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Diskussionen | Rezeptfreie Vergabe der „Pille danach“

24.09.201011:52 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Bereits seit Dezember letzten Jahres ist in dem Nachbarland Österreich die so genannte „Pille danach“ für Frauen rezeptfrei erhältlich. Im Vorfeld wurden groß angelegte Umfragen innerhalb der österreichischen Bevölkerung durchgeführt. Ergebnis dieser Umfrage, bei denen eine überwiegende Mehrheit der etwa 1000 Befragten (circa 87% aller Teilnehmer) war zum einen, dass die rezeptfreie Vergabe des Präparates als eine wesentliche Verbesserung zur Selbstbestimmung von Frauen gesehen wurde. Zum anderen wurde von immerhin 80% der 14-67 jährigen davon ausgegangen, dass die Freigabe des Hormonpräparates die Häufigkeit von Abtreibungen deutlich senken wird.

Während in Österreich nun die Freigabe der Präparate erfolgte, die bereits in 16 weiteren europäischen Ländern besteht, gehen die Diskussionen in Deutschland in eine weitere Runde.
Die Argumentationsgrundlagen über das Für und Wider wiederholen sich bei den verschiedenen Interessengruppen.
Die Befürworter der rezeptfreien Vergabe des postkoitalen Medikaments unterstreichen in ihrer Argumentation vor allem die erhöhte Wirksamkeit des Präparates nach möglichst schneller Einnahme. Darüber hinaus verweisen sie auf die bereits erwähnte Selbstbestimmung der Frau, sowie auf die Fortschritte der Verträglichkeit des pharmakologischen Produkts.
Die Gegner führen weiterhin die Befürchtungen eines gesetzlich geregelten „Freibriefs“ für sexuelle Leichtsinnigkeit und den damit verbundenen Risiken sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren ins Feld. Des Weiteren sind laut den Freigabe-Gegnern die Nebenwirkungen des Medikaments, da es sich nach wie vor um ein hormonelles Präparat handelt, zu wenig erforscht und getestet, sowie ethische und diverse andere mögliche nachfolgende Konsequenzen nicht abzusehen.

Ein Ende der Diskussion zwischen den bekannten liberalen und konservativen Positionen bezüglich der Verfügbarkeit des Hormonpräparates ist nicht in Sicht.
Dr. Annette Haase, praktizierende Frauenärztin Berlin-Friedenau, zu dem aktuellen Stand der Kontroverse: „Natürlich verfolgen wir diese Diskussion. Ganz egal in welche Richtung die Gesetzeslage sich bewegt: Ein Gespräch und die regelmäßige Konsultation mit und von Fachärzten oder Fachärztinnen sollte immer gewährleistet sein und unternommen werden. Es geht nicht nur um Risiken und Nebenwirkungen dieses Präparates, sondern um grundlegende Information aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Empfängnisverhütung, sowie allen weiteren für Mädchen und Frauen relevanten Themen in einem dauerhaft vertrauensvollem Umfeld.“

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