(openPR) Am kommenden Sonntag findet im Kunstverein Meißen die Vernissage der Ausstellung "Scherbenstärke" der Meißner Künstlerin Else Gold statt. Scherbenstärke ist Bezeichnung für die Dicke keramischer Scherben. Der getrocknete oder gebrannte Körper aus Ton oder Porzellan wird als Scherben ebenso bezeichnet, wie dessen Bruchstücke. Diese sind Teile eines gewesenen Ganzen, sind Fragmente. Im Werk von Else Gold erfahren sie eine Verwandlung. Das Einzelne geht auf in einem neuen Ganzen.Ihre Arbeiten mit Porzellan, mit gefundenem Holz oder mit objekt trouves, die sie in Bildwerke, in plastische Objekte und Installationen oder zu Assemblagen verwandelt gehen von vorgefundenen Formen, sowohl denen aus der Natur, als auch aus den zivilisatorischen Technologien hervor, die der Mensch im Laufe seiner Entwicklung geschaffen und gefunden hat. "Das Else Gold Abfall für ihre Schöpfungen verwendet ist der Philosophie ihrer Handschrift verpflichtet. Er ist der Humus, das stoffliche Reservoir, aus dem die Künstlerin ihre Werke bildet und ihre Ideen schöpft. Er ist aber auch das Endprodukt der Schöpfung, zu dem alles hinsinkt und vergeht." so Heinz Weißflog über ihre Arbeiten. Der Titel Scherbenstärke beinhaltet für die Künstlerin ihre Beziehung zum Material Porzellan und ist gleichzeitig die Folge einer Begegnung, einer Auseinandersetzung mit den Resten eines zerbrochenen Lebens. Bruchstücke - Geschichte, Daten, Zeitläufe finden sich in allen Fragmenten und werden fortgeschrieben in den Werken von Else Gold. In ihren Felder und Reihen befasst sie sich mit dem Phänomen des Seriellen, der Wiederholung des Einzelnen. Diese aus der Vielzahl individueller Einzelteile zusammengesetzten Installationen, können in sich abgeschlossen, auch wieder Feldstück oder Teil einer Reihe sein. "In spielerische Weise arbeitet Else Gold mit Porzellan, experimentiert sie mit dem Material und seinen Formen. Dabei orientiert sie sich immer am Naturgesetzlichen. Zwischen dem Tun der Künstlerin und den materiellen Prozessen besteht immer ein analoger Zusammenhang. Wie in einem Modellversuch bearbeitet sie ihren Gegenstand in gleicher Weise, die Kräfte nachahmend, die im Universum wirken." formuliert Heinz Weißflog. Else Gold ist in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) geboren, in Johanngeorgenstadt aufgewachsen und lebt seit 1999 in Meißen. Im August wurde Else Gold in Dresden mit dem Propreum-Kunstpreis geehrt. Die Ausstellung "SCHERBENSTÄRKE Felder. Reihen. Einzelnes." ist vom 3. Oktober bis 20. November 2010, im Kunstverein Meißen im Bennohaus, am Markt 9 zu sehen. Ein Kunstgespräch zur Ausstellung findet am 5.November im Kunstverein Meißen statt. Der Eintritt ist frei.








