(openPR) Dortmund hat ein neues sympathisches Wahrzeichen
Mit einem medialen Kunstwerk der Extra-Klasse in schwindelerregender Höhe wartet die Dortmunder Innenstadt im Kulturhauptstadtjahr 2010 seit Ende Mai auf: In die Dachkrone des U-Turms – als markantes Industriedenkmal und ehemaliges Gär- bzw. Lagerhochhaus der Union-Brauerei Wahrzeichen der Stadt – wurde in 50 Metern Höhe eine umlaufende, 625 Quadratmeter große Medienfassade von der Firma LEUROCOM electronic displays GmbH aus der Region Stuttgart integriert, deren faszinierende Bilder weithin sichtbar sind. Diese grandiose, so genannte „Bilderuhr“ ist Teil der Filminstallationstrilogie „Fliegende Bilder“, einem einzigartigen Portrait des Ruhrgebiets von Filmemacher Adolf Winkelmann, womit sich das Dortmunder U-Zentrum als Kultur- und Kreativzentrum positioniert. Gerber Architekten (Dortmund) entwarf das Konzept für die Sanierung und Umnutzung des U-Turms zu einem Zentrum für Kunst und Kreativität. Die ICT AG, die im Herbst 2009 die europaweite Ausschreibung für den medientechnischen Part dieser imposanten Videoinstallation gewonnen hatte, zeichnete im Auftrag der Stadt Dortmund als medientechnischer Generalunternehmer für dieses Großprojekt verantwortlich.
LED-Fassade am U-Turm
Aus insgesamt 1,7 Millionen lichtstarken Outdoor-LEDs, die auf 6.000 LED-Streifen (Pixel Pitch 42,5 mm) sitzen, besteht die riesige Bildfläche der Bilderuhr. Wie Jalousien wurden die Streifen, die eine Spezialanfertigung der Firma LEUROCOM sind, horizontal in die bauseitig vorhandenen, 56 Gefache der Dachkrone verbaut – eine äußerst aufwendige Installation, zumal der denkmalgeschützte U-Turm teilweise nicht im Maß ist. Nur durch den Streifencharakter der LED-Installation konnte jedoch die geforderte Transparenz im Off-Show-Modus realisiert werden. Die automatische Helligkeitsdimmung der LEDs sorgt entsprechend der Umgebungsbedingungen für das perfekte Bild und zugleich für einen stromeffizienten Einsatz der Technologie. Um den optimalen Einblickwinkel für die LED-Fassade vom Fuße des Gebäudes zu gewährleisten, wurden sämtliche Streifen mit einem Neigungswinkel von zehn Grad in Richtung des Betrachters montiert. Die Passanten sehen in den Gefachen der Dachkrone täglich wechselnde Filmsequenzen. Wenn der Turm beispielsweise mit Bier vollläuft oder sechs Meter große Tauben in seinen Gefachen sitzen, blickt mancher Passant staunend zum U-Turm hinauf. Keine Werbefilme, sondern künstlerische Inhalte bilden hier eine Symbiose aus zeitgenössischer Film- und denkmalgeschützter Baukunst. Zum Sonnenuntergang gibt es ein 15-minütiges Sonderprogramm. Der Clou: Wer den passenden Ton zu den Bildern hören möchte, kann sich eine U-Turm-App auf sein Smartphone herunterladen. Die Zuspielung der kreativen Bildinhalte für die Medienfassade erfolgt über vier PCs, die jeweils die Bildfläche einer Himmelsrichtung bespielen. Über eine komplexe Watchout™-Programmierung werden alle Filmzuspielungen synchronisiert und zu einem atemberaubenden Kunstwerk zusammengeführt.













