(openPR) Zeitwertkonten unterstützen Reaktionen auf den demografischen Wandel
Frankfurt, 07.09.2010 Deutschland altert – Auswirkungen treffen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Auszubildende, Facharbeiter und Ingenieure fehlen. Bis wann soll gearbeitet werden? 67 oder gar noch länger? Früher in Rente ohne Sozialhilfe, geht das noch? Dies bedeutet neue Belastungen der Arbeitgeber. Der ansteigende unternehmerische Aufwand aus dem demografischen Wandel bei einer länger arbeitenden Belegschaft führt zu neuen Herausforderungen. Arbeitszeitkonten spielen zur Lösung eine immer bedeutendere Rolle.
Auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Zeitwertkonten (AGZWK) berichten und diskutieren Personalleiter, Vertreter der Rentenversicherung und Gesamtmetall sowie praxiserfahrene Berater über Möglichkeiten, wie verfügbare personalpolitische Mittel aus Sicht des Arbeitgebers eingesetzt werden können, um die Verringerung der zukünftigen Belastungen aus dem demografischen Wandel zu erreichen. Zeitwertkonten sind eine der betriebswirtschaftlich interessantesten Lösungsvarianten.
Dieses hochflexible Instrument wird heute bereits von 15 Prozent der Unternehmen genutzt. Zeit-wertkonten bieten Vorteile für beide Seiten – Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Arbeitnehmer arbeiten „vor“ und können bei Bedarf ihr Zeitwertkonto für einen früheren Ruhestand, Erziehungszeiten, Pflege der Eltern oder für einen Sabbatical nutzen. Für Arbeitgeber bedeuten Zeitwertkonten eine flexiblere Personalsteuerung, eine Minderung zukünftiger Vorruhestandskosten sowie die Erhöhung der Attraktivität im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Auf der Jahrestagung wird auch über Praxisfragen mit Zeitwertkonten wie „Umgang mit Krankheit in der Freistellungsphase“ diskutiert. Aber auch über gesamtwirtschaftlich relevante Fragestellungen, wie die „Funktion von Zeitwertkon-ten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“.
Prof. Dr. Dietmar Wellisch, Vorsitzender der AGZWK: „ Mit Zeitwertkonten können Unternehmen flexibel auf die demografischen Herausforderungen der nächsten Jahre reagieren. Der Gesetzgeber hat mit Flexi II mehr Rechtssicherheit geschaffen.“
Die Jahrestagung der AGZWK bietet ein Forum für Unternehmen, Produktanbieter, Politiker und Trägergesellschaften, um die Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen von Zeitwertkonten zu diskutieren.
Michael Ries, Vorstand der AGZWK: „Wir sind erst am Anfang – in 5-10 Jahren können wir hoffentlich sagen, dass Zeitwertkonten als Lösungen zu vielen Fragen bei Demografie-orientierter Personalplanung selbstverständlich sind.“
Weitere Informationen unter http://www.agzwk.de/content/view/290/96/lang,de/





