(openPR) Hofheim, 11.11.2010. Die aktuelle Entwicklung der Zinsstruktur gibt Anlass zur Hoffnung. Über die letzten anderthalb Monate ist der Zinssatz für Bundeswertpapiere um ca. 20 bis 30 Basispunkte für sämtliche Laufzeiten gestiegen.
Die Zinsstrukturkurve gibt die aktuellen Zinssätze sämtlicher Laufzeiten an. Die Entwicklung der Zinsstruktur über die Zeit ist somit ein Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung.
Auch die Banken folgen diesem Trend. Viele Geldinstitute haben ihre Zinsen auf Tages- und Festgeld erhöht. Vor allem die Zinsen auf mittlere und längere Laufzeiten (3 - 10 Jahre) bei fest angelegtem Geld sind gestiegen. Und bei der sehr moderaten Inflationsrate, die für 2010 auf 1 % p.a. geschätzt wird (sonst ist das Inflationsziel der EZB ca. 2 % p.a.), verliert unser Geld auch nicht so stark an Wert. Man könnte meinen es geht bergauf mit unserer Wirtschaft. Allerdings sind wir noch recht weit von dem Vorkrisen-Zinsniveau entfernt und auch die Inflation scheint der Entwicklung der Zinsen zu folgen. Für den Monat September wird die Inflation schon auf 1,3 % geschätzt. Zusätzlich ziehen nicht alle Banken bei dem Zinsaufschwung mit. Es gibt sogar ein paar Banken, die die Zinsen für längerfristige Anlagen gesenkt haben. Heißt das nun der Silberstreifen, hat sich als Fata Morgana erwiesen? Das denke ich nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Die Europäische Zentral Bank hat den Leitzinssatz zwar wieder nicht erhöht, trotzdem geben viele Banken höhere Zinsen. Das lässt darauf schließen, dass es den Banken besser geht. Zum anderen zieht der DAX derzeit kräftig nach oben. Als Wirtschaftsindikator, der der Realwirtschaft immer ein wenig Voraus ist, lässt er uns hoffen.
Wer sein Geld anlegen möchte, kann nun wahrscheinlich von einer wachsenden Wirtschaft mit Investitionen in Aktien und Unternehmensanleihen profitieren. Wem das zu riskant ist, sollte meiner Meinung nach den Großteil seines Vermögens flexibel in Tagesgeld oder in kurzfristiges Festgeld investieren. Das mache ich auf jeden Fall.









