierung ab 2011 pro Baby eine Pauschalsumme von 5.000 Euro an alle gewordenen Eltern zahlen. Das Thema im interessiert Carsten Hellinge schon sehr: „Die Probleme, die in Deutsschland durch den demografischen Wandel existieren, kenne ich. Gerne möchte ich wissen, welche Rolle es in Taiwan spielt.“ Darüber werden wir sicher nach der Reise mehr erfahren.














