(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Lage an den Rohölbörsen ist schon fast beängstigend ruhig. Auch heute gab es am vierten Tag in Folge kaum Bewegungen. Brent pendelt, bezogen auf die mittleren Tageswerte, seit Montag in einer Spanne von 18 Cent, WTI von rund 40 Cent. Dafür sorgten auch heute wieder sich ausgleichende Wirtschaftsnachrichten. Für hiesige Heizölverbraucher änderte sich so gut wie nichts.
Seit Wochenbeginn tut sich so gut wie nichts an den Ölhandelsbörsen in New York und London. Die Rohölpreise pendeln seitdem in einer Spanne von 18 US-Cent (Brent) sowie 40 US-Cent (WTI), wobei die amerikanische Referenzsorte heute Nachmittag (MESZ) wieder genau so viel kostete wie am Montag.
Dabei wären aus Sicht von spekulativen Anlegern eher Preissteigerungen angesagt. Das Department of Energy bestätigte im Großen und Ganzen die Bestandsaufbauten an Rohölreserven in den USA, wies jedoch im Gegensatz zum American Petroleum Institute einen sehr großen Abbau der Reserven bei Mitteldestillaten und Benzin aus. So lagern unterm Strich in der vergangenen Woche weniger Öl und Produkte in den US-Tanks als noch vom 11. bis 17. Oktober. Zudem zeigen sich langsam Fortschritte am US-Arbeitsmarkt. Diese Signale hätten eigentlich zu einem deutlichen Preissprung führen müssen, taten es jedoch nicht. Das liegt nach Meinung von Analysten vor allem am sehr hohen Preis, der keineswegs die tatsächliche Marktlage abbildet.
Stattdessen gerät die Niedrigzins-Politik der US-Administration in die Kritik. „Es ist zweifellos so, dass die Spekulationen auf eine weitere quantitative Lockerung der US-Geldpolitik maßgeblich zum Ölpreisanstieg auf über 80 US-Dollar beigetragen haben“, so Eugen Weinberg vom Branchendienst Commerzbank Commodity Research. Und prognostiziert: „Unseres Erachtens ist es allerdings denkbar, dass der Ölpreis in der kommenden Woche wieder unter diese Marke fällt, wenn die von der Fed beschlossenen Maßnahmen hinter den hochgesteckten Erwartungen des Marktes zurückbleiben.“
Für den deutschen Heizölpreis wäre es bis dahin noch ein weiter Weg. Er schloss sich heute dem stoischen Verharren der internationalen Notierungen an und stieg minimal gegenüber gestern um 2 Cent. Die 100-Liter-Partie bei einer Lieferung von 3.000 Litern kostet im Bundesdurchschnitt nunmehr 67,63 Euro. Damit bewegen sich die Heizölpreise nach wie vor in einer Spanne zwischen 66 und 80 Euro, eine Konstanz, wie es sie zuletzt 2006 gab. Damals sanken die Preise zum neuen Jahr hin ab, um dann 2008 auf ein Allzeithoch zu schnellen. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.
Eine regelmäßige Übersicht über die Entwicklung des Heizölpreises findet sich auch im Newsletter „Energie & Mittelstand“, der zweimal im Monat von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau herausgegeben wird. Die Registrierung dafür erfolgt einfach und schnell unter http://www.brennstoffspiegel.de/frame.php?module=add_newsletter.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.








