(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Auch heute sanken die Rohölpreise deutlich. Das lag an den weiterhin trüben ÚS-Konjunkturaussichten, aber auch an schlechten Wirtschaftsdaten aus Asien und Europa, die auch den Euro abfallen ließen. Heizölverbraucher in Deutschland profitierten von dieser Entwicklung und konnten sich über sinkenden Preise freuen.
Die Rohölpreise kannten auch heute kein Halten und verloren wiederum deutlich mehr als einen US-Dollar je Barrel und bewegen sich sowohl bei US-Leichtöl (WTI) als auch für Nordseeöl (Brent) um die 76-Dollar-Marke. Für das weitere Absinken sorgten diesmal auch schlechte Wirtschaftszahlen aus Europa sowie Asien, die mit den eh schon trüben Aussichten für die US-Konjunktur einen preisdrückenden Mix ergaben.
So ist die Industrieproduktion in der Eurozone im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gesunken, erwartetet wurde hingegen ein Anstieg um 0,7 Prozent. In Griechenland schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im Quartalsvergleich um 1,5 Prozent und heizte Ängste um eine erneute Finanzkrise an, die wieder die gesamte EU treffen könnte. Diese Nachrichten drückten den Euro auf 1,2816 US-Dollar – dem tiefsten Stand seit 21. Juli.
Aus Amerika wurde eine steigende Zahl der Erstanträge zur Arbeitslosenhilfe gemeldet, und zwar 484.000. Erwartet wurden 19.000 weniger. Zudem fielen die US-amerikanischen Exportpreise im Juli um 0,2 Prozent, während gleichzeitig die Importpreise um 0,2 Prozent stiegen. Dies verschlechtert weiter das US-Außenhandelsdefizit. Auch aus Asien gab es keine positiven Nachrichten. Hier gab es deutliche Verluste an den Aktienmärkten in Hongkong und Tokio. Der Nikkei-Index sank auf ein 13-Monatstief.
Für deutsche Heizölverbraucher brachte diese Entwicklung eine Preissenkung mit sich. Die 100-Liter-Partie Heizöl EL wurde heute bundesdurchschnittlich mit 66,82 Euro und damit 60 Cent günstiger als gestern gehandelt, das ergab die Umfrage von BRENNSTOFFSPIEGEL und Mineralölrundschau. Dieser Wert gilt für eine Liefermenge ab 3.000 Liter. Zum Vergleich: Vor genau einem Jahr kostete die gleiche Menge 58,23 Euro. Am 12. August 2008 waren es mit 85,97 Euro deutlich mehr. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.








