(openPR) Unternehmerisch geschult am SCE
Werden die Studenten von heute nicht nur in ihrem jeweiligen Bereich fachlich, sondern an den Hochschulen auch zusätzlich unternehmerisch geschult? Die Antwort lautet: Nicht immer, aber immer öfter, denn der Bedarf von Seiten der Firmen an jungen Unternehmern, die mit ihren eigenen Ideen Prozesse weiterentwickeln, wächst stetig an.
Seit 2002 bietet das Strascheg Center for Entrepreneurship, gegründet von Risikokapitalgeber Falk Strascheg, an der Hochschule München den Studierenden aller Fakultäten eine praxisorientierte Entrepreneurship-Ausbildung an. Drei wichtige Säulen der SCE-Tätigkeit bilden die Bereiche Motivation und Qualifikation, Gründungsförderung und unternehmerisches Netzwerk. In Seminaren werden die Entwicklung einer Geschäftsidee, der Einsatz von Innovationsstrategien oder die Entwicklung der unternehmerischen Persönlichkeit gelehrt, im Semester oder kompakt in Ferienkursen. Zum Bereich Motivation gehören auch die Veranstaltungen „Unternehmer live erleben!“ sowie regelmäßige Workshops, etwa mit Social Media Experten oder Patentanwälten.
Mit der Steelcase Creative Hall im Erdgeschoss besitzt das SCE neben seiner hellen Büroetage einen außergewöhnlichen Raum, der ideale Voraussetzungen für Arbeitsgruppen und kreative Prozesse bietet. Hier lassen sich große Gruppen in beliebig viele Einzelrunden aufteilen und visuell und akustisch abtrennen, hier können Präsentationen ebenso gehalten werden wie Podiumsdiskussionen oder feierliche Großveranstaltungen.
Deutschland hat Nachholbedarf im Gründungsgeschehen. Die Anzahl der Gründungen pro Jahr im europäischen Vergleich ist niedrig (Jahresmittel um die 250.000 neugegründete Unternehmen), die Anzahl der Spin-Offs, also Ausgründungen, die auf akademischen Neuentwicklungen beruhen erst recht (um die 7000). Viele Ideen werden gar nicht weiterverfolgt, weil der Weg auf den Markt den Meisten völlig unbekannt ist, und schon deshalb nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden kann. Dabei gibt es überraschend unterschiedliche Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote, und der Münchner Raum gilt bundesweit als Hot Spot für Innovationen. Gerade HighTech-Start-Ups finden ein Umfeld mit attraktiven Partnern.
Eines der ersten Gründerteams des SCE, die Artificial Technology GmbH, ist heute ein etabliertes Unternehmen mit Sitz in Puchheim und beschäftigt selbst 25 Mitarbeiter. Viele erfolgreiche Gründungsideen aus der Hochschule München beziehen sich auf Computeranwendungen und –services, doch bei weitem nicht alle. So konnte eine Jungunternehmerin mit einem innovativen Premiumangebot in der Kinderbetreuung in Rekordzeit ein eigenes Unternehmen in Schwabing realisieren, wegen hohen Bedarfs und dank rascher Anschubfinanzierung aus Bundesmitteln.
Ob Dienstleistung oder technisches Produkt, Finanzierung durch Venture Capital oder durch öffentliche Förderprogramme, der unternehmerische Wille, eigene Ideen auf den Markt zu bringen, kann geweckt und Fähigkeiten zur Umsetzung können geschult werden.
Gut gründen und besser arbeiten – unternehmerisches Handeln macht zum Wiederholungstäter.










