(openPR) Er ist längst nicht mehr so populär wie einst und droht aus der Mode zu kommen – der Keller! Dunkel, feucht und teuer, das sind die Klischees, mit denen das Basisgeschoss belegt wird. Dabei gibt es einfache Lösungen, die einen wohnlichen Keller ermöglichen. Wir sprachen mit dem Architekten Günter Kampe-Schröder, der für eine junge Familie ein Einfamilienhaus mit Keller in Rosenfeld bei Kiel entworfen hat.
Herr Kampe-Schröder, werden von Architekten heute weniger Häuser mit Keller geplant als früher?
Ja, durchaus. Das liegt aber weniger an uns Architekten, sondern häufig an den Bauherren selbst, die das Kellergeschoss als unliebsamen Kostenfaktor sehen und deshalb auf ihn verzichten. Das Geld wird im Einfamilienhausbau oft an anderer Stelle ausgegeben – beispielsweise bei den Materialien oder der Innenausstattung.
In Rosenfeld bauen Sie für eine junge Familie ein Haus mit Keller. Warum?
Kellerbau ist auch eine Bauchentscheidung, wie ich festgestellt habe. Meine Bauherren sind in einem Haus mit Keller aufgewachsen. Ein Haus ohne Keller war für sie nicht vorstellbar. Im Keller sollen der Hauswirtschaftsraum und später mal ein Hobbykeller und eine Sauna eingerichtet werden. Zudem bietet sich der Keller klassischerweise immer noch für die Haustechnik und als Abstellraum an. Das spart natürlich Platz im Erdgeschoss – und in der Garage, die viele „kellerlose“ Eigenheimbesitzer als Abstellraum nutzen.
Gibt es in der Planung und Ausführung Unterschiede zwischen der Nutzung als Wohnraum oder des einfachen Abstellkellers?
Ja natürlich, für beide ist aber vor allem wichtig, dass das Basisgeschoss dicht und wärmegedämmt ist.
Der Verband privater Bauherren hat in einer Umfrage ermittelt, dass die häufigsten Mängel bei Neubauten im Keller festgestellt werden. Warum ist das so?
Das Basisgeschoss ist natürlich die sensibelste Zone beim Hausbau, weil es direkt im Erdreich steht. Wasser in Form von Sicker- oder drückendem Wasser bildet heute die größte Gefahr beim Hausbau und dies wird sich durch den Klimawandel, sprich Starkregenfälle und Grundwasserstandsänderungen, noch verstärken. Der Keller braucht daher eine sichere Abdichtung. Die Arbeiten müssen genauestens und penibel im Detail überwacht werden. Nur so kann eine 100% Dichtheit gewährleistet werden.
Was passiert, wenn das nicht der Fall ist?
Gibt es undichte Stellen wird der Keller feucht, es kann Schimmelbildung entstehen.
Gibt es Lösungen?
Hier in Rosenfeld setzten wir z.B. ein Kellerdicht-System der Firma ABG ein. Es ist eine Entwicklung aus dem Tankstellenbau, dass auf den Einfamilienhausbau übertragen wurde. Da ich selber auch Tankstellen gebaut habe, kenne ich die Problematik. Kraftstoffe dürfen nicht in den Boden gelangen – in unserem Fall soll das Wasser draußen bleiben. Das ABG-Kellerdicht-System besteht aus zwei unterschiedlichen Bahnen, die sich in ihrer Funktion optimal ergänzen sollen. Die Dichtungsbahn besteht aus Polyethylen und bildet die Wanne mit Kontakt zum Erdreich. Die Atmungsfixbahn soll zwischen Dichtungsbahn und Mauerwerk als Lüftungsbahn dienen. So soll ein atmungsaktiver Wandaufbau geschaffen werden und ein Keller mit Wohnraumklima.
Hört sich teuer an!?
Das System ist in unserem Fall kostenneutral bzw. günstiger als konventionelle Abdichtungen wie die sog. Schwarze oder Weiße Wanne. Die Firma ABG bietet zudem 30 Jahre Garantie mit Abschluss eines Wartungsvertrages, da kann die Familie beruhigt an den Ruhestand denken.










