(openPR) Vor Jahrzenten war für die deutsche Fertigbauindustrie der Export von Fertighäusern kein Thema. Bauen im Ausland? Nein – Fehlanzeige, es gab ja innerhalb deutscher Grenzen genügend zu tun. Die Hersteller begnügten sich „außerhäuslich“ mit Bauaktivitäten in einigen Nachbarländern, z. B. in der Schweiz, Österreich und in den Benelux-Ländern. Viel mehr war da nicht. Die Präsenz deutscher Fertigbaufirmen war außerdem kaum flächendeckend. Es waren immer nur wenige Unternehmen, die den ausländischen Markt im Blick hatten. Seit geraumer Zeit hat sich das grundlegend geändert.
Der Westerwälder Designhaushersteller DAVINCI HAUS baut inzwischen nicht nur im benachbarten Europa, er zeigt auch Flagge in Irland, Großbritannien und Frankreich. Auch die fernen Destinationen fehlen nicht. Holzfachwerkhäuser „made by DAVINCI HAUS in Germany“ sind auch in der Ukraine und Japan erhältlich. Inzwischen hat das Unternehmen seine Fühler auch nach China ausgestreckt.
„Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt, wir sind für die nächsten sechs bis sieben Monate ausgelastet. Wichtig ist allerdings weiterhin potentielle Käufer anzu-sprechen“, erklärt Anton Hammes. „Unsere Häuser finden in Deutschland so guten Anklang, dass der Schritt zur Internationalisierung die logische Konsequenz ist. Und die bisherigen Erfahrungen im Ausland haben gezeigt, dass unsere Häuser auch da äußerst gefragt sind; beträgt der momentane Exportanteil doch 25 %. Unser Know-how ist wesentlich höher als bei vielen Baufirmen in anderen Ländern.“
„Wir erschließen dort neue Märkte und stoßen damit in Neuland vor - wie zum Beispiel in Russland – genauer gesagt in Moskau. Diese Stadt ist überaus attraktiv. Hier laufen die Entscheidungen der russischen Föderation zusammen, hier fließen alle Geldströme. Jährlich sind über 150.000, Neubürger zu verzeichnen“, fährt er fort.
Tatsächlich führt der Eigenheimmarkt im Moskauer Umland zu Milliardeninvesti-tionen. Während Neubauten in der russischen Metropole bislang vor allem in die Höhe schießen, kehrt sich der Trend im Umland. Hier entstehen immer mehr Eigenheimsiedlungen für die aufstrebende Mittelschicht und die elitäre Oberschicht.
Laut Marktbeobachter der Trend geht immer mehr zu Großprojekten mit 100 und mehr Häusern. Das erlaubt den Investoren, auch für die komplette Infrastruktur zu sorgen. Meist sind die Bauprojekte sogar verbunden mit der Errichtung von Restaurants, Schulen und Kindergärten. Da die Konkurrenz unter den Siedlungen recht groß ist, setzen die Projektentwickler auf Extras wie künstlich angelegte Seen, Kanäle, ausgedehnte Grünanlagen und überdachte Stellplätze für Pkw, um sich im Wettbewerb zu behaupten. Auch DAVINCI HAUS profitiert von diesem Boom. Die Westerwälder haben durch eine Kooperation mit einem russischen Investor einen Auftrag über 3,9 Mio. Euro netto – ab Werk - für sechs schlüsselfertige Designhäuser in Holzfachwerkkonstruktion bekommen. Das erste ist bereits produziert und auf dem Weg in den Nordwesten Moskaus. Dort entsteht an einem künstlich angelegten See und parkähnlicher Umgebung eine neue Eigenheimsiedlung mit 90 exklusiven Objekten – davon realisiert wurden bereits 25 – der Rest (einschließlich sozialer und kommerzieller Infrastruktur) soll bis Ende kommenden Jahres fertiggestellt werden.
Mit einer Gesamtwohnfläche von über 400 Quadratmeter bieten die georderten DAVINCI HÄUSER seinen zukünftigen Eigentümern reichlich Platz für ein Leben in modernster Wohnkultur, in dem der Wert und die Magie hervorragenden Designs spürbar werden. Das Einrichtungskonzept verbindet zeitlose Ästhetik, kompromisslose Qualität, edelste Materialien und modernstes Design. Ob Bad- oder Sanitärobjekte, Fliesen, DAVINCI-Einbaumöbel oder Küche – hier treffen neuste Technik und modernste Wohnkultur aufeinander. Perfektion ist allerdings nicht nur bei der Gestaltung des Hauses, sondern auch bei der Bauweise gegeben: Schichtverleimtes nordisches Nadelholz, ein spezielles Dreifach-Wärmeschutzglas, eine superwärmegedämmte Dachkonstruktion und wärmespeichernde, feuchtigkeits-regulierende Naturgipsplatten im Innenbereich bürgen für die hohe Qualität des Hauses und sorgen für eine optimale Energiebilanz. Alles nach deutschem Anspruch.
Sieben LKWs - randvoll beladen mit vorgefertigten Wand-, Decken- und Dachelementen, Zubehör sowie Dachsteine - verließen vergangene Woche das Betriebsgelände von Elben ins 2.750 km entfernte Moskauer Umland. „Über Polen – Weißrussland – Russland wird die Fracht – nach einer Woche - die Baustelle erreichen, sofern alles reibungslos verläuft“, erzählt Produktionsleiter Frank Seiferth. Doch im Vorfeld galt es viele logistische Herausforderungen zu meistern wie zum Bespiel die rechtlichen und zolltechnischen Besonderheiten. Zahlreiche Materialien für die Ausbaugewerke (Elektro-, Heizungs-, Sanitär-, Maler-, Schreiner- und Bodenlegearbeiten) mussten mitgeliefert werden.
Die Häuser werden ausschließlich in Elben geplant und hergestellt. Die Lieferung erfolgt ab Werk gegen Vorkasse.
Unter Anleitung und Mitwirkung von DAVINCI HAUS-Mitarbeitern (techn. Leitung, Ausbau-Fachpersonal) sowie langjährigen Subunternehmern werden die Objekte erstellt. Alle Partnerunternehmen legen Wert auf die Be- und Verarbeitung durch deutsche Mitarbeiter vor Ort, um auch das „Made in Germany“ demonstrieren zu können.
„Natürlich können wir nicht alles selbst machen“, stellt Geschäftsführer Anton Hammes klar: „Wir haben eine eigene Subunternehmerstruktur geschaffen mit fest engagierten Konzessionsbetrieben für die Bereiche Elektro, Sanitär, Heizung, Estrich, Fußböden, Fliesen und ähnliche Gewerke.“ Elektriker und Heizungsbauer waren bereits vor Ort und haben Kontakte zu Firmenniederlassungen wie Viessmann, Gira, Zender etc. geknüpft. Die ersten Monteure werden kommende Woche den Moskauer Flughafen Domodedowo im Süden der Stadt ansteuern.













