(openPR) „Sie können alles tragen, die Hauptsache es ist blau“.
Diese Antwort erhielt vor wenigen Wochen einer meiner Kunden, ein junger Banker, auf die Frage nach dem Dresscode an seinem neuen Arbeitsplatz. Und auch wenn wir Männer Kleidung zu oft stiefmütterlich abhandeln. Sie beeinflusst unser berufliches und privates Umfeld sowie den eigenen Lebensweg viel mehr, als wir uns das eingestehen wollen. Kleider machen schließlich Leute. Und Leute ohne Kleider bleiben uns auch selten in positiver Erinnerung. Stellen Sie sich selber mal die kritische Frage, von welchen Menschen Sie ein positives Bild in Ihrem Gedächtnis behalten haben.
Der eigene Dresscode hängt natürlich vom Arbeitsplatz ab. In welchem gesellschaftlichen Umfeld bewege ich mich. Was wird von mir erwartet? Wie kleiden sich meine Kollegen? Im seriösen und anspruchsvollen Geschäftsleben kommt Mann um den klassischen Anzug jedoch meistens nicht herum. Ausnahmen bestätigen die Regel und ein Mann ohne Anzug ist selbstredent nicht automatisch unseriös. Wer jedoch Menschen führt oder Kunden betreut für den ist der Anzug ein „must“.
Dieser sollte in den klassischen Businessfarben grau, blau oder anthrazit gehalten sein. Dezente Streifen sind natürlich erlaubt. Schwarz ist übrigens keine Farbe für Geschäftsanzüge. Eine Ausnahme bilden die Kreativberufe wie Werber und Architekten sowie die Gastronomen, die dem schwarz-weiss-Kontrast huldigen dürfen.
Der Mann trägt bis auf die Uhr und den Ehering übrigens keinen Schmuck. Eine Ausnahme können Manschettenknöpfe darstellen. Ohrringe gehören unwiderruflich in die Mottenkiste der 80er Jahre und vernichten jedes anspruchsvolle Geschäftsoutfit gänzlich. Den Siegelring Ihres Vaters sollten Sie nur dann tragen, wenn es sich tatsächlich um das eigene Familienwappen handelt. Fantasiewappen und „leere“ Siegel wirken schnell überheblich.
Nun hat der Mann von Welt die Option, sein Outfit durch kleine Accessoires etwas aufzupeppen. Das Einstecktuch sollten Sie mit Vorsicht auswählen. Es muss in jedem Fall zur Krawatte passen; kann aber durchaus in einem anderen Muster als die Krawatte sein. Den wahren Stilexperten erkennen Sie daran, dass er Krawatte und Einstecktuch aus unterschiedlichen Designs, jedoch in bester Korrespondenz wählt. Beide Teile aus dem gleichen Design zu wählen erinnert mich eher an den vorgelegten Kaufhauschick a la C & A.
Die Krawatte empfinden viele Gentlemen als lästig und überflüssig. In der Tat hat diese auch hauptsächlich eine schmückende Aufgabe und keinen Nutzwert. Lediglich den, dass sie ihren Träger seriös und respektvoll wirken lässt. Und deshalb sollten Sie auf den Binder nicht verzichten.
Berufseinsteiger sollten die Accessoires ihres ersten Geschäftsoutfits mit Vorsicht wählen. Honorig wirkende Komponenten wie der Siegelring, Einstecktuch oder zu auffällige Manschettenknöpfe können aufgesetzt wirken. Als Jungbanker oder Junior Sales sollten Sie sich der Tatsache bewusst sein, dass Sie erst am Anfang ihrer Karriere stehen. Und dieses respektvolle Bewusstsein sollten Sie ihren oftmals älteren Kollegen gegenüber auch kommunizieren. Eine komplette Übersicht der möglichen Businessoutfits finden Sie unter www.massanzug.biz
Ihre Füße befinden sich zwar fast den ganzen Tag unter ihrem Schreibtisch. Trotzdem sollten Sie die Wahl Ihrer Schuhe nicht dem Zufall überlassen. Rahmengenäht sollten Sie sein. Solche sind heute schon in verträglichen Preislagen um die 200 Euro zu haben und somit für fast jedermann erschwinglich. Die gängigen Businessmodelle wie den Oxford oder Budapester finden Sie in allen Fachgeschäften.
Und damit Ihre Kolleginnen und Kollegen zwischen Ihrem schönen Anzug und den guten Schuhen nicht den Anblick beharrter Herrenbeine erdulden müssen, wählen Sie bitte passende Kniestrümpfe, die das Bein in jedem Fall ausreichend bedecken.
Nachdem immer mehr Damen die Führungsetagen erobern, hat sich auch ein Dresscode für weibliche Businesspeople entwickelt. Prinzipiell ist dieser mit dem männlichen zu vergleichen. Damenkostüme sollten elegant und schick sein. Nicht verwechseln mit sexy. Das Dekollete darf nicht zu tief, die Rocklänge nicht zu kurz sein. Ihr Gegenüber soll Sie schließlich als Respektperson und verbindlichen Ansprechpartner sehen. Die Wahl der Farben sollte wie bei den Herren dezent und verbindlich wirken. Dunkle und gedeckte Farben, gerne mit dezenten Streifen. Dazu die passende Bluse oder ein Shirt unter den Blazer.
Auch wenn sich die Frauen ihren Platz in der Männerdomäne „Geschäftsleben“ erkämpft haben, so sollten sie dennoch Frau bleiben und nicht zu viele männliche Kleidungsattribute übernehmen. Verzichten Sie auf typisch maskuline Stilelemente wie Krawatte und Einstecktuch. Dafür dürfen Sie als Dame durchaus mit dezentem Schmuck glänzen, der uns Herren gänzlich untersagt ist.
Die persönliche Sympathie gegenüber einem Menschen wird bekannter Maßen auch dadurch beeinflusst, ob wir uns gut riechen können. Das haben wir übrigens selbst in der Hand. Neben der ohnehin vorausgesetzten täglichen Hygiene sollten Sie unabhängig von Ihrem Geschlecht mit duftenden Parfüms sparsam umgehen. Eine leichte Brise unseres Gegenübers empfinden wir meistens alle als wohlriechend, penetrante Duftwolken als eher unangenehm.
Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren signifikant verändert. Neben einem höheren Wettbewerbsdruck haben sich auch die Anforderungen an die Arbeitnehmer erhöht. Wer die Karriereleiter nach oben möchte, für den reichen guten Zeugnisse schon lange nicht mehr aus. Psychologische Aspekte wie Kleidung, Ausstrahlung und soziale Kompetenz haben einen wesentlich höheren Einfluss auf unser Berufsleben als auf das unserer Eltern und Großeltern. Das sollte Sie jedoch in keiner Weise abschrecken, sondern eher ermutigen. Der perfekte Businesslook ist nämliche kein Hexenwerk. Probieren Sie es aus!













