(openPR) Hamburg, 06. Oktober 2010: Wie entstehen Innovationen? Wie lassen sich Ideen in Markterfolge umsetzen? Diesen Fragen ging die Unity auf ihrem fünften "innovationday" in Hamburg nach. Und zwar in einer Location, die das Attribut ‚innovativ' wahrhaft verdient: dem Cabin Innovation Walk bei Airbus. „Dieser war die optimale Location für den Unity innovationday: Eine inspirierende Umgebung, in der man den Entstehungsprozess von Kabinen-Innovationen für Flugzeuge hautnah miterleben konnte.“, berichtet Felix Schwabe von Audi. Über 130 Firmenvertreter aus so unterschiedlichen Branchen wie der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Energiewirtschaft und der Konsumgüterindustrie nahmen an der Veranstaltung teil. Dass der Event ein voller Erfolg war, belegt das positive Feedback der Teilnehmer. „Der Unity innovationday ist eine fantastische Gelegenheit, sich mit erfahrenen Kollegen aus diversen Industrien zum Thema Innovation auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen. Die Gespräche, Präsentationen und Diskussionen lieferten Inspirationen und erlaubten einen tiefen Einblick in das Thema Innovationsmanagement", fasst Dr. John Lohrenz von Bayer CropScience seine Eindrücke zusammen.
Ein furioses Intro lieferte Trend-Guru Nils Müller von TrendOne mit seiner Zeitmaschine für die Reise ins Jahr 2021. Im weiteren Verlauf erläuterten Experten von Airbus, BMW, der Deutschen Bahn, von GEA, Henkel sowie von Intel, wie in ihren Unternehmen Innovationen aktiv gestaltet und gefördert werden. Das Thema Neuerung in all seinen Facetten beleuchteten zudem mit Dr. Carsten S. Schröder von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und Prof. Dr. Cornelius Herstatt Vertreter aus den akademischen Reihen. „Die Vorträge waren spannend und vor allem praxisbezogen und lieferten so neue Impulse für die praktische Arbeit.“, resümiert Felix Schwabe.
Welchen Einfluss haben äußere Faktoren auf die Innovation?
"Wie äußere Faktoren Innovationsfelder bestimmen",, war das Thema eines Vortrags von Dr. Frank Thielemann, Mitglied des Vorstands der Unity und Dr. Hans D. Kespohl, Partner der Unity Welchen Einfluss äußere Faktoren aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf einen Industriezweig haben, zeigten sie am Beispiel der Elektromobilität: Während die Automobilindustrie sehr lange Zeit von überschaubaren Märkten mit wenigen Marktsegmenten, von ausreichend vorhandenen, günstigen Ressourcen und langen Produktlebenszyklen geprägt war, ist das Umfeld heute wesentlich komplexer und schnelllebiger geworden. Globalere Märkte, kleinere und heterogenere Marktsegmente, kürzere Produktlebenszyklen und verschärfender Wettbewerb um neue Zielgruppen verstärken den Druck auf die Innovationsleistung der Unternehmen. Urbane Mobilitätsanforderungen und neue Technologien ermöglichen es zudem, neue Geschäftsmodelle zu etablieren. All dies führt absehbar zu einem Wettlauf um innovative Mobilitätslösungen. Mit der wachsenden Komplexität steigt die Unsicherheit, und die herkömmlichen Planungsinstrumente verlieren an Bedeutung. Dies gilt nicht nur für die Automobilbranche.
Was beeinflusst unsere Geschäftspotenziale von morgen? Diese Frage zu beantworten wird für die Unternehmen immer schwieriger, ist aber zugleich überlebenswichtig. Sie müssen die Schlüsselfaktoren für ihr Geschäft erkennen, so die Experten für Innovationsmanagement Thielemann und Kespohl, und die möglichen Entwicklungen antizipieren und ins Kalkül ziehen.
Szenario-Technik statt Blick in die Glaskugel
Schlüsselfaktoren bestimmen Zukunftsplaner, indem sie das komplette System der Vernetzung der einzelnen Einflussfaktoren des unternehmerischen Umfeldes analysieren. Alternative Entwicklungen werden anschließend zu konsistenten Zukunftsszenarien zusammengefasst. Aus diesen Zukunftsentwürfen werden die Potentiale für die Märkte von morgen erkennbar. Hieraus lassen sich Innovationsfelder für neue Anwendungen ableiten. Auf welche Innovationsfelder sich ein Unternehmen konzentrieren sollte, hängt von mehreren Dimensionen ab. Entscheidend dabei ist, dass die Innovationskraft auf Weniges gebündelt wird. Diese Fokussierung erlaubt somit, Ideen „auf Vorrat“ gezielt in ’Innovations-Pipelines’ zeitlich zu positionieren.
Von der Idee zum erfolgreichen Produkt
Für die definierten Innovations- und Anwendungsfelder gilt es, Know-how aufzubauen und innovative Konzepte zu schaffen. Welche Anforderungen hat der Kunde zum Beispiel im Jahr 2015, 2020, 2025? Um dies herauszufinden, verfolgen die Zukunftsexperten einen Ansatz, der von einem konsistenten Zukunftsszenario 2025 ausgehend in die Gegenwart zurückblickt. Dabei kommt es darauf an, Marktbedürfnisse konsequent bis zum Szenario vorauszudenken und die Optionen neuer Technologien parallel zu berücksichtigen. So lassen sich Aufgaben und Problemstellungen identifizieren, die heute angegangen werden müssen, um in der Welt von morgen bestehen zu können. Die letzte Phase ist laut Thielemann und Kespohl das Prämissen-Controlling: Um möglichst frühzeitig auf Veränderungen in den Annahmen reagieren zu können, müssen die Szenarien, Innovations- und Anwendungsfelder regelmäßig überwacht werden.
Fazit dieses Vortrags und des gesamten innovationday der Unity: Mit professionellem Innovationsmanagement lässt sich Zukunft erkennen, verstehen und gestalten. Die zarte Pflanze Innovation gedeiht allerdings nur, wenn das richtige Klima herrscht, sprich: in den Unternehmen muss eine entsprechende Innovationskultur gepflegt werden. Darüber waren sich alle Teilnehmer einig. So erklärte etwa Dr. Hugo Blaum, Segment President von GEA Refrigeration Technologies: "Innovatives Klima entsteht im Wesentlichen durch Mut, ein Risiko einzugehen." Jens Bode von Henkel sieht dies ganz ähnlich: "Warum sagen wir so häufig 'aber'? Streichen Sie das aber", ermahnt er alle Innovationswilligen.
Mehr Infos zum Unity innovationday finden Sie unter www.unity-innovationday.de.











