(openPR) Mit neun interessierten und motivierten Teilnehmern begann das Projekt „Von Nachbarn zu Nachbarn. Interkulturelle Stadtteilmediation“ in Laatzen am 30. September 2010. Der Verein für Integrative Existenzgründung (intEX) e.V. hat in Kooperation mit culture.communication GbR dieses Projekt ins Leben gerufen. Die Teilnehmer werden von der Wirtschaftsmediatorin und Trainerin Irka Fürle von culture.communication und Bernhard Böhm, der als freiberuflicher Mediator und Trainer bei dem Steinbeis-Beratungszentrum tätig ist, in der interkulturellen Stadtteilmediation geschult.
Im Mittelpunkt der kostenlosen Ausbildung, die von der Region Hannover und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung finanziert wird, steht neben der Wissensvermittlung vor allem die praktische Erarbeitung und Selbsterfahrung durch Übungen, Rollenspiele sowie geführte und strukturierte Reflexion und Diskussion. Diese Übungen und Fallbeispiele haben immer einen praktischen Bezug zu möglichen Konfliktfällen im Gemeinwesen der Beteiligten, wie z.B. der Streit zwischen Nachbarn, Jugendlichen oder innerhalb von Vereinen. Dabei soll die aktive Einbeziehung und Selbsterfahrung der Teilnehmer die wesentlichen Unterschiede zu anderen Konfliktlösungsmethoden aufzeigen und erfahrbar machen.
Der Ablauf der Ausbildung gliedert sich in vier Module, die zwar eigenständige, inhaltliche Schwerpunkte beinhalten, immer aber im Zusammenhang gesehen werden müssen. Nachdem im ersten Modul Vorgehensweisen, Grundprinzipien und Anwendungsbereiche der Mediation vermittelt wurden, wird beim nächsten Treffen am 20.11.2010 der Umgang mit (interkulturellen) Konflikten trainiert. Gerade in Stadtteilen mit Bewohnern unterschiedlicher Prägung, Erfahrung und Sozialisation ist ein offener, wertschätzender Umgang Grundlage für eine erfolgreiche Konfliktvermittlung.
Das Projekt „Von Nachbar zu Nachbar – Interkulturelle Stadtteilmediation“ richtet sich an gut vernetzte Bürgerinnen und Bürger, die als ehrenamtliche Ansprechpartner für ihre Mitmenschen fungieren und in Konfliktsituationen vermitteln. Das Ziel der Initiative ist es, diese Stadtteilbewohner und Schlüsselpersonen zu schulen und damit Nachbarschaftskonflikten und Streit vorzubeugen. Durch die Einbindung der Mediatoren in ein Umfeld, in dem sie bekannt sind und Vertrauen genießen, können Nachbarstreitigkeiten schneller gelöst und die Lebensqualität eines Stadtteils enorm erhöht werden.









