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»Manchmal nachts fällt Gold von den Sternen«

07.09.201009:18 UhrKunst & Kultur
Bild: »Manchmal nachts fällt Gold von den Sternen«
Mit >Hilf den Verstoßnen< rührten die 14-jährige Jillian Bauer als Esmeralda und der Gesamtchor das Publikum.
Mit >Hilf den Verstoßnen< rührten die 14-jährige Jillian Bauer als Esmeralda und der Gesamtchor das Publikum.

(openPR) Vollends überzeugte das Ensemble von Brigitte Thilmann-Hilger beim Konzertereignis „Opera meets Musical“ in der Bassenheimer Karmelenberghalle. Mit stehenden Ovationen belohnte das Publikum zum Schluss die hervorragenden Leistungen der Sänger.



„Einfach sensationell“, mit diesen Worten zeigte eine Zuschauerin beim Herausgehen ihre Begeisterung für das soeben erlebte Konzert. Unter dem Titel „Opera meets Musical“ entführten die Sänger des Thilmann-Ensembles das Publikum in die Welt von Musical und Oper. „Einfach toll, wie es Ihnen tatsächlich gelungen ist, Oper und Musical zu einem so herausragenden Programm zu verbinden“, würdigte Verbandsbürgermeister Georg Hollmann zum Konzertende die musikalische Leitung von Brigitte Thilmann-Hilger.

Gleich zu Beginn gaben Peter Weber mit beeindruckender Tenorstimme und Iris Bauer mit wundervollem Sopran die Visitenkarte für das weiter folgende Programm ab: Mit zwei Stücken aus Verdis Oper „Il Trovatore“. Ein vom Männerensemble martialisch dargebotenes „Zum Kampfe“ beendete diesen Part.

Unter der bewährten musikalischen Begleitung von Michael Schmidt am Klavier folgte dann der weitere Ablauf. Tanja Hansen sang, diesmal begleitet von Brigitte Thilmann-Hilger, „Gold von den Sternen“ aus dem Musical „Mozart“. Ihr folgten Georg Brühl und Andreas Brubach mit dem bekannten „Vivat Bacchus“ aus der Mozart-Oper „Die Entführungen aus dem Serail“. Die 14-jährige Jillian Bauer und der Gesamtchor rührten anschließend das Publikum mit „Hilf’ den Verstoßenen“ aus dem Musical „Der Glöckner von Notre Dame“. Überhaupt zeigte sich während des ganzen Konzerts Thilmann-Hilgers professionelle Begabung, die Sängerstimmen gezielt auszuwählen und so einzusetzen, dass es beim Publikum begeisternd ankommt.

So auch beim Vater-Tochter-Duett „Wie du“ aus „Elisabeth“, indem Jillian und ihr wirklicher Vater, Hansjürgen Bauer, der auch als Choreograph das später folgende Menuett einstudiert hatte, eine Szene ‚wie aus dem Leben’ aufführten. Mit einem zweiten Stück aus derselben Musicalproduktion, „Die Schatten werden länger“, beeindruckten Michael Eiers als „Erzherzog Rudolph“ und Christoph Einig als „Der Tod“ das Publikum. Mit tiefer Baritonstimme gab Georg Brühl im Anschluss „O du mein Holder“, aus Wagners Oper „Tannhäuser“.
Ein weiteres Highlight im ersten Teil war das von „den drei Tenören“ im Thilmann-Ensemble dargebotene Stück „Freunde vernehmet die Geschichte“ aus „ Der Postillon von Lonjumeau“. Andreas Brubach, Michael Eiers und Peter Weber zeigten, dass auch die Region ihre drei grandiosen Tenöre hat.
Mit dem Auftritt des Gesamtensembles in strahlend-bunten Kostümen und dem bekannten Trinklied „Libiamo“ aus Verdis „La Traviata“ endete der erste Teil.
Die anschließende Pause wurde dann von Hermann Dötsch, der den Abend gekonnt moderierte, mit einer geschickten, witzigen Überleitung eingeläutet.

Mit „Der Markt beginnt“ aus der Oper „Martha“ begann das Ensemble den zweiten Teil des insgesamt gut zweistündigen Programms. Zwei weitere Stücke aus dieser Oper waren „Letzte Rose“, dargeboten von Marie-Luise Balmes und Peter Weber sowie „Lass mich weinen“, in dem Jennifer Becker und Sandra Hansen-Spurzem überzeugten.

Aus der anschließenden Oper „Die Hochzeit des Figaro“ von W.A. Mozart, folgten die Stücke „Warum gabst du…“, „Dove sono“ und das „Briefduett“. Bei letzteren zeigten Sandra Hansen-Spurzem und abermals Iris Bauer ihre stimmlichen Qualitäten.
Tänzerische Qualitäten zeigten Ensemblemitglieder beim professionell choreographierten und von Hansjürgen Bauer einstudierten Menuett in musikhistorisch passender Kostümierung. In seinen späteren Dankesworten ging Verbandsbürgermeister Hollmann auch darauf ein: „Wie Sie das mit den Kostümen gemacht haben, dass die immer zum Musikstück gepasst haben, weiß ich nicht….“ Während die Ensemblemitglieder zum Teil selbst für die Kostüme Sorge trugen, ein weiterer Großteil noch von Brigitte Thilmann-Hilger zugekauft wurde, waren die hervorragenden Frisuren und die professionelle Maske das Verdienst von Martin Wagner und Hannelore Guting-Blum. Beide hatten am Konzerttag seit den frühen Morgenstunden ununterbrochen die Sängerinnen und Sänger geschminkt, passten auch während des Konzertablaufs immer wieder Frisuren und Perücken an und legten den Interpreten das Make-up zur Spielszene auf.

„Marie-Antoinette“ bestimmte anschließend den weiteren Ablauf mit dem Stück „Langweilen will ich mich nicht“, das Simone Schmorleiz mit Frauenensemble gekonnt vortrugen. Dem folgten „Maskenspiel“, mit Simone Schmorleiz, Kirsten Schulte-Wissermann, Michael Eiers und Christoph Einig. „Warum seid ihr blind vom Licht der Kerzen?“, fragte dann Claudia Kober eindringlich. „Still, still“, ein wunderschön stimmharmonisches Stück, wurde vom Frauenensemble gesungen.
Den glänzenden Abschluss bildete Kirstin Schulte-Wissermann, die mit unglaublicher Ausdrucksstärke „Ich weine nicht mehr“ sang und so zusammen mit dem Chor dem Publikum eine Gänsehaut nach der anderen bescherte.

Den Programmabschluss bildeten Stücke aus dem Musical „Les Miserables“, in das das Frauenensemble mit „Ich hab’ geträumt“ einstieg. Dem folgten „Trink mit mir“ und „Bring ihn heim“. Letzteres ist ein Stück, das einem schon mal die Tränen in die Augen treiben kann. Besonders, wenn es von zwei so herausragenden Bassstimmen unterstützt wird, wie sie Philipp Kluwig und Uwe Freimuth haben. Freimuth sang auch direkt danach die Ballade „Der Stern“. Als „Herr im Haus“ zeigte sich anschließend Bariton Dieter Meyer mit seiner Madame Thenardier, dargeboten von Brigitte Schellenbach, die ihren Part mit herrlich erfrischender Ruppigkeit sang und spielte. Unterstützt vom Gesamtchor gaben hier die beiden Protagonisten eine hervorragende Vorstellung dieses durchaus anspruchsvoll zu spielenden Stücks.
Das starke Schlussmoment lieferte der Gesamtchor dann nochmals mit dem „Epilog“ zu „Les Miserables“, der gleichzeitig auch das Finale war.

Brigitte Thilmann-Hilger kann man abschließend das Kompliment machen, in Programmzusammenstellung und Stimmauswahl eine hervorragende Arbeit geleistet zu haben. Verbandsbürgermeister Georg Hollmann dankte abschließend nochmals allen Beteiligten, im Besonderen den Mitarbeitern der VHS Weißenthurm, die mit ihrer tatkräftigen Unterstützung zum Gelingen dieses Konzertabends beigetragen haben.

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17.08.2010

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