(openPR) Nahezu jede Frau kennt die typischen Symptome: Gesteigerter Harndrang, meist begleitet von schmerzhaftem und erschwertem Wasserlassen, Juckreiz, Brennen oder in manchen Fällen auch Krämpfe; die Rede ist von der Blasenentzündung.
Der Grund, warum deutlich mehr Frauen als Männer an einer Blasentzündung - medizinisch auch Zystitis - laborieren ist ein schlichtweg anatomischer: Die Harnröhre ist bei Frauen wesentlich kürzer als bei Männern, wodurch die Keime, die ursächlich diese Infektion auslösen, sehr viel schneller und leichter in die Blase gelangen können.
Neben diesen unangenehmen bis schmerzhaften Folgen der Blaseninfektion, kann die Entzündung in manchen Fällen auch einen die Gesundheit stark bedrohenden Verlauf nehmen.
Mindestens ein Drittel der betroffenen Frauen leiden unter einer so genannten rezidivierenden, also einer wiederkehrenden, Harnwegsinfektion. Eine wiederkehrende Blasenentzündung liegt wissenschaftlich dann vor, wenn zwei Infektionen innerhalb eines halben bzw. drei Infektionen innerhalb eines Jahres auftreten.
Diese eigentlich harmlose, wenngleich lästige Entzündung kann bei Nicht-Behandlung jedoch schwerwiegende Folgen haben.
„Sollte eine Blasenentzündung gar nicht, zu spät oder mangelhaft behandelt werden, entwickelt sich in einigen, seltenen Fällen eine erhebliche Risikolage für die Betroffenen“, so Dr. Valeria Schlothauer, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Berlin.
„Bei unbehandelten Blasenentzündungen kann es durch das fortschreitende Eindringen von Bakterien - von der Blase über die Harnleiter zu den Nieren - zu einer Nierenbeckenentzündung kommen, die vor allem bei schwangeren Frauen, welche sowieso eine besondere Risikogruppe bilden, im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führen kann. Greift die Entzündung von den Nieren noch auf weitere Organe über, kann es zu einer lebensgefährlichen Blutvergiftung kommen. Eine weitere mögliche Folge ist die so genannte „Schrumpfblase“. Sie stellt den Endzustand einer chronischen Blasenentzündung dar. Die Blase verkleinert sich insgesamt und die Blasenwände werden hart, was zu einem Unvermögen, die Harnblase spontan zu entleeren führt. Chronische Entzündungen der Harnblase können außerdem das Risiko steigern, an Harnblasenkrebs zu erkranken.“
Wie bei allen Krankheiten gilt also auch hier: Nichts auf die leichte Schulter nehmen. Die Früherkennung ist für alle Heilungsprozesse der beste Schritt, so auch in diesem Fall. Durch eine zeitnahe Konsultation eines Arztes/einer Ärztin können große Krankheits- und Gefährdungspotentiale, die aus eigentlich kleinen Symptomen erwachsen vermieden werden.










