(openPR) Treppensteigen, Einkaufen gehen, Haare waschen – im hohen Alter werden Handlungen zu Herausforderungen, die früher selbstverständlich waren. Das Leben in den eigenen vier Wänden jedoch wollen die meisten älteren Menschen nicht aufgeben. Sie schätzen ihr Umfeld und die letzten Unabhängigkeiten, die ihnen bleiben.
Wie kann das eigene zu Hause gestaltet werden, so dass die Betroffenen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können? Wenn diese Frage aufkommt, ist es oft zu spät, auf alle Wünsche einzugehen. Daher ist es wichtig sich frühzeitig mit der Thematik des altersgerechten Wohnens auseinanderzusetzen.
Prognosen zufolge werden in 30 Jahren fast acht Millionen Menschen in Deutschland über 80 Jahre alt sein – das sind fast doppelt so viele wie heute. Der Bedarf an Wohnraum, der den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht wird, wird künftig weiter steigen.
Das Projekt „Eigenheimsiedlung 55 Plus“ will genau daran anknüpfen. Die Projektleiterin Liane Dittmer und der Architekt Ralf Effenberger suchen Menschen, die schon jetzt für ihre Zukunft vorsorgen und unter Kriterien des altersgerechten Wohnens ihr eigenes Haus bauen wollen. Auch wenn diese Maßnahmen derzeit noch nicht erforderlich sind, werden sie schon jetzt in die Bauplanung integriert. So soll vermieden werden, dass in 20 oder 30 Jahren die Frage nach einer einschneidenden Veränderung aufkommt. Denn in diesem Haus lässt es sich problemlos bis ins hohe Alter leben. Keine Treppen, ein gut begehbares Badezimmer und ein optimal ausgewählter Standort.
In Hessenwinkel, im Südosten Berlins soll die erste barrierefreie Eigenheimsiedlung entstehen. Der Standort ist so gewählt, dass es in nächster Nähe Ärzte sowie Einkaufs- und Erholungsmöglichkeiten gibt. Auch öffentliche Verkehrsmittel sind fußläufig zu erreichen.
Zudem kann im Vorfeld ein Zimmer geplant werden, dass vorerst als Arbeits- oder Gästezimmer dient. In Zukunft kann es für die Unterkunft einer Pflegeperson genutzt werden. Die medizinische Versorgung stellt somit kein Problem dar.
Die Gemeinschaft, die in der "Siedlung 55 Plus" entsteht, ist von großer Bedeutung. Nicht nur von den sozialen Kontakten profitieren die Bewohner. Auch nötige Dienstleistungen können gemeinsam geplant und so Kosten sowie Arbeit gespart werden. Denn gemeinsam lässt es sich im Alter leichter leben.











