(openPR) In Deutschland leben über sechs Millionen Hunde. Damit diese sich gut in die Gesellschaft integrieren können, ist eine qualifizierte Erziehung und Ausbildung unerlässlich. Meinungen und Ansichten dazu gibt es fast ebenso viele wie Hunde. Einige Halter propagieren den „Schmusekurs“, andere bestimmen eindeutige Verhaltensregeln und setzen dafür ein so genanntes Erziehungshalsband ein.
Das Erziehungshalsband (auch Ferntrainer, Teletakt, Teletact oder Teleimpulsgerät – kurz: TIG – genannt) wird von vielen (zu unrecht) regelrecht verteufelt. Dabei ist es das einzige bewährte Mittel der Hundeerziehung, um eine Meide-Reaktion zu trainieren und wird, nur weil hier ein harmloser Reizimpuls zum Einsatz kommt, an den Pranger gestellt. Erziehungshalsbänder gibt es seit den späten fünfziger Jahren – damals war die Technik und die Stromstärke freilich eine ganz andere als heute und verletzte manchmal die Tiere. Heute hat sich die Situation geändert. Durch den Einsatz von Hochtechnologie in vielen aktuellen Modellen der Ferntrainer lässt sich die Abgabe der Reizimpulse sehr genau dosieren. Im Prinzip wird mit den Reizimpuls die Natur kopiert - Vergreift der Vierbeiner sich beispielsweise an einer Wespe, quittiert diese die Attacke mit einem schmerzhaften Stich in die Nase. Dabei lernt das Tier schon bei der ersten Begegnung mit dem Insekt eine Meide-Reaktion. Zeit Lebens werden nun die Wespen nicht mehr beachtet. Unzählige andere Beispiele aus der Natur belegen, dass diese Art des "Trainings" ausgezeichnet funktioniert, weil es eben ein ganz natürlicher Lernprozess ist. Vorsicht ist jedoch geboten bei Geräten, die mit minderwertiger Software ausgestattet sind - diese Geräte (meist aus den USA oder China) beschädigen die Hautzellen der Tiere, was zu einer Verletzung der Haut führt.
In der Medizin werden Reizstromgeräte überwiegend zur Schmerzlinderung eingesetzt. Bei der Hundeausbildung wird via Erziehungshalsband ein Reiz ausgelöst, der für den Hund mit einer von ihm selbst bestimmten Handlung verknüpft wird – und nicht mit dem Halter. Bei der Hundeerziehung mit Ferntrainer lernt der Hund über Versuch und Irrtum. Das Angenehme wird wiederholt (Motivation durch Leckerli, Lob etc.) das Unangenehme wird vermieden (Bsp. Wespe). Das Erziehungshalsband hat weitere klare Vorteile:
- eine Korrektur des unerwünschten Verhaltens erfolgt auch aus der Distanz in unmittelbarer Zeitnähe (richtiges Timing)
- die Stärke des unangenehmen Reizes kann je nach Hundetyp und Situation individuell angepasst werden
Der Ferntrainer / das Erziehungshalsband sollte immer mit Bedacht eingesetzt werden. Eine Anwendung ist sinnvoll, wenn der Hund im Trieb ist (z.B. Jagdtrieb) und davon abgehalten werden soll. Mit den niedrigen Stufen (die für den Hund im gefühlten angenehmen Bereich sind) können Kommandos wie beispielsweise korrektes "bei Fuß gehen" oder "Sitz & Bleib" trainiert werden. Wichtig ist, dass der Hund das Kommando kennt und nur der nötige "Druck" fehlt, um das Kommando sauber umzusetzen.
Kurz: in den richtigen Händen und mit dem Sachverstand eines Hundehalters ist der Ferntrainer mit Reizimpuls eine effektive, hilfreiche und bewährte Erziehungshilfe, für die es derzeit keine Alternative gibt.







