(openPR) Marburger Carsharing-Firma fährt als einziges Unternehmen der Branche klimaneutral
Marburg (-). Kann Autofahren in Zeiten des Klimawandels noch ökologisch korrekt sein? Zwei Unternehmer aus Marburg zeigen mit ihrer Carsharing-Firma einfach mobil wie es gehen kann: Die Firma ist der erste und einzige Anbieter, deren Autos klimaneutral fahren – und das ganz ohne Elektroantrieb und Brennstoffzelle. Und: Auch Besitzer von Privat-Wagen profitieren offenbar, wenn andere zugunsten von Carsharing auf den Kauf eines eigenen Pkw verzichten.
„Wir zahlen einen Cent pro gefahrenem Kilometer unserer Autos an die Stiftung myclimate“, sagt Geschäftsführer Thomas Großnann in seinem Büro in der Marburger Innenstadt. Die Non-Profit-Organisation mit Sitz in der Schweiz fördere Klimaschutzprojekte in der ganzen Welt, erzählt er, und gleiche so die Kohlendioxid-Emissionen der Fahrzeug-Flotte aus. Ein Engagement, das auch das Bundesumweltministerium anerkennt: An der Wand hinter Großnann hängt der „Blaue Engel“ für die „umweltschonende Verkehrsdienstleistung“ des Carsharing-Anbieters.
Doch auch ohne CO2-Ausgleich schont Carsharing nach Großnanns Überzeugung neben dem Geldbeutel auch das Weltklima: „Jedes Carsharing-Auto ersetzt im Durchschnitt vier bis acht private Pkw“, zitiert sein Partner Tim Pfleiderer eine Studie des Bundesverbands Carsharing (bcs). Wer sich den Wagen mit anderen teile, nutze überdurchschnittlich oft den Öffentlichen Nahverkehr, fahre Fahrrad oder gehe schlicht zu Fuß, heißt es dort weiter.
Weniger Autos bedeute auch weniger Bedarf für Parkflächen in den Städten – und damit eine Entlastung für die oft „dramatische Parkplatzsituation in den Innenstädten“, wie Pfleiderer formuliert. Außerdem: „Fahrzeuge, die nicht gebaut werden, verbrauchen auch keine Ressourcen bei der Herstellung“, fügt Großnann hinzu. „20 bis 30 Prozent des Kohlendioxids, die ein Auto während seiner Lebensdauer erzeugt, entstehen bei der Produktion.“
Doch Carsharing kann nicht nur vernünftig sondern auch komfortabel sein: Vom Kleinwagen bis zum Van führt einfach mobil für jeden Zweck Fahrzeuge verschiedener Klassen. „Wir sehen Carsharing als moderne, innovative und nachhaltige Dienstleistung“, betont Diplom-Kaufmann Pfleiderer. Sogar Cabrios für den Sommerausflug können „Carsharer“ buchen – online oder per Telefon. Die Zeiten, in denen die Übergabe der Fahrzeuge kompliziert war, scheinen vorbei zu sein: „Bei uns öffnet die Kundenkarten das Auto“, sagt Großnann. Ein Bordcomputer registriere Zeit und gefahrene Kilometer für die Abrechnung.
Für Großnann ist das Produkt, das er verkauft, auch ein Beitrag zur Lebensqualität: „Carsharing ermöglicht das passgenaue Einkaufen von Automobilität und reduziert so Kosten“, sagt er. „So bleibt mehr Geld für andere Bereiche wie zum Beispiel eine besondere Reise.“ Und: Beim Carsharing müsse man sich nicht mit Dingen wie Wartung, Reparaturen oder auch der Abwicklung von Schadensfällen beschäftigen, fügt der studierte Jurist hinzu. „Sich ständig aufs Auto zu fokussieren, macht die Menschen nicht glücklich.“
Mittlerweile umfasst die „einfach mobil“-Flotte 85 Fahrzeuge, die in Gießen, Kassel und Marburg stehen. Doch beim Ausbau ihres Fuhrparks wollen es Großnann und Pfleiderer nicht belassen: „Ich kann mir vorstellen, dass Carsharing und der Öffentliche Personennahverkehr enger zusammenrücken“, sagt Großnann. „Zum Beispiel mit einer Jahreskarte, die auch die Nutzung unserer Autos einschließt.“ Und: Schon im kommenden Jahr könnte es ein Pilotprojekt mit Elektroautos geben. „Da gibt es viel zu lernen.“
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Internet:
www.einfach-mobil.de
www.myclimate.org
www.carsharing.de














