(openPR) (Filderstadt, 11.10.2010) Ungewollte Kinderlosigkeit und die daraus resultierenden sinkenden Geburtenraten vieler Industrienationen sind Herausforderungen, die die heutige moderne Medizin zu bewältigen versucht. Lösungen werden entsprechend großzügig honoriert, wie die diesjährige Nobelpreisehrung des Physiologen und Forschers im Bereich In Vitro Fertilisation Robert Edwards demonstriert. Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch sind allerdings nicht immer naturgegeben. Vielen Paaren ist nicht bewusst, dass die Infektion mit Chlamydien eine häufige Erklärung für Unfruchtbarkeit ist. Diese Geschlechtskrankheit ist insofern bedenklich, da in 80% der Infektionsfälle keine erheblichen Beschwerden auftreten und damit die Gefahr einer unbewussten Übertragbarkeit auf Sexualpartner besonders groß ist. Wird die Krankheit nicht frühzeitig erkannt, können Langzeitschäden den menschlichen Körper irreversibel beeinträchtigen. Der cyclotest Chlamydien - Schnelltest bietet hierbei schnellen Aufschluss über eine eventuelle Infektion.
Neben dieser Möglichkeit des unkomplizierten Selbsttests ist insbesondere die Aufklärung über Schäden, Übertragungswege sowie Behandlungsmethoden wichtig, da in der Bevölkerung im Allgemeinen Unwissenheit über das Thema herrscht. Die Deutsche Gesellschaft für sexuell übertragbare Krankheiten (DSTDG) geht davon aus, dass pro Jahr etwa 100.000 Frauen aufgrund einer Chlamydieninfektion unfruchtbar werden. Übertragen wird diese Krankheit insbesondere durch ungeschützten vaginalen, analen und oralen Geschlechtsverkehr sowie Hände, die die Erreger in die Augen befördern. Eine ungesunde Lebensweise verbunden mit starkem Rauchen oder mangelhafter Ernährung erhöht zudem die Infektionsgefahr. Anders als noch bis in die 1960er Jahre vermutet, handelt es sich bei Chlamydien nicht um Viren, sondern um kugelförmige Bakterien, die Genitalien, Atemwege und Augen befallen und zur Schädigung der Schleimhäute führen. Die Wissenschaft unterscheidet dabei drei Bakterienarten der Chlamydiengruppe: Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci. Insbesondere die Erreger der Chlamydia trachomatis verursachen Geschlechtskrankheiten und lösen ein ähnliches Krankheitsbild aus wie die ebenfalls häufig vorkommende Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, wohingegen die anderen beiden Bakterienarten Krankheiten wie Lungenentzündungen hervorrufen.
Frauen, die an einer Chlamydieninfektion leiden, können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, unübliche Blutungen, wiederholte Eierstockentzündungen oder Schmerzen beim Urinieren aufweisen. Bei infizierten Männern wurden Entzündungen der Harnröhre, verstärkter Harndrang oder Schmerzen beim Urinieren sowie während des Geschlechtsverkehrs festgestellt. Die regulären Abwehrmechanismen des menschlichen Körpers erkennen allerdings den bakteriellen Befall oftmals nicht frühzeitig, so dass die Krankheit erst nach Jahren entdeckt werden kann. Zu beachten ist vor allem, dass der Infekt sowohl bei Frauen als auch bei Männern in Falle einer Nichtbehandlung zur Unfruchtbarkeit führt. Infektionen während der Schwangerschaft schädigen zudem das Ungeborene und erhöhen das Risiko von Fehlgeburten. Da das Immunsystem durch die Infektion erheblich geschwächt wird, besteht darüber hinaus eine erhöhte Gefahr, an anderen Geschlechtskrankheiten zu erkranken. Studien belegen, dass etwa 30% der an der Infektion leidenden Personen an einer weiteren sexuell übertragbaren Krankheit wie Tripper, Syphillis oder HIV erkranken. Besonders gefährdet sind vor allem Mädchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahren, die tendenziell häufig ihre Partner wechseln sowie laut Studien bevorzugt ungeschützten Geschlechtsverkehr praktizieren. Aufklärung und Sensibilisierung für das mittlerweile weit verbreitete Problem sind damit vor allem für diese Altersgruppe wichtig.
Wirksamer Schutz vor einer Infektion lässt sich durch den Einsatz der Verhütungsmittel Kondome oder Femidome erreichen. Zu betonen ist allerdings, dass Bakterien auch durch Tröpfcheninfektionen über die Hände übertragen werden können. Sorgfältige Hygienemaßnahmen, insbesondere im Genitalbereich, können dabei das Infektionsrisiko vermindern. Sicherheit bietet prinzipiell eine gründliche Untersuchung beider Partner durch den Arzt. Vor dem Arztbesuch besteht außerdem die Möglichkeit, mithilfe des cyclotest Chlamydien - Schnelltests erste Klarheit zu schaffen. Im Falle einer Infektion können Folgeschäden durch eine frühzeitige Behandlung mit entsprechenden Antibiotika vermieden werden.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter http://www.chlamydien-info.de/









