(openPR) Die holländischen Büromärkte Amsterdam, Rotterdam und Utrecht verzeichneten im 1. Halbjahr 2010 signifikante Nachfrage nach Büroflächen. In Rotterdam lag der Flächenumsatz im 1. Halbjahr 2010 bei 89.000 m², was einem Anstieg um 94 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht und das höchste Wachstum unter den vier größten Büromärkten Hollands darstellt.
In Amsterdam stieg der Flächenumsatz um 36 % auf insgesamt 132.000 m², in Utrecht betrug der Anstieg des Vermietungsvolumens 16 %. In beiden Städten wurde die Nachfrage überwiegend durch unternehmensnahe Dienstleistungen bestimmt, während in Rotterdam das Verarbeitende und Baugewerbe sowie die Wirtschaftszweige Transport und Kommunikation treibende Kräfte waren. Im Gegensatz dazu verzeichnete Den Haag, der vierte große Büromarkt, aufgrund geringerer Nachfrage seitens des öffentlichen Sektors einen Rückgang des Vermietungsvolumens um 42 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2009.
Jeroen Jansen, Head of Research von Savills Holland, sagt: „In drei der großen Büromärkte sind deutliche Erholungstendenzen erkennbar, da sich dort die Mietpreise stabilisiert haben. In Den Haag ist der Vermietungsmarkt traditionell durch die Flächennachfrage seitens der Öffentlichen Hand geprägt, und dieser Markt scheint nun von der Konjunkturabschwächung beeinträchtigt.“
Trotz des Nachfragezuwachses erhöhte sich das verfügbare Flächenangebot an allen Standorten und die Leerstandsraten liegen aktuell zwischen 11,2 % und 16,9 %. Allerdings blieben das Mietpreisniveau und der Grad der Mietincentives im Verlauf des 1. Halbjahres stabil. Mit € 340/m²/Jahr wurden im Amsterdamer Teilmarkt „South Axis“ die höchsten Mieten erzielt, gefolgt von den Teilmärkten „Maliebaan“ und „Papendrop“ in Utrecht mit jeweils € 250/m²/Jahr. Im CBD von Rotterdam sowie in Den Haags Teilmärkten „Central“ und „Beatrixkwartier“ lagen die Spitzenmieten bei € 200/m²/Jahr.
Mit € 330 Mio. lag das Transaktionsvolumen auf dem Investmentmarkt im 1. Halbjahr 2010 etwa 83 % über Vorjahresniveau. Das Ergebnis wurde maßgeblich von zwei Transaktionen im 2. Quartal über insgesamt € 100 Mio. gestützt. In Den Haag stieg das Investitionsvolumen dank eines Objekterwerbs durch Deka Immobilien für € 49,2 Mio. um 27 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2009. Utrecht verzeichnete ebenfalls einen Anstieg des Investitionsvolumens, während das Halbjahresergebnis des Büromarktes von Rotterdam lediglich bei € 25 - 30 Mio. lag - ein schwaches Resultat im Vergleich zu den anderen Standorten.








