(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Es kam am heutigen Nachmittag, wie es kommen musste. Da positive Marktdaten nach wie vor fehlten und heute auch noch die US-Arbeitslosenzahlen höher ausfielen als erwartet, brachen die technisch getriebenen Preise für US-Leichtöl der Sorte WTI (gesunken um 64 Cent auf 81,80 Dollar gegenüber dem gestrigen Tagesschluss ) und Nordseeöl der Sorte Brent (um 74 Cent auf 81,36 Dollar gesunken) deutlich ein. Unter Anlegern setzte sich heute auch eine realistische Sicht auf die gestern veröffentlichten Daten des Department of Energy durch, das einen Abbau der Rohölbestände um 2,3 Millionen Barrel verkündete. Da gleichzeitig aber die Reserven an Benzin und Mitteldesillaten anstiegen und die Benzinnachfrage in den USA gesunken ist, konnten auch diese Zahlen die Rohölpreise nicht stützen wie die festeren Aktienmärkte, an denen sich der Ölpreis orientierte, und der Euro, der seine gestrigen Verluste von 1 Cent auf den US-Dollar heute wieder aufholte.
Damit nähern sich die Preise wieder der ursprünglichen für diese Jahreszeit üblichen Handelsspanne zwischen 70 und 80 US-Dollar. „Angesichts der weiterhin komfortablen Angebots-/Nachfragesituation rechnen wir nicht mit einem dauerhaften Überwinden der Marke von 80 US-Dollar je Barrel, sondern in den kommenden Monaten mit einem Rückgang in Richtung 70 US-Dollar“, so Analyst Eugen Weinberg von Commerzbank Commodity Research. Zudem sieht er in der Differenz zwischen den kurz- und langläufigen Kontrakten, die zuletzt stark zurückging, einen weiteren Widerspruch zu einer erwarteten Verknappung an Rohöl.
Der Heizölpreis in Deutschland hingegen folgte den gestrigen Steigerungen und reagierte ebenfalls am 5. Tag in Folge mit Aufschlägen. Nach Erhebung des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau kostete die 100-Liter-Partie Heizöl EL 22 Cent mehr als gestern und damit 68,26 Euro.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.
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