(openPR) Die Kunstausstellungen:
Die Städtische Galerie „Leerer Beutel“ (Eröffnung: 16.9., 21.30 Uhr) versammelt Werke von Zsolt Asztalos, Erika Baglyas, Borsos Lorinc, Mária Chilf, István Csákány, Róza El-Hassan & Salam Haddad, Dániel Horváth, Szabolcs KissPál, Gábor Arion Kudász, Adrián Kupcsik, Jeno Lévay, Ilona Lovas, Csaba Nemes, Ákos Siegmund, Miklós Surányi, Eszter Ágnes Szabó, Péter Szabó, Beatrix Szörényi und Gyula Várnai.
Unter dem Titel „Temporary Resurrection“ konfrontiert Balázs Kicsiny, einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen mittel- und osteuropäischen Kunst und Biennale-Künstler von 2005, die Minoritenkirche mit einer raumgreifenden, installativen Anordnung aus mehreren Settings lebensgroßer Figuren (Eröffnung: 16.9., 21.00 Uhr). Erstmals führt er seine zwischen 2004 und 2010 entstandenen Skulpturengruppen zu einer raumgreifenden Choreografie des Stillstands zusammen.
Videos und Fotografien weiterer Werke von Balázs Kicsiny, großformatige Zeichnungen von Kamilla Szíj, Aquarelle von Mária Chilf und Arbeiten von Péter Appelshoffer und Tamás Komlovszky-Szvet werden in der Galerie ArtAffair zu sehen sein (Eröffnung: 18.9., 19.00 Uhr).
In der Dominikanerkirche am Albertus-Magnus-Platz wird Erik Mátrai seine 2007 entstandene, kleinformatige multimediale Darstellung des Kreuzwegs nach Art von Guckkästen installieren (Eröffnung: 17.9., 14.00 Uhr).
Am Dachauplatz wird Ágnes Szabós Lichtskulptur „Liberty Statue of Hungary“ zu sehen sein. Die Objekte in der Innenstadt stammen von Ádám Albert („Enamel Signs“), die Videoprojektion „Cobbler’s Apprentice“ von Balázs Kicsiny (Pustet-Passage und Galerie ArtAffair). Im Bahnhofspark baut Tamás Oszvald mit der Installation 5x5 fünf Quadratmeter aus der Regensburger Partnerstadt Budavár auf.
Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie (Eröffnung: 19.9., 11.00 Uhr) präsentiert Zsolt Asztalos, Dániel Erdély, Szabolcs KissPál, Ádám Kokesch, János Korodi, Éva Köves & Andrea Sztojánovits, Little Warsaw, Dezso Szabó, Kamilla Szíj, Hajnalka Tarr, Zsolt Tibor und Júlia Vécsei. Der international bedeutende Avantgarde-Künstler Attila Csörgo zeigt mehrere Arbeiten, unter anderem Fotografien seiner berühmten Fotoserie „Spherical Vortex“ (1999) sowie „Moebius Space“, seine neueste Arbeit, die während seines Arbeitsstipendiums im Künstlerhaus Schwandorf im Mai diesen Jahres entstanden ist. Der Denker und Tüftler erhielt 2008 mit dem Nam-June-Paik Award den wichtigsten deutschen Medienkunstpreis. Seine visuell-installative Auseinandersetzung mit geometrischen Gesetzen wird erstmals in Beziehung zu Arbeiten von Dániel Erdély gesetzt. Erdély ist Erfinder des „Spidron“, einer geometrischen, in den Raum wachsenden Form.
Eine wichtige Position stellt die Fotografie-Ausstellung im Südost-Institut im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa dar, die in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München möglich wurde(Eröffnung: 13.10., 18.00 Uhr). Alltagsszenen von Romafamilien aus vier Ländern, gesehen von Jindrich Streit und Marie Zachovalová, heben aktuelle gesellschaftliche Spannungsverhältnisse zwischen den Ethnien ins Bewusstsein. Zur Eröffnung wird der Dokumentarfilm „Black Hearts“ von Monika Rychlíková und Bretislav Rychlík gezeigt, bei der auch der Fotograf Jindrich Štreit und der Regisseur des Films Bretislav Rychlík anwesend sein werden.
Führungen und Museumspädagogik:
"Liberation Formula.“ Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Jeden Sonntag, 15.00 Uhr (außer 3. Oktober), Bettina Bauer-Spandl M.A., Kunsthistorikerin
Mi, 22.09. | 15.00 Uhr, Kostenlose Führung für Lehrer, Pädagogen und Erzieher,
Bettina Bauer-Spandl M.A., Kunsthistorikerin und Regina Hellwig-Schmid, Initiatorin
Do, 07.10. und Do, 28.10. | 18.00 Uhr, Führung, Regina Hellwig-Schmid, Initiatorin
Mi, 20.10. | 14.00 Uhr, Seniorenführung, Bettina Bauer-Spandl M.A., Kunsthistorikerin
So, 26.09. | 14.00 Uhr Familiennachmittag für Klein & Groß, Karla Volpert,Museumspädagogin.
Schreibwerkstatt für Kinder und Erwachsene, Barbara Krohn, Schriftstellerin:
So, 24.10. | 10.00 –15.00 Uhr, für Erwachsene,
Sa, 30.10. | 10.00 –15.00 Uhr, für 9- bis 12-Jährige,
So, 31.10. | 10.00 –15.00 Uhr, für Jugendliche ab 13 Jahren.
Infos und Anmeldung: Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Telefon: 0941 / 29714-0,
„Liberation Formula.“ Städtische Galerie „Leerer Beutel“
Do, 30.09. | 18.00 Uhr, Führung, Regina Hellwig-Schmid, Initiatorin
So, 26.09., 17.10., 31.10. | 11.00 Uhr, Führungen, Regine Leipold M.A., Cultheca
Di, 19.10. | 14.30 Uhr, Seniorenführung, Regine Leipold M.A., Cultheca
Do, 23.09. | 15.00 Uhr, Kostenlose Führung für Lehrer, Pädagogen und Erzieher
Regine Leipold M.A., Cultheca und Regina Hellwig-Schmid, Initiatorin
So, 10.10. und So, 24.10. | 15.00 Uhr, Familienführungen, Regine Leipold M.A., Cultheca.
Infos und Anmeldung: Cultheca – Kulturpädagogik und Kommunikation, Telefon: 0941 / 69 89 69 46,
Die Gastspiele:
Die freie Theatergruppe „The Symptoms“ zeigt mit „From Scratch“ eine preisgekrönte Performance, die sich nicht scheut, in einer poetischen Zusammenführung der Gattungen Tanz, Musik, Comedy und Theater sozialkritisch zu sein (Theater an der Universität, 30.9., 20.00 Uhr). Ihren Mut zur Nähe spielen sie konsequent aus: Am Neupfarrplatz Regensburg zeigen sie einen Tag vor ihrem Gastspiel die Performance „You trash! - big cleaning in the big outdoors, with a big scum band” (29.9., 17.00 Uhr).
Die Tanzcompagnie Pál Frenák, seit 1999 in Budapest angesiedelt, elektrisiert durch konkretes, sinnlich-expressives Körpertheater mit wachem Blick für Gesten, Posen und Bedeutung. Pál Frenák zählt heute in Ungarn zu den wichtigsten Impulsgebern im zeitgenössischen Tanz. Zur donumenta 2010 – Ungarn reist Pál Frenák mit „InTimE“ an – ein waghalsiges, spannungsvolles Stück für fünf Tänzer über die Beziehungen zwischen Mann und Frau (Theater an der Universität, 6.11., 20 Uhr). Dies wird die letzte Veranstaltung der donumenta 2010 und zugleich der Auftakt der Regensburger Tanztage sein.
Die Konzerte:
In ihrer Konzertreihe in Kooperation mit dem Jazzclub Regensburg e.V. und Klangfarben e.V. präsentiert die donumenta 2010 – Ungarn unterschiedliche komplexe Klangwelten international erfolgreicher KünstlerInnen aus Ungarn: Der Komponist und Pianist Gergely Földváry (Jazzclub im Leeren Beutel, 17.9., 20.00 Uhr) wurde 2004 mit der höchsten Auszeichnung für Künstler in Ungarn ausgezeichnet, dem Kossuth-Preis. Seine eigenwilligen Programme bestechen: Eigenkompostionen wechseln sich ab mit Interpretationen klassischer Stücke und Improvisationen.
Mit dem Balkanrock kommt eine weitere dominante Musikrichtung der Gegenwart in Ungarn nach Regensburg. Eine rauschhafte Musiknacht verspricht die Band „Rotfront“ (Gloria Kulturtheater, 22.9., 20.00 Uhr).
Die Roma-Folkloregruppe „Parno Graszt“ (Gloria Kulturtheater, 15.10., 20.00 Uhr) wurde mehrfach zu einer der besten Musikergruppen in Ungarn gewählt. In ihren Auftritten erklingen temperamentvolle ungarische Lieder im wilden Wechsel mit Liedern der Roma.
Die Lesungen & Vorträge:
Die Literatur- und Vortragsreihe der donumenta 2010 – Ungarn in Kooperation mit dem Amt für Weiterbildung, vhs der Stadt Regensburg und dem Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg / Literaturhaus Oberpfalz initiieren ein fortlaufendes Sprechen und Denken über Ungarn, seine Menschen, Landschaften und Literaturen. Eingeladen sind: Kriszta Bódis (3.10.), Noémi Kiss (1./3.10.), Gábor Schein (1./3.10.), Ilma Rakusa (31.10.) und Krisztina Tóth (4.11.). Die Lesungen finden im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg, in der Lesehalle der Stadtbücherei Regensburg und im Slowenischen Lesesaal Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa in der Landshuter Straße 4 statt. Vier wissenschaftliche Vorträge von Dr. Tamás Fedeles (7.10., 18.00 Uhr), Dr. Norbert Spannenberger vom Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (18.10., 18.00 Uhr), Ferenc Horkay Hörcher, Lehrstuhlinhaber am Philosophischen Institut der Péter Pázmány Katholischen Universität (21.10., 18.00 Uhr) außerdem Ágnes Daróczi, Minderheitenreferentin am Ungarischen Institut für Kunst und Kultur in Budapest (27.10., 18.00 Uhr), gehen dezidiert auf Orte, Mythen und aktuelle politische Herausfoderungen Ungarns ein.
Die Filmreihe:
In der Filmwoche zwischen dem 14. und dem 20. Oktober 2010 präsentiert die donumenta 2010 – Ungarn in Zusammenarbeit mit der Filmgalerie täglich zwei Filme ungarischer Filmemacher. Jeweils um 19.00 Uhr und um 21.00 Uhr sind Werke von Diana Groó, Béla Parczolay, György Pálfi, Péter Forgács, Áron Gauder und Szabolcs Hajdu sowie ein Kurzfilmprogramm zu sehen – vom Roadmovie über die Horrorkomödie bis zur behutsam verfilmten Aufarbeitung von Lebensgeschichten zwischen Fiktion und Realität.













