(openPR) 131 Viertligamannschaften kämpfen in 12 Gruppen um den Aufstieg. Nur ein Team startete mit 26 Toren in drei gewonnen Spielen: der FC Weisslingen. Glücklicher Höhenflug? Leichtes Auftaktprogramm? Verängstigte Gegner? Nein, Veronika Barczak, einst als Spitzensportlerin im Nationalkader der deutschen Kanuten und heute Supervisorin und Transaktionsanalytikerin kennt den wahren Grund: Mentale Stärke!
"Seit seinem Amtsantritt vor zweieinhalb Jahren legt der Olaf (Trainer des FC Weisslingen) grossen Wert auf eine Fortentwicklung im mentalen Bereich, auf gedankliche Flexibilität. Das finde ich klasse", lobt Veronika Barczak. Vor zehn Tagen empfing sie das Team des FC Weisslingen zu einem Teamseminar der besonderen Art. Schon zum zweiten Mal nach 2008 sammelten die Spieler im Umgang mit Pferden enorm wichtige Erfahrungen: Das Pferd ist Medium und Katalysator. Im Mittelpunkt steht das Team, die Menschen, die Kraft, die sie entwickeln können. "Bei diesen Übungen geht es um Verantwortung, Fingerspitzengefühl, Intuition und Zielorientierung."
Die 19 teilnehmenden Spieler verstanden, dass jeder im Team bereit sein muss, zeitweise die Führung zu übernehmen. Verantwortungsbewusstsein und Verantwortungsbereitschaft sind Grundlagen der Teamarbeit. Ist nur einer nicht bei der Sache oder weicht vom Weg zum gesteckten Ziel ab, bremst das die ganze Gruppe. "In dieser Mannschaft steckt eine ungeheure Kraft, die mit Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und gegenseitigem Respekt explosionsartig zum Vorschein kommt", lobt Barczak das Eins vom FCW.
Das Team nimmt zwei Lehren mit: Diese Mannschaft braucht Initialzündungen, positive Leader. Und sie muss immer wieder "mental eingesammelt" werden.
So kommt die unbestrittene fussballerische Qualität, die im Kader steckt, richtig zur Geltung. Beweis sind die drei Partien, die der FC Weisslingen bis dato bestritt. Erst gelang ein 12:0 in Wülflingen, ein Spiel, "in dem sich andere auch mit einem 5:0 oder 6:0 begnügen". Mit hoher Konzentration und Intensität dominierte Weisslingen auch das Heimspiel gegen den mitfavorisierten FC Elgg (5:1), gegen den man vor 14 Wochen noch mit 0:8 (!) und in der Tabelle um einen Platz das Nachsehen hatte. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit mit "mentaler Achterbahnfahrt" und dem Zwischenstand von 1:1 gelang in einer fulminaten zweiten Halbzeit beim FC Newborn (in Beringen, Schaffhausen) die "Rückkehr zur Konzentration und Achtsamkeit" und ein beeindruckendes 9:1. Raphi Wildhaber, einer der Torschützen, feierte seinen Treffer mit einer kleinen Showeinlage - als würde er auf einem Pferd reiten.
Auch in den nächsten Wochen wird es vor allem eine Kopf- und Gefühlssache sein, wie der FC Weisslingen seine Aufgaben angeht. "Die Tipps und Erkenntnisse im Seminar bei Authentic Horse Arts sind sehr lehrreich. In Trainings und in der Kabine kann ich mit ein, zwei Sätzen daran erinnern und spüre sofort, dass sich die Spieler an diese Erfahrung erinnern und den Spirit wieder aufleben lassen", so Trainer Irrgang. Die Mannschaft will agieren, nicht reagieren. Sie will sich nicht von äusseren Einflussen beeindrucken lassen, sondern ihr eigenes Tempo gehen, ihr eigenes Potenzial abrufen. "Dies ist fast schon so etwas wie eine bayrische Mir-san-Mir-Mentalität, aber eben eine sehr gesunde."
Auch im Falle möglicher Niederlagen und Rückschläge will man sich an das Seminar bei Authentic Horse Arts mit Stute Ginger und Hengst Lucky erinnern. "Hindernisse sind zum Überwinden da" weiss der Captain und Torhüter Andreas Bosshard. Auch die Gefahr der Überheblichkeit wird im Keim erstickt. "Wir haben drei Spiele gewonnen, 17 weitere Aufgaben warten auf uns. Noch haben wir gar nichts erreicht, ausser einem tollen Start in die neue Saison", weiss auch der junge Innenverteidiger Joschua Krebs, der bereits viel Verantwortung trägt.
Authentic Horse Arts bietet Mannschaften und Einzelsportlern Assessments und Trainings an, die ihnen den "Schliff" gibt, um Potenziale abzurufen und gestärkt hohe Herausforderungen anzupacken (siehe www.a-h-a.org).













