(openPR) Berlin – Die erste Hybrid-Lokomotive der Welt ist jetzt serienreif. Das verkündete Alstom Transport auf der Innotrans in Berlin. Durch einen Vertrag mit der DB Schenker Rail-Tochter MEG werden die ersten fünf Hybrid-Rangierlokomotiven von Alstom ausgeliefert. Mit diesem neuen Konzept können jährlich 60 Millionen Liter Diesel eingespart werden. Das berichtet deutschebusinessnews auf wordpress.com
Dr. Martin Lange, Vorsitzender der Geschäftsleistung Alstom Transport: „Wir sind stolz, das erste fertige Produkt der Green Mobility auf der Innotrans zu zeigen. Mit 50 Prozent weniger Verbrauch und 70 % weniger Schadstoffen ist unsere Rangier-Hybridlok jetzt serienreif.“
Die Mitteldeutsche Eisenbahngesellschaft, eine Tochter des Logistik-Unternehmens DB Schenker Rail, unterzeichnete gestern den Vertrag mit Alstom. Bis 2018 wird die MEG fünf Hybrid-Loks von Alstom leasen – mit der Kaufoption auf diese und noch sechs weitere Loks.
Jürgen Sonntag, Geschäftsführer der MEG: „Wir erhoffen uns durch die neuen Alstom Hybrid-Loks eine Einsparung von 40000 bis 60000 Euro im Jahr – pro Lokomotive.“ Diese Ersparung ergäbe sich einmal durch den geringeren Energieverbrauch, geringere Instandhaltungskosten und durch weniger Ausfälle, so die MEG. Der Leasingpreis für die Alstom Hybrid Rangierlok bewege sich laut Sonntag im üblichen Rahmen für eine Rangierlok: „Dieselloks sind auch nicht günstiger oder teurer.“ Mit im Vertrag enthalten ist auch die Wartung durch Alstom Train Life Service.
Die neuen Alstom Hybrid Rangierloks werden bei Dow Olefin in Schkopau und Böhlen sowie bei der Cemex Ostzement in Rüdersdorf eingesetzt. Otto Niederhofer, Vorstand bei DB Schenker Rail: „Wir unterstützen diese umweltfreundliche Antriebstechnik aktiv mit, weil wir im DB Konzern vielfältige Einsatzmöglichkeiten für die verbrauchsarme Hybrid-Rangierlokomotive sehen.“ Der Bedarf, so erfuhr deutschebusinessnews, liege allein bei der Bahn-Tochter insgesamt bei 30 bis 40 Rangierloks.
Die Hybrid-Rangierlok von Alstom wurde vor fünf Jahren als Prototyp hergestellt. Sie funktioniert mit einem herkömmlichen LKW-Dieselmotor mit Rußfilter. Der treibt einen Generator an, der 500 autobatteriegroße Nickel-Cadmium Akkus lädt. Mit diesem Konzept eignet sich die Hybrid-Rangierlok von Alstom für alle Aufgaben, bei denen es um das reine Rangieren auf Bahnhöfen geht. Der Diesel-Motor ist mit Schadstoffnorm Euro 4 enorm sauber, leise und umweltfreundlich. Dennoch ist die Hybrid-Rangierlok mit 600 kw stark genug, um auch schwere Güterzüge zu ziehen.
Den Markt für diese umweltfreundliche Lok mit einem Kaufpreis von rund 1,6 Millionen Euro schätzt Klaus Hiller, Leiter des Geschäftsbereiches Service und Lokomotiven, auf rund 2000 Stück allein in Europa. Hiller: „Es gibt 3000 Rangierloks in der EU, die 30 Jahre alt sind. Wenn davon 2000 Stück durch die Alstom Hybridlok ersetzt werden, können 60 Millionen Liter Diesel im Jahr eingespart werden.“












