(openPR) Die Schlosspark-Klinik in Charlottenburg feiert Ihren 40. Geburtstag. Die Klinik wurde am 6. November 1970 als erste Privatklinik Berlins eröffnet und die Berliner Morgenpost kommentierte dieses Ereignis mit dem Titel: „Charlottenburger Privat-Klinik ist nicht nur für die Reichen“. Diese Aussage hat auch noch heute ihre Gültigkeit: Obwohl ausschließlich mit privaten Mitteln erbaut, werden hier selbstverständlich auch gesetzlich versicherte Patienten versorgt. Dennoch, das Image der Privatklinik hat sich über die Jahrzehnte erhalten und spiegelt sich noch immer in einem im Vergleich zu anderen Krankenhäusern hohen Privatpatientenanteil wider. Der Klinikneubau kostete damals lediglich 24 Millionen DM, eine vergleichsweise geringe Summe.
Der Bau der Schlosspark-Klinik begann 1968, eher aus der Not heraus. Ursprünglich wollten die privaten Investoren nämlich ein japanisches Imperialhotel an der Budapester/ Ecke Nürnbergerstr. in Charlottenburg errichten. Als dann aber der japanischen Fluggesellschaft doch die Landerechte in Westberlin versagt blieben, machte das Projekt keinen Sinn mehr. Die Berliner Gesundheitsverwaltung wollte die Investoren jedoch nicht ziehen lassen und bot ihnen ein alternatives Grundstück mit dem Vorschlag an, dort eine Klinik zu bauen. Die Investoren folgten dieser Empfehlung und bauten das erste allgemeine private Krankenhaus Berlins, die Schlosspark-Klinik. Damals war das Areal rund um den Heubnerweg noch ein belebter Gesundheitsstandort. Hier standen die Max Bürger Geriatrie, die FU Frauenklinik und das Kaiserin Auguste Victoria Haus, die bekannte Kinderklinik des Universitätsklinikums der FU. Mittlerweile ist die Schlosspark-Klinik das einzige verbliebende Krankenhaus in diesem Umfeld: in der Max Bürger Geriatrie entstehen Luxuseigentumswohnungen, das Kaiserin Auguste Victoria Haus ist zu einer Europäischen Hochschule geworden und die ehemalige Frauenklinik zu einer Bauruine.
Die Schlosspark-Klinik kostete den Steuerzahlern keinen Pfennig, was damals ungewöhnlich war. Ungewöhnlich war auch der Einrichtungsstandard, der sich deutlich von denen anderer Krankenhäuser abhob. Vor 40 Jahren sahen stationäre Einrichtungen in Berlin noch völlig anders aus. Sind heutzutage 4-Bettzimmer schon fast unzumutbar, waren damals Bettensäle noch die Regel. Bei der Inneneinrichtung von Kliniken orientierte man sich in erster Linie an Hygienestandards, von Wohlfühlambiente war noch nicht die Rede. Und so ähnelte die Schlosspark-Klinik, ganz gemäß der ursprünglichen Pläne der Investoren, eher einem Hotel.
Der nüchterne 70er Jahre Bau erfuhr in den letzten 40 Jahren viele Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen. 1978 kam ein Hotel hinzu - das erstes Klinikhotel Deutschlands. Weiterhin entstand ein CT und MRT-Gebäude auf dem Gelände und der Klinikbau wurde durch diverse Bauteile erweitert. 2003 wurden durch eine weitere Aufstockung neue OP Säle realisiert und 2009 kam ein komplett neuer Bettentrakt hinzu. Ebenfalls im letzten Jahr eröffnete auf dem Klinikgelände die Privatpsychiatrie „Park-Klinik Sophie Charlotte“ als Tochtergesellschaft der Schlosspark-Klinik und erst kürzlich übernahm die Klinik die psychiatrische Notfallversorgung Charlottenburgs. Hierfür wurde eine Notaufnahme eingerichtet, in der nun alle Erste-Hilfe-Fälle, nicht nur psychiatrische Notfälle, versorgt werden.
In den letzten 40 Jahren ist die Schlosspark-Klinik einen weiten Weg gegangen: Von einem eher beschaulichen Krankenhaus, das von elektiven Patienten und seinem exzellenten Ruf lebte, hin zu einer ökonomisch und effizient arbeitenden Akut- und Notfallklinik.





