(openPR) Verein plant Haus für Ausstellungen und Begegnungen
Auf dem Gelände der Schlosspark-Klinik in Charlottenburg soll ein „Haus für Außenseiterkunst - Prinzhorn in Berlin“ entstehen. Es ist geplant, die historisch bedeutsamen Exponate der weltbekannten Sammlung Prinzhorn/Heidelberg auch dem Berliner Publikum zugänglich zu machen. Der jetzt in Berlin gegründete „Verein Außenseiterkunst in Berlin e. V.“ will die Kunst von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung sichtbar machen, die Forschung auf diesem Gebiet vorantreiben, Veröffentlichungen fördern sowie eine Begegnungsstätte für Künstler, Außenseiterkünstler, Kunstinteressierte, Kinder und Jugendliche in offenen Ateliers etablieren.
Ein erstes Ziel des Vereins ist es, Sponsoren zu finden, um ein denkmalgeschütztes Maschinenhaus auf dem Gelände des ehemaligen Kaiserin-Auguste-Viktoria-Krankenhauses in Berlin-Charlottenburg, heute im Besitz der Schlosspark-Klinik, für Ausstellungszwecke umzubauen. Neben Ausstellungen von Werken der Sammlung Prinzhorn soll dort nach und nach auch ein Zentrum für Außenseiterkunst mit einer eigenständigen Sammlung entstehen. Der Standort hierfür ist günstig: In der Nachbarschaft befinden sich viele kulturell wichtige Einrichtungen wie das Schloss Charlottenburg, das Museum Berggruen, die Sammlung Scharf-Gerstenberg und das Bröhan-Museum. Auch durch die Schlosspark-Klinik mit ihrer Psychiatrischen Klinik entsteht eine interessante Infrastruktur für Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Medizin und Psychiatrie.
Mit Außenseiterkunst (Outsider Art) wird besonders Kunst von Menschen bezeichnet, die am Rand der Gesellschaft stehen, wobei diese Begrifflichkeiten kontrovers diskutiert werden. Bisher gibt es in Berlin bis auf die Galerie ART CRU kaum relevante Adressen für Außenseiterkunst, obwohl sie seit geraumer Zeit große Beachtung findet.
Die Sammlung Prinzhorn des Universitätsklinikums Heidelberg ist weltberühmt für ihren historischen Fundus von Kunst aus psychiatrischen Anstalten und Kliniken vor allem deutschsprachiger Länder. Die mehr als 6.000 Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen und Textilarbeiten stammen aus der Zeit zwischen 1840 und 1930 und wurden von dem Kunsthistoriker und Mediziner Hans Prinzhorn zu Beginn der 1920er Jahre zusammengetragen.
Schon jetzt hat der Verein neben namhafte Persönlichkeiten auch schon einige Berliner Institutionen gewinnen können, die die Vereinsziele unterstützen. Hierzu gehören die Kunsthochschule Weißensee, die Kunsttherapie Berlin, die Schlosspark-Klinik, die Park-Klinik Sophie Charlotte sowie die Park-Klinik Weißensee.









