(openPR) LEIPZIG. (Ceto) An den Börsen der Welt wird die Zukunft gehandelt. Und die Erwartungen der Anleger sind wenig optimistisch. In den USA stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet und in der Euro-Zone scheint angesichts leicht gesunkener Industrieproduktion das Vertrauen in die Konjunktur zu schwinden. Trotz teilweise guter Wirtschaftsdaten aus einzelnen Unternehmen blieben die Vorgaben von den Aktienmärkten schwach und drückten den Rohölpreis weiter ins Minus. Offenbar bleibt das Aufwärtspotential beim Rohöl solange begrenzt, bis sichere Signale für eine steigende Nachfrage vorliegen.
Hinzu kommt, dass die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognosen für die globale Ölnachfrage für dieses und das nächste Jahr in ihrem aktuellen Monatsbericht zwar nach oben revidiert hat. Die Daten deuten aber nach Einschätzung des Commerzbank-Analysten Eugen Weinberg dennoch „auf eine spürbare Abschwächung der Nachfragedynamik“ hin. 2010 soll die globale Ölnachfrage um 1,8 Mio. Barrel pro Tag steigen, 2011 um 1,3 Mio. Barrel pro Tag. Außerdem betonte die IEA ausdrücklich, dass der für 2011 erwartete Nachfragezuwachs zur Disposition stehe, falls das Wirtschaftswachstum geringer ausfällt.
So endet die Woche mit vergleichsweise niedrigen Rohölnotierungen, die nach einer fünftägigen Talfahrt zum gestrigen Handelsschluss ihren Wochen-Tiefstand erreichten. US-Leichtöl stand bei 75,72 US-Dollar pro Barrel, nach über 82 Dollar am 5. August und Nordseeöl Brent rutschte im gleichen Zeitraum von mehr als 82 Dollar auf 75,37 US-Dollar pro Barrel. Marktbeobachter, wie der Mineralöldienst Futures Services, sprechen von einer „regelrechten Ausverkaufsstimmung“ an den Ölterminbörsen. Auch wenn heute Morgen (MESZ) die Notierungen wieder etwas anzogen und sich derzeit etwa einen Dollar über dem gestrigen Handelsschluss befinden, bleibt der Trend für die zu Ende gehende Woche im Minus.
Durch die schlechten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone hat indes auch der Euro an Wert verloren, was die Auswirkung der rückläufigen Rohölnotierungen auf den deutschen Heizölmarkt reduziert. Dennoch können die Heizölkunden heute im inländischen Markt mit durchschnittlich leicht sinkenden Endverbraucherpreisen rechnen. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.










