(openPR) Fotoausstellung im Museum für Kommunikation Berlin dokumentiert den beschleunigten Wandel nach dem Mauerfall
Als Stefan Koppelkamm 1990 durch Ostdeutschland reiste, hatte er den Wunsch, einen Zustand fotografisch festzuhalten, von dem er annahm, dass es ihn bald nicht mehr geben würde. Nicht das Neue, die Spuren des einbrechenden Kapitalismus interessierte ihn. Ihm ging es um den Blick zurück, die Dokumentation dessen, wie das Deutschland seiner Eltern und Großeltern ausgesehen haben könnte. Gleich einem aufmerksamen Beobachter richtete er seine Perspektive dabei auf das Alltägliche der Häuserfassaden und Straßenfronten. Rund ein Jahrzehnt später suchte der Fotograf alle Orte noch einmal auf und hielt die alten Motive von den exakt gleichen Standpunkten ein zweites Mal fest.
Die Ausstellung „Ortszeit Local Time. Fotografien 1990 – 2004“, die vom 8. Oktober bis zum 21. November 2010 im Museum für Kommunikation Berlin zu sehen ist, zeigt 20 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung eine repräsentative Auswahl von schwarz-weiß Fotografien aus Koppelkamms Projekt. Die ausgestellten Bildpaare dokumentieren nicht nur die tief greifenden Veränderungen in ostdeutschen Städten, sondern spiegeln zugleich den gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel der neuen Bundesländer wider. Der in Berlin lebende Künstler Stefan Koppelkamm lehrt seit 1993 „Visuelle Kommunikation“ an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit den 1980er Jahren befasst er sich mit historischen sowie aktuellen Aspekten von Architektur, Stadt und Landschaft.
Museum für Kommunikation Berlin
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Über das Unternehmen
Das Museum für Kommunikation Berlin wurde 1872 als erstes Postmuseum der Welt gegründet. Auf Anregung des damaligen Generalpostmeisters Heinrich von Stephan entstand zwischen 1893 und 1898 ein prunkvoller, repräsentativer Bau in der Leipziger Straße/Ecke Mauerstraße, wo das Museum fortan seinen Sitz hatte. Seit seiner Eröffnung durchlief das Haus eine wechselvolle Geschichte: Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Haus geschlossen und in den letzten beiden Kriegsjahren durch Bombentreffer stark beschädigt. 1958 konnte das Museum als Postmuseum der DDR in behelfsmäßig hergerichteten Räumen wieder eröffnet werden. Westberlin gründete 1966 das „Berliner Post- und Fernmeldemuseum“ an der Urania. Nach verschiedenen Umbauetappen, die immer wieder eine Schließung des Ostberliner Museums erforderten, und einer behutsamen Renovierung des Museumsgebäudes nach modernen, denkmalpflegerischen Gesichtspunkten, konnte das Haus schließlich am 17. März 2000 als Museum für Kommunikation Berlin wiedereröffnet werden.
Mit seiner Dauerausstellung macht das Museum die Herkunft, die Entwicklung und die Zukunftsperspektiven der Informationsgesellschaft erleb- und begreifbar. Attraktive Wechselausstellungen richten den Blick auf die unterschiedlichen Aspekte von Kommunikation.
Das Museum für Kommunikation Berlin versteht sich als Ort der Begegnung, des Austauschs, der Unterhaltung, kurz der Kommunikation. Im Vordergrund stehen dabei der veränderte Umgang mit Zeichen, Codes und Medien und die daraus entstehenden Veränderungen im privaten wie im öffentlichen Leben. Dabei bietet das Museum auch eine klassische und umfangreiche Sammlung von historischen Objekten. In seiner Schatzkammer präsentiert das Museum kostbare Exponate, allen voran die blaue Mauritius.