(openPR) Der Modeherbst und Winter lockt mit unzähligen Spielvarianten. Wie immer kommt es auf die objektive Bestandsaufnahme der eigenen Person an, wenn man den Trends stilsicher folgen will.
Der Sommer war viel zu kurz – ja, es stellt sich die Frage, ob dieser überhaupt so richtig vorhanden war, meinte man doch, er hat immer nur Stipvisiten absolviert.
Wie dem auch sei, es wird Zeit, sich mit Herbst- und Wintertrends zu befassen. Ein Gutes hat der Jahreszeitenwechsel: Man darf nun wieder mehr der schönen Kleidungsstücke auf einmal tragen.
Trend 1: Leder
Leder ist und bleibt ein Naturmaterial. Es lebt, es überdauert, es kommt streng genommen nie aus der Mode. All diese Dinge rechtfertigen den Preis, den man für gutes Leder zu zahlen bereit sein sollte.
Natürlich bekommt man auch günstige Lederjacken, doch meist mahnt hier schon der überaus strenge Geruch, dass das Tragen höchstwahrscheinlich gesundheitsgefährdend sein wird.
Es bleiben aber immer noch zwei Varianten, wenn man dem Trend folgen will: Nachdem die Mode uns sagt, es solle ein edles, zeitloses und schnörkelfreies Teil sein, welches „in“ ist, kann man in einen Klassiker investieren (Wahlweise Ledermantel, Lederjacke oder schöne Handschuhe), oder aber man wählt – aus scheinbar veganischen Gründen oder aufgrund der Größe des Portmonees – eine Kunstleder-Alternative. Täuschend echt muss diese aussehen und sich auch täuschend echt anfühlen, das ist hierbei die einzige Prämisse. Es gibt nichts Schlimmeres, als Kunstleder, welches aus 10 Meter Entfernung bereits als Solches zu identifizieren ist.
Trend 2: 80er
Leggings, Neonfarben, Schulterpolster, Hochsteckfrisuren.
Die 80er kamen ja schon vor ca. einem Jahr zurück und sie bleiben uns auch diesen Winter wieder treu. Neu nur für die Personen, die so jung sind, dass sie den Ursprungstrend vor 30 Jahren nicht mitmachen konnten (mussten?).
Im Grunde genommen kein schlechter Trend, wenn man die Grenzen desselbigen beherzigt! Wenn Leggings, dann bitte ausschließlich mit Oberteilen, die wenigstens ein paar Zentimeter unter dem „Schritt“ enden. Eng unten (Leggings) in Kombination mit eng oben (Top) nur bei der entsprechenden Figur und auch bitte eher für Abends. Leggings mit Pumps in Kombi können gut aussehen, müssen aber nicht. Die elegantere Variante sind hier auf alle Fälle: Stiefel!
Auf Neonfarben sollte man lieber verzichten, wenn man jenseits der 15 ist.
Schulterpolster: Wirken bei schmalen Schultern nicht schlecht und bewirken durch die Symbolik der Körpersprache sogar psychologisch Einiges: Das Gegenüber nimmt einen unter Umständen als souveräner und kompetenter war. Doch auch hier heißt es vorsichtig sein: Schon in den 80er Jahren wirkten die überall vorhandenen Schulterpolster vor allem in Kumulation lächerlich und das ist heute ebenso: Die Bluse mit Schulterpolster unter dem Blazer mit Schulterpolster bedeckt vom Mantel mit Schulterpolstern. Das wirkt nicht mehr souverän und stark, sondern wie ein Eishockey-Spieler.
Trend 3: Men’s style
Vor allem die Office-Mode wird wenig weiblich. Streng, klar, puristisch, schnörkellos.
Ähnlich wie beim Trend „80er“ gilt der objektive Blick als Grundvoraussetzung, bevor man diesem Trend unreflektiert folgt. Wer von Haus aus ein kantiges Gesicht hat, nicht gerade die üppigsten weiblichen Formen aufweisen kann und eher hager wirkt, der sollte vorsichtig sein. Dann wirkt dieser Trend schnell zu hart, zu grob und sogar einschüchternd.
Umgekehrt kann der Trend ein wunderbares Spiel der Gegensätze offerieren, der sinnliche Weiblichkeit mit strenger Business-Etikette vereint: Lange Beine, hohe Schuhe, ein schönes Dekolleté verpackt in einem gerade geschnittenen klassischen Hosenanzug mit wenig tailliertem Blazer – das hat schon was!
Trend 4: Folklore
Wer nun bei oben beschriebenen Trend etwas frustriert meinte, diesmal würden die Trends so gar nichts anbieten, bei dem man ein wenig „spielen“ könnte, der irrt: Im Gegensatz zur puristischen Strenge des Men’s Style bietet der Folklore-Trend Spielvarianten der allerbesten Güteklasse. Paisley bleibt als Klassiker (übrigens kommt dieses Muster aus Schottland und stellte hier schon immer einen weichen Gegenpol zu den geraden Schottenkaros dar!), gefolgt und kombiniert durch und mit üppigen Stickereien, bauschigen Röcken und ethnischen Motiven aus Russland.
Lebendig, warm und lebensfroh wirkt dieser Trend und offeriert uns Farben, die weicher und wärmer sind als die Neonfarben des 80er Trends. Hier findet jede Person Farben und Muster, die zu ihr passen. Allein bei der Kombination heißt es wieder vorsichtig sein. Wie immer gilt: Ton-in-Ton lässt größer wirken, große Muster bei kleinen Personen wirkend drückend und eine Kombination zu vieler unterschiedlicher Muster wirkt zu unruhig. Wenn man diese Grundregeln beherzigt, dann kann man dem Trend folgen und so den Betrachtern der eigenen Person ein Gefühl eines warmes Herbst- und sogar Wintertags vermitteln.
Trend 5: Farben
Rot, rot, rot. Schwarz, Grau, Gelb.
Rot, schwarz und weiß steht – entgegen mancher anderslautender Behauptungen – jedem Menschen. Allein auf die Nuance, auf die Schattierung kommt es an – vor allem bei Rot und weiß – schwarz bietet nun wahrlich nicht viele „Schattierungen“ – zugegeben!
Rot heißt Leben, rot heißt aber auch Mut. Es bedarf schon der richtigen Stimmung, um rot souverän tragen zu können. Bevor man also im roten Farbrausch shoppen geht, sollte man sich Zeit nehmen, die richtige Nuance auszutesten. Am ehesten geht dies mit einem roten Lippenstift: Braunrot, orangerot, pinkrot, dunkelrot? Die richtige Farbe setzt einen Akzent, ohne die Harmonie des Gesichts zu zerstören und lässt die Zähne nicht gelb erscheinen!
Bei Grau und Gelb heißt es auch: Kombinieren und Akzente setzen. Während sich grau als Basic-Farbe eignet, die kaum jemanden (negativ) auffällt, sollte das Gelb nicht zu „schreiend“ sein – außer man will dem 80er-Trend folgen.
Sonstige Trends:
Catsuits, Overknees, breite Gürtel, lange Handschuhe, echter und falscher Pelz und Beine, die im Mittelpunkt stehen – so lassen sich die übrigen Trends für den Modewinter 2010/2011 zusammenfassen.
Was vor allem in dieser Aufzählung klar wird: Man sollte sich entscheiden, wenn man keine unbeabsichtigt falschen Interpretationen heraufbeschwören will: Die kurze Pelzjacke mit langen Handschuhen, eine Pomanschette oder Winter-Hot-Pants, ein enges Top welches durch einen überbreiten Gürtel geteilt wird und Overknees – ja, das alles entspricht den Trends, doch entspricht es auch dem Bild, welches man von sich entwerfen will?
Die Overknees über Leggings in Kombi mit einem Grobstrickpullover – eine sehr reizvolle, aber dennoch „saubere“ Variante. Bei Overknees scheint sich allerdings auch eine verwässerte Variante breit machen zu wollen: Overknees ohne Absatz. Diese Schuhe wirken immer wie gerade „vom Pferd gestiegen“ – eleganter sind die überlangen Stiefel auf alle Fälle mit Absatz – es muss ja nicht gleich der 12cm Cent-Absatz sein.
Spielvarianten gibt es genug in diesem Modeherbst und Winter. Vor der Trendfolge sollte – wie immer – die objektive Selbsteinschätzung der eigenen Person stehen, dann steht dem Wohlfühlen und dem Eindruck hinterlassen, nichts mehr im Wege.













