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Waldkunstpfad: Freiheit und Wildnis

09.09.201008:01 UhrKunst & Kultur
Bild: Waldkunstpfad: Freiheit und Wildnis
Joan Backes: Forest House, Foto Rolf Gönner
Joan Backes: Forest House, Foto Rolf Gönner

(openPR) In Darmstadt verwandeln 18 Kunstobjekte einen Wald in ein Museum. Am Internationalen Waldkunstpfad können sich Spaziergänger noch bis 26. September erfreuen.

Unvorbereitete Waldspaziergänger sind überrascht: Mitten zwischen Büschen und Bäumen entdecken sie plötzlich Objekte, die sie an diesem Ort nicht erwartet haben. Ein Infostand klärt auf: Die Spaziergänger befinden sich nicht einfach nur im Wald, sondern erleben gerade ein Kunstprojekt der besonderen Art, den Internationalen Waldkunstpfad.



Zum fünften Mal veranstaltet der Darmstädter Verein für Internationale Waldkunst e.V. im Wald am Böllenfalltor im Osten von Darmstadt dieses weltweit beachtete Kunstevent, das als Biennale alle zwei Jahre stattfindet. Für die neue Auflage unter dem Thema Freiheit und Wildnis engagierte Kuratorin Ute Ritschel dieses Jahr 18 Künstler, Tänzer und Performer aus neun Ländern: China, England, Finnland, Indien, Italien, Kanada, Schweiz, USA und Deutschland. In einem dreiwöchigen Symposium entstanden die Werke, die seit dem 21. August nun noch bis zum 26. September mit Eichen und Buchen um die Aufmerksamkeit der Besucher wetteifern. Die Spaziergänger – das zeigen die organisierten Führungen – erfreut das Gesamtkunstwerk.

Ganz unterschiedlich haben die Künstler das Ausstellungsmotto angepackt. Joan Backes (USA) sägte, hämmerte und feilte an einem entzückenden Waldhäuschen, ihrem Forest House, das an Hänsel und Gretel erinnert und eine märchenhafte Erfahrung zwischen Neugierde und Schrecken vermittelt. Elena Redaelli (Italien) schaute der Natur ein Spinnennetz ab, baute es mit einer Seilkonstruktion nach – ein filigranes, 30 Quadratmeter großes Gebilde zwischen den Bäumen, dessen Zauber man sich nicht entziehen kann. Das Freiheitsfloß auf dem Goetheteich von Susan Detwiler (Kanada) setzt mit gelben und geblümten Materialien einen starken Farbakzent und realisiert den Traum vom losgelösten Leben auf dem Wasser mit schwimmendem Gärtchen. Auch Vera Röhms Spiegelbaum, Ping Qius Pilzbaum, Superman’s House von Michael Reas und die Werke von Lukas Einsele, Volker Eschmann, Liang Hao, Gerhard Lang, Martin Kürschner, Arne Lösekann, Isabel Rohner, Caroline Saunders, Francis Whitehead, Xia Mei Sheng und zwei weiteren Künstlern setzen auf dem 2,6 Kilometer langen Kunstpfad mitten im Wald verblüffende Akzente.

Kuratorin Ute Ritschel, von Haus aus Theaterwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin, hat Freiheit und Wildnis als Ausstellungsthema bewusst gewählt. Warum, erklärt sie so: „Der Mythos von Freiheit und Wildnis ist die Sehnsucht der Menschen nach einem Leben, einer Aus-Zeit oder einem Urlaub in der sogenannten Freiheit und Wildnis, es ist der Wunsch, den Zwang der Zivilisation hinter sich zu lassen.“ In den Kunstwerken gehe es ums Überleben in der Wildnis, die Freiheit der Gedanken und den ewigen Traum des Zurück zur Natur. Über den Kunstaspekt hinaus sieht der Verein Waldkunst die Ausstellung aber auch in einem gesellschaftlichen Zusammenhang. Ute Ritschel: „Uns beschäftigt die Frage, wie wir unsere Freiheit nutzen im Hinblick auf die ökologischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Entwicklungen im Wald und in der Natur.“

Seinen besonderen Reiz bezieht der Waldkunstpfad nicht zuletzt aus dem natürlichen Umstand, dass das Dasein der Kunstobjekte begrenzt ist. Manche verschwinden wieder aus dem Wald, weil sie an anderem Ort oder in geschlossenen Museen neu aufgebaut werden. Andere bleiben stehen und setzen Patina an, wieder andere halten Wind und Wetter nicht stand und lösen sich langsam auf. Diesen Prozess erleben die Waldkunstbesucher während ihres Rundgangs mit, denn immer wieder stoßen sie auch auf Werke aus den vergangenen Jahren, deren vergleichsweise morbider Charme in reizvollem Kontrast steht zur Frische der jüngsten Objekte. Für Ute Ritschel gehört das Vergehen der Waldkunst zum Konzept: „Zerfall kann auch ein Teil des ästhetischen Prozesses sein. Es wird wieder Platz für ein neues Kunstwerk geschaffen.“

Noch bis zum 26. September dauert die Ausstellung Internationaler Waldkunstpfad in Darmstadt im Wald am Böllenfalltor. Sie kann jederzeit und kostenlos besucht werden. Ein Infoheft mit Lageplan und Erklärung der Kunstwerke ist am Infostand am Eingang des Waldkunstpfades zu haben. Samstags und sonntags jeweils um 15 Uhr finden öffentliche Führungen statt, individuelle Führungen können vereinbart werden. Für Kinder gibt es spezielle Führungen unter dem Motto „Die Wölfe sind los“, bei denen sich die Kleinen als Wölfe verkleiden. Weitere Informationen im Internet unter www.waldkunst.com oder telefonisch beim Verein für Internationale Waldkunst, 06151 7899537.

Noch vor dem Ende der Darmstädter Ausstellung reist Kuratorin Ute Ritschel bereits am 20. September zu ihrem nächsten internationalen Kunstprojekt nach China. Auf dem Mount Lushan in der Provinz Jianxi betreut sie ebenfalls einen Waldkunstpfad, der nach ihrem Konzept und unter ihrer Regie entsteht. Das Ambiente, sagt die Initiatorin, ist grandios. Romantische Wege und Pfade winden sich um den Berg Lushan mit steilen Abstiegen, Wasserfällen, kleinen Seen, uralten Bäumen und verwunschenen Tempeln. Für die Chinesen ist der Mount Lushan ein ganz besonderer Ort und eine der Top-Sehenswürdigkeit des riesigen Landes. Das drückt sich in der erwarteten Besucherzahl aus: Voraussichtlich werden rund eine Million Menschen die Werke der zehn teilnehmenden Künstler aus aller Welt vom 10. Oktober bis Winteranfang bewundern.

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