(openPR) LED-Beleuchtungssysteme ermöglichen ganz neue Lichtszenarien. Sowohl im Wohnbereich wie auch in einem Museum verwirklichte das Büro MRJ-Architekten innovative Licht-Lösungen für Räume mit besonderen Anforderungen. Noch sind LED-Leuchten teuer in der Anschaffung, doch durch ihren äußerst geringen Stromverbrauch rentiert sich die Anschaffung gerade in den Bereichen, in denen dauerhafte Beleuchtung nötig ist.
Bei dem Neubau eines Einfamilienhauses in Hamburg-Duvenstedt gaben die MRJ-Architekten dem zum Wohnbereich offenen Treppenhaus eine besondere Bedeutung. In einer unterleuchteten Brückenkonstruktion bauten sie farblich steuerbare LED-Leuchten ein, die für den gesamten Raum eine besondere Atmosphäre schaffen. Je nach Anlass oder Stimmung der Bewohner lassen sie das Treppenhaus mal blau, mal grün, mal orange erstrahlen. Sind die Leuchten ausgeschaltet, wirkt die Fläche fast wie eine ganz normale glatte, weiße Decke. Ihr farbiges Geheimnis tritt erst beim Einschalten zutage.
Beim Umbau des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg konnten die MRJ-Architekten mit Hilfe von LED-Leuchten ganz unterschiedliche Beleuchtungsanforderungen erfüllen. In dem völlig umgebauten und erweiterten zentralen Eingangsbereich des Museums kamen LED-Lichtschienen der Firma Zumtobel zum Einsatz. Die von der etwa 5 Meter hohen Decke an dünnen Drahtseilen abgehängten Leuchten wirken leicht und hell. Die Lichtschienen selbst sind als filigrane Aluminiumprofile auf das unbedingt Notwendige reduziert. An der Unterseite der Aluminiumprofile sind jeweils drei LED-Spots angeordnet. Sie lassen sich einzeln herausziehen und drehen, damit ganz gezielt Ausstellungsobjekte aus verschiedenen Richtungen ausgeleuchtet werden können. Das Licht ist UV- und IR-frei, so dass es die Farben empfindlicher Gemälde und Skulpturen nicht zerstört. Nach unten gerichtet ergeben die Leuchten eine weiche Grundbeleuchtung, die die Besucher bei ihrem Eintritt in das Museum freundlich empfängt.
Die neue Sonderausstellungsfläche Hartog-Galerie erhielt eine farbsteuerbare LED-Beleuchtung als zentrales Lichtband an der Decke des Raumes. Je nach farblicher Zusammenstellung der Dekoration und Art der Ausstellungsobjekte kann jetzt die Beleuchtung angepasst werden. So ergibt sich für die Besucher ein einheitliches Gesamterlebnis.
Auch am umgestalteten und erneuerten Haupteingang des Museums für Kunst und Gewerbe stellte die Beleuchtung eine Herausforderung für Architekt Martin Jannsen dar. In der Vorhalle des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahre 1877 entdeckte er bei der Bauuntersuchung eine historische Stuckdecke, deren Existenz seit der Nachkriegszeit völlig in Vergessenheit geraten war. Sie wurde sorgfältig restauriert und in Originalfarben erneuert. Eine an der Decke angebrachte Beleuchtung - welcher Art auch immer - schied daher in diesem Bereich völlig aus, denn sie hätte den Blick auf die reichhaltigen und farbenprächtigen Deckenornamente gestört. In Abstimmung mit Lichtplanern entschied sich Jannsen für nach oben gerichtete Beleuchtungskörper in den seitlichen Sockeln, die die Decke in sanftem Licht erstrahlen lassen. Um den Besuchern eine sichere Benutzung der Eingangstreppe auch im Dunkeln zu ermöglichen, wurden LED-Lichtschienen in die Unterseite der Handläufe rechts und links der Treppe integriert. Sie sind von oben nicht zu sehen und damit quasi unsichtbar, leuchten jedoch die Treppenstufen gut aus.
LED-Leuchtmittel gehören derzeit zu den kostspieligsten Beleuchtungsarten. Durch den äußerst geringen Stromverbrauch und die lange Haltbarkeit amortisiert sich die Investition gerade in Bereichen, in denen Dauerbeleuchtung nötig ist. Die genannten oder ähnliche Beleuchtungssysteme ermöglichen daher ganz neue Lichtlösungen im privaten, öffentlichen oder im Gewerbebereich.












