(openPR) Die Stadtwerke Premnitz GmbH beziehen ab dem 1. September 2010 Biogas in Erdgasqualität aus der Greengasanlage in Rathenow – Heidefeld.
Das grüne Gas wird in dem stadtwerkeigenen Blockheizkraftwerk „Premnitz Bergstraße“ zur Wärme- und Elektroenergiegewinnung genutzt.
Durch den Einsatz des CO2 – neutralen Bioerdgases erfolgt zukünftig eine jährlich Minimierung des klimaschädlichen Gases um 600 Tonnen.
(MP) Anfang August 2010 besuchte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers die Greengas Produktionsanlage Rathenow GmbH Co. KG. Er bezeichnete diese Anlage als best- practice- Beispiel für den Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien im Land Brandenburg. Die Anlage verarbeitet Roggen- und Maissilage, Energie- und Getreidekorn sowie Schweine- und Rindergülle zu Bioerdgas. Bei der Verbrennung des so erzeugten Gases werden genauso viel CO2 abgegeben, wie die verarbeiteten Pflanzen bei ihrem Wachstum aufgenommen haben. Daraus resultiert eine CO2- neutrale Bilanz des Gases und es entsteht bei deren Nutzung keine zusätzliche Verschlechterung der aktuellen Klimasituation.
Das Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Bergstraße erzeugt durchgängig im ganzjährigen Betrieb ca. 400 MWh Elektroenergie. Diese Leistung ist ausreichend, um 120 Einfamilienhäuser zu versorgen. Neben dem elektrischen Strom liefert das BHKW noch 600 MWh Wärme. Diese wird ins Premnitzer Fernwärmenetz eingespeist. Dazu werden jährlich 120.000 m³ Bioerdgas aus der Rathenower Anlage bezogen.
„Wir haben vom ersten Tag an die Entwicklung der Bioerdgasanlage in Heidefeld mit großem Interesse beobachtet“, so Bernd Henniges, GF der Stadtwerk Premnitz GmbH, „ heute sind wir sehr froh, zu den Abnehmern des grünen Gases zu gehören“.
Weiter fügt er hinzu:“ Mit dem Einsatz von Bioerdgas in unserem Gasnetz haben wir einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung Zukunftsentwicklung der Premnitzer Stadtwerke gemacht und dabei noch gutes für unsere Umwelt getan.“
Die Premnitzer Stadtwerke können aktuell auf ein Gasnetz mit einer Länge von 95 km und etwa 3.000 Gaskunden verweisen. Bei den Gasnetzen in den Ortslagen Mögelin, Premnitz und Döberitz handelt es sich teilweise um vorhandene Netze, die die Stadtwerke erworben und besonders in Premnitz seit 1994 stark erweitert haben. Dagegen wurden das Milower Land, südlich der ICE- Trasse Berlin- Hannover einschließlich Rathenows Ortsteil Böhne, durch die Stadtwerke erst in den letzten Jahren gastechnisch neu erschlossen.
Die Stadtwerke Premnitz GmbH betreiben neben der Fernwärme- und Erdgasversorgung in Premnitz auch Photovoltaikanlagen und eine Erdgastankstelle.
Seit 1993, dem Bestehen der Premnitzer Stadtwerke, haben die Premnitzer Stadtwerker 7.9 Mio. EUR in die Wärme- und 5,4 Mio. EUR in die Gasversorgung investiert.
Foto: Jana Wieduwilt, textgrafikwerkstatt.de
Weitere Details:
? Biogas wird inzwischen in hunderten Anlagen deutschlandweit produziert und hat einen Methangehalt zwischen 55 und 60 Prozent.
? Bioerdgas ist aufbereitetes Biogas mit einem Methangehalt von mindestens 96 Prozent. Es hat dann die gleiche Qualität wie Erdgas.








