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Mehr Sicherheit für alte Menschen

10.08.201017:53 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Mehr Sicherheit für alte Menschen
Prof. Dr. med. Petra Thürmann, Leiterin des Philipp-Klee-Institutes für Klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal.
Prof. Dr. med. Petra Thürmann, Leiterin des Philipp-Klee-Institutes für Klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal.

(openPR) Die sogenannte „Beers-Liste“ gibt Ärzten in den USA einen Anhaltspunkt, welche Medikamente im Rahmen einer Behandlung von alten Menschen potenziell gefährlich sind. Eine vergleichbare Aufstellung gab es bisher in ganz Europa nicht. Doch nun hat ein Team um Prof. Dr. med. Petra Thürmann die deutsche „Beers-Liste“ entwickelt. Die Pharmakologin, die das Philipp-Klee-Institut am HELIOS Klinikum Wuppertal leitet und einen Lehrstuhl an der Privaten Universität Witten/Herdecke innehat, kann jetzt 83 verschriebene Medikamente nennen, die für ältere Menschen eine Gefährdung darstellen könnten.



In Deutschland wird die Zusammenstellung unter dem Namen „Priscus-Liste“ geführt werden. „Priscus“ (lateinisch: altehrwürdig) heißt ein Forschungsverbund, der sich mit der Gesundheit im Alter befasst. Das Philipp-Klee-Institut ist Mitglied dieses Verbunds.

„Im Prinzip haben wir ein riesiges Pharmakologiebuch für alte Menschen zusammengestellt“, sagt Thürmann. Und das war aus ihrer Sicht notwendig. „Die amerikanische Liste funktioniert bei uns nicht, weil es dort Arzneimittel auf dem Markt gibt, die bei uns gar nicht zu haben sind – und umgekehrt.“ Die „Beers-Liste“ aus Übersee lieferte aber eine Grundlage für die Arbeit im Wuppertaler Philipp-Klee-Institut, die in enger Kooperation mit der Privaten Universität Witten/Herdecke geleistet wurde. „Wir haben recherchiert, welche der Arzneimittel, die dort genannt sind, auch unter den zwei- bis dreitausend hierzulande am häufigsten verordneten Medikamenten zu finden sind“, so Thürmann. Darüber hinaus suchte eine Mitarbeiterin in Lehrbüchern, Fachliteratur und in Fachinformationen von Medikamentenherstellern nach Hinweisen auf Risiken für ältere Menschen. „Die Literaturrecherche dauerte ein Jahr und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert“, sagt die Pharmakologin.

25 Fachleute aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen erhielten dann eine Vorauswahl mit 131 möglicherweise bedenklichen Medikamenten für Ältere. Sie sollten deren Risikopotenzial für Menschen im Alter von etwa 75 Jahren nach einem Punktesystem bewerten. Die Zusammenarbeit lief vollständig über das Internet, wo die Experten Literatur zum Thema hinterlegt bekamen und ihre Kommentare einstellten. 83 Medikamente sind laut Thürmann „potenziell ungeeignet für alte Menschen“. „In zwei Bereichen fällt die Beurteilung der Risiken viel deutlicher aus als es die Handhabung in der Realität zeigt“, sagt die Pharmakologin. „Bei den Schmerzmitteln und den Psychopharmaka.“

Die deutsche „Beers-Liste“ will keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben sondern den Ärzten eine Hilfestellung geben. „Der jeweils behandelnde Arzt soll eine konkrete Anleitung erhalten, was nach der Gabe eines risikoreichen Medikaments in bestimmten Abständen zu kontrollieren ist, damit auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkannt werden. Auch therapeutische Alternativen werden aufgeführt.“

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